Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen in Bergisch Gladbach sammelt mögliche Standorte für das Verkehrsschild „Grüner Pfeil für den Radverkehr“. Dieses Verkehrszeichen wurde in Bonn und Düsseldorf bereits eingeführt und sei eine gute Möglichkeit, den Radverkehr zu stärken.

Seit ein paar Jahren gibt es das neue Verkehrszeichen 721. Es erlaubt Fahrrädern an einer roten Ampel das Rechtsabbiegen – allerdings nur nach vorherigem Anhalten und nur, wenn andere Verkehrsteilnehmende dabei nicht behindert oder gefährdet werden. 

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Für das Anbringen des Grünpfeils müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Beispielsweise muss die Sicht frei sein und der Radverkehr darf nicht auf einen gemeinsamen Geh- und Radweg geführt werden, da es sonst zu Konflikten mit dem Fußverkehr kommen könnte. Die Voraussetzungen werden in diesem Artikel ausführlich erläutert.

Hinweis der Redaktion: Das Bürgerportal steht als Plattform für alle Vereine, Initiativen, Parteien und Einrichtungen der Stadt zur Verfügung. Dieser Beitrag stammt von den Grünen.

Das Verkehrszeichen wurde in mehreren deutschen Städten erfolgreich erprobt und unter anderem in Bonn und Düsseldorf eingeführt. In Bergisch Gladbach gibt es das Verkehrsschild bisher noch nicht. Das soll sich nun ändern. 

„Der grüne Pfeil ist eine gute Möglichkeit, den Radverkehr zu stärken. Im Gegensatz zu anderen Maßnahmen kann er schnell und kostengünstig umgesetzt werden und benötigt keine zusätzlichen Verkehrsflächen.“ erläutert Dr. Jonathan Ufer, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen. „Davon kann der gesamte Verkehr in der Stadt profitieren. Autos können einfacher abbiegen, wenn das Fahrrad neben ihnen schon weg ist. Und das Schild kann dazu beitragen, dass etwas mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen und die Autos in der Stadt weniger werden.“

Deshalb sammelt eine Arbeitsgruppe der Grünen mögliche Standorte im Stadtgebiet und dokumentiert diese in einer strukturierten Liste und mit Fotos.

Bürgerinnen und Bürger können sich beteiligen und fehlende Standorte per Mail an jonathan.ufer@gruene-bergischgladbach.de schicken, gerne zusammen mit Fotos der Kreuzung. Diese sollen anschließend zur weiteren Prüfung und Umsetzung an die Verwaltung übergeben werden.

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  1. soweit bekant, siend die GRÜNEN teil der Ampel-Koalition und können das Versprechen eines Radwege-Konzeptes für ganz Bergisch Gladbach auf den Weg bringen und es auch umsetzen. also baulich getrennte oder eindeutig zu unterscheidende Fahradwege für Hauptstraßen z.B.
    Also mit den nötigen Baulichen Änderungen, nicht die Farbeimer–Schilder-Strategie!
    In diesem sinne ist das einmal mehr ein Ablenkungsmanöver, um die wirklichen nötigen Änderungen zu verschleiern.

  2. Diese Idee scheint sinnvoll zu sein, würde aber noch besser die Situation für alle Verkehrsteilnehmer verbessern, wenn einher die Besinnung vieler Radfahrer auf die
    Starßenverkehrsbedingungen ginge.

  3. Auch ohne Grünen Pfeil fahren Radfahrer ziemlich oft trotz roter Ampel weiter, wenns sind muss auch ausweichen auf den Gehweg, die haltenden Autos rechts überholen und nach der Ampel wieder auf die Straße…

      1. Man sollte nicht alles zurecht biegen, Herr Funcke. Frau Jordans Kommentar bezog sich eindeutig auf Rotlichtverstöße mancher Radfahrenden.
        Eine rote Ampel ist auch für Radfahrende bindend. Bei Verstößen gilt der Bußgeldkatalog auch für Radfahrer (Fahren über eine rote Ampel 60 € 1 Punkt, …mit Gefährdung 100 €, 1 Punkt)

      2. @G.Hachenberg – Ich habe mit keiner Silbe meines Kommentares das vorgeschriebene Halten an einer roten Ampel in Frage gestellt.

        Der Bezug des (erlaubten) Vorbeifahrens von Radfahrenden in “Tateinheit” mit einem Rotlichtverstoß war für mich zumindest nicht eindeutig.

        Aber vielen Dank für die Aufklärung zum Bußgeldkatalog, den sich hoffentlich so mancher Verkehrsteilnehmende noch einmal in Erinnerung ruft.

    1. Rotlichtverstöße durch Autofahrer sind ebenfalls eine stetige Einnahmequelle für die Kommunen. Warum also mit Binsenweisheiten Stimmung machen?

    2. @Michael Funcke
      Der entscheidende Punkt des rechts Überholens ist hier der Geh(!)weg.