Als Elternteil eines Kleinkindes sind die Abende, an denen ich mit Freund:innen ausgehe, eher rar gesät. Umso mehr genieße ich diese Abende – und wähle dafür gern schöne Treffpunkte mit gutem Wein und leckeren Kleinigkeiten aus. In Schildgen ist meine erste Wahl dafür der Olivenhof. Hier gibt es feine Tapas, eine neun Seiten lange Weinkarte, und man fühlt sich fast ein bisschen wie im Süden.

Zur Wohlfühlatmosphäre im Olivenhof trägt sicher die Herzlichkeit des Personals bei: Auch als seltener Gast ist man hier gleich per Du, jeder Besuch am Tisch geht mit einem netten Pläuschen einher.

Zur Begrüßung gibt es, wie in Spanien, knackiges Brot (von der örtlichen Bäckerei Pieper), spanische Oliven und verschiedene Dips (1,90 Euro pro Person). Auch der Primitivo (3,30 Euro für 0,1 Liter oder 23 Euro die Flasche) kommt sofort. Perfekter Start in den kinderfreien Abend.

Was ich sympathisch finde: Einen Liter Wasser (still oder sprudelnd) gibt es schon für vier Euro. Es nervt mich, wenn ich, wie leider in vielen Restaurants, überlegen muss, ob ich mir wirklich noch ein Wasser bestelle, weil die 0,7-Liter-Flasche acht Euro kostet.

Wie viele Tapas dürfen es sein?

Doch zurück zum Wesentlichen: Ich bin großer Tapas-Fan, auch, weil man die so schön teilen kann. Im Olivenhof kann man aus einer Liste von elf Tapas drei (17,90 Euro) oder vier (22,90 Euro) auswählen.

Wenn ich mit einer Freundin dort bin, bestellen wir gern zusammen die Vierer-Kombi. Ich empfehle das marinierte Gemüse, die Datteln im Speck-Mantel, den maurischen Maishähnchen-Spieß und die Wildfang-Gambas in Kräuter-Knoblauch-Öl.

Darüber hinaus stehen unter anderem Suppen (zum Beispiel spanischer Bohneneintopf mit Chorizo, 9,50 Euro), Salate (ab 10,50 Euro) und Hauptspeisen wie Lammkarree mit Rosmarinjus und Beilagen (32,50 Euro) auf der Karte – die habe ich aber noch nicht probiert.

Außerdem gibt es eine Wochenkarte mit zusätzlichen Tapas sowie drei Hauptgerichten. Die Zutaten für alle Speisen kommen überwiegend von regionalen Anbietern, ebenso die Ausstattung des Lokals.

Olivenhof Schildgen
Altenberger-Dom-Straße 152
51467 Bergisch Gladbach
Telefon: 02202 2499155
E-Mail: info@olivenhof-schildgen.de

Öffnungszeiten:
Mi bis Sa ab 17:00 Uhr
So ab 11:30 Uhr

Übrigens: Seit 2020 gibt es den Olivenhof auch in der Gronauer Waldsiedlung.

Der Olivenhof startete übrigens im September 2018 als Herzensprojekt von drei Schildgener Ehepaaren: Katja und Hendrik van Elst, Kerstin und Hendrik Walter sowie Katrin und Oliver Grede. Gemeinsam renovierten sie den alten Elisenhof, der schon seit 1902 das Schildgener Ortsbild prägt. Bewusst behielten sie dabei zentrale Elemente des historischen Eckhauses und wählten den sehr ähnlich klingenden Namen Olivenhof.

Sobald man durch die Tür tritt, hat das Wein- und Tapaslokal allerdings nichts mehr von einer alten Eckkneipe. Ganz im Gegenteil: Das Interieur ist modern und gemütlich, mit hellgrau gestrichenen Wänden, Holztischen, sanfter Beleuchtung, liebevoller Dekoration.

Ins Auge fällt auch die lange Theke, an der man, wie in Spanien üblich, ein Glas Wein trinken und eine Kleinigkeit essen kann. Ich persönlich bevorzuge die Tische, da meine Abende im Olivenhof eher lange dauern (wenn man schon einmal die Gelegenheit hat…), und da finde ich es einfach schöner, sich gegenüberzusitzen.


Hinweis der Redaktion: Bei unseren Gastro-Tipps handelt es sich nicht um Reklame, sondern um redaktionelle Texte mit subjektiven Empfehlungen.

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Laura Geyer

ist freie Reporterin des Bürgerportals. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg. Nach einem Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro glücklich zurück in Schildgen.

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