Die Schlossstraße in Bensberg soll ab 2023 ganz neu gestaltet werden.

Die Ausschreibung für die komplette Neugestaltung der Schlossstraße war zwar nicht einfach, am Ende aber erfolgreich, teilt die Stadt mit. Die Firma Boymann aus Glandorf in Niedersachen gab das wirtschaftlichste Angebot ab und erhält den Auftrag. Im Frühjahr 2023 geht es los, schon jetzt zeichnen sich Mehrkosten ab.

Die Schloßstraße bekommt ein neues Gesicht. Das steht nun fest, nachdem die Ausschreibung für den Umbau erfolgreich abgeschlossen und der Auftrag vergeben werden konnte. Zunächst hatten angesichts der unsicheren Wirtschaftslage Zweifel bestanden, ob überhaupt ein verwertbares Angebot eingehen werde.

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Auftrag geht nach Niedersachsen

Der Umbau der Straße wird im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (InHK) Bensberg realisiert und zu großen Teilen von Bund und Land mit Städtebaufördermitteln finanziert. Der Baustart ist im Frühjahr 2023 anvisiert.

Während in der Schloßstraße bereits die ersten Bagger zu sehen sind, die die vorweg laufenden Maßnahmen der BELKAW umsetzen, liefen „hinter den Kulissen“ die Vorbereitungen für den großen Umbau auf Hochtouren: Zwischen dem 20. Juni und 6. September 2022 lief die Ausschreibung für die Hauptmaßnahme, um ein Unternehmen zu finden, das die Neugestaltung der wichtigen Einkaufsstraße inklusive der Verlegung des neuen Natursteinbodens in der ca. 3-jährigen Bauphase vornehmen wird.

Nach intensiver Prüfung wurde anschließend das wirtschaftlichste Angebot ermittelt: Die Firma Boymann GmBH & Co. KG aus Glandorf wird die Straße umbauen.

Gleitklausel für die Baustoffe

Durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg war es nötig, die Ausschreibung um eine Baustoffpreisgleitklausel und eine Berücksichtigung bei Lieferschwierigkeiten aufgrund der aktuellen Krisensituation zu ergänzen. Diese sollen greifen können, wenn Lieferverzögerungen oder Preiserhöhungen auf „höhere Gewalt“ zurückzuführen sind, damit das ausführende Unternehmen keine Vertragsstrafen zu befürchten hat.

Die Ergänzung der Ausschreibung hat solche Fälle abgesichert und ermöglicht, dass Angebote trotz des beachtlichen Umfangs (15.000 m² Naturstein), sowie Unsicherheiten wie Preissteigerungen und Lieferverzögerungen eingegangen sind.

Schon jetzt klar: 40 Prozent mehr für Verkehrsanlagen

Dennoch war bereits damit zu rechnen, dass wegen der allgemein steigenden Baukosten, der Inflation, dem Ukraine-Krieg und der Pandemie Angebote eingehen werden, die die bislang angenommene Summe für den Entwurf vom Planungsbüro Club L 94 übersteigen.

So werden nun für das erste Los „Verkehrsanlagen“ insgesamt ca. 12,2 Millionen Euro in den Ausbau investiert, dies entspricht ca. 40 % Mehrkosten gegenüber der ursprünglich angenommenen Summe.

Die politischen Vertreterinnen und Vertreter haben diesen Weg per Dringlichkeitsbeschluss im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung am Dienstag, den 25. Oktober 2022 abgesegnet, sodass der Auftrag am Freitag, den 28. Oktober 2022 versendet wurde. 

Nun gilt es zu prüfen, ob die Mehrkosten ebenfalls förderfähig sind. Dies wird in Gesprächen mit dem Fördermittelgeber geklärt. Da aktuell hohe Mehrkosten bei vielen Städtebauförderprojekten im ganzen Land zu verzeichnen sind, gilt es hier abzuwarten, ob eine Regelung gefunden werden kann.

Die Bauarbeiten beginnen erst im Frühjahr 2023, damit das Weihnachtsgeschäft der Händlerinnen und Händler unberührt bleibt. Zum genauen Baustart wird die Stadt gesondert informieren.

So stellen sich die Planer des Büros Club L94 die künftige Schlossstraße vor

Bis 2025 wird die Straße dann zur „Straße der vielen Begegnungen“. Die Umgestaltungsbauarbeiten starten im Bauabschnitt zwischen der Kreuzung Schloßstraße/Kölner Straße und der Einmündung der Nikolausstraße und ziehen sich über circa drei Jahre bauabschnittsweise von West nach Ost, bis sie 2025 „Am Stockbrunnen“ enden.

Alle weiteren Informationen zum InHK Bensberg und zum Umbau der Schloßstraße gibt es auf der städtischen Website. Ständige Updates zum Stand der Bauarbeiten gibt es im Bautagebuch.

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2 Kommentare

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  1. Frage:
    In Köln: Deutzer Freiheit und der Ehrenstrasse kapituliert der Einzelhandel reihenweise mit Konkurs!

    Wer haftet dafür in Bensberg?
    Vermutlich er:

    Dezernent Ragnar Migenda
    Rathaus Bensberg,
    Wilhelm-Wagener-Platz

  2. In Zeiten unkalkulierbarer Baukosten und damit korrespondierender Preisgleitklauseln sollte die öffentliche Hand zusehen, dass sie laufende Projekte (siehe NCG) mit zu begrenzendem Schaden abarbeitet und sich auf notwendige Baumaßnahmen beschränken. Der Umbau der Schloßstraße gehört nicht dazu.