Für Außenstehende ist nicht zu erkennen, wer in einer Ausschusssitzung ordentliches Ratsmitglied und wer Sachkundiger Bürger ist. Foto (Archiv): Thomas Merkenich

Die Stadtverwaltung hat den Entwurf für ein Klimaschutzkonzept am Montag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung erstmals offiziell der Politik vorgelegt. Neben Vorschusslorbeeren von Verwaltung und Grünen gab es erste Einwände der FWG, doch die Beratung hat damit erst begonnen.

Die Stadt Bergisch Gladbach sei bekanntlich kein Vorreiter in Sachen Klimaschutz, habe sich dank der Arbeit der beiden relativ neuen Klimaschutzmanagerinnen auf die Aufholjagd begeben, sagte der Beigeordnete Ragnar Migenda am Dienstag im im Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung (STPLA). Das Ziel, die Stadt bis spätestens 2045 klimaneutral zu machen erfordere „eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung“.

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Das 253 Seiten starke Konzept besteht aus zwei Bänden: das eigentliche Konzept wird durch einen eigenen Band mit 43 konkreten Maßnahmen in neun Handlungsfeldern ergänzt. Ausdrücklich integriert wurde auch das Thema Klimaanpassung.

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Wie Bergisch Gladbach den Klimaschutz voranbringen will

Mit dem Entwurf für das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Bergisch liefern die Klimaschutzmanagerinnen eine gründliche Bestandsaufnahme, spüren Verbesserungspotenziale auf, entwickeln eine Strategie und listen jede Menge konkreter Maßnahmen auf. Jetzt geht der Entwurf in die Beratung der Ausschüsse – wir haben schon einmal einen Blick hinein geworfen. Dabei fällt auf: den größten Teil der Einsparungen müssen die privaten Haushalte liefern.

Für die Grünen begrüßte Sascha Gajewski das Konzept als Gerüst, um jetzt endlich mit dem Klimaschutz voran zu kommen: „Wir müssen jetzt anfangen, und dann immer wieder aus lernen und nachjustieren”.

Für die FWG äußerte Wilfried Förster grundsätzliche Zweifel, was denn die Stadt Bergisch Gladbach alleine überhaupt bewegen könne. In der vorliegenden Fassung könne seine Fraktion dem Konzept nicht zustimmen.

Michael Metten, Fraktionschef der CDU, rückte die aufkommende Debatte zurück: Das Konzept werde im STPLA nur eingebracht und – wie im Ältestenrat verabredet – nicht weiter diskutiert. Die Fraktionen hätten nun in den Sommerferien ausreichend Zeit, sich mit dem umfangreichen Werk zu befassen – um dann nach der Sommerpause gut begründete Änderungsanträge in zwei weiteren Ausschusssitzungen (AIUSO und Hauptausschuss) zu diskutieren. Beschlossen werden soll das Konzept in am 5. September im Stadtrat.

Um das Konzept aber auch im STPLA noch einmal diskutieren zu können wurde es auf Antrag der CDU in die kommende Sitzung am 10.8. vertagt; dem stimmten alle zu.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Wie schützt man einen gasförmigen Körper, der rechtlich an den Grenzen der Stadt Bergisch Gladbach begrenzt wird, nach oben offen und nach unten schwer definierbar ist, aber gemäß der planetarischen Zirkulation dennoch in ständiger Bewegung ist und temperatur-bedingt ein wechselndes Volumen hat? Warum spricht man nicht von Mikroklima, lokalem und regionalem Klima? Die Hybris der “Amateurklimaklemptner” hat utopistische und totalitäre Züge, was auch die Vermeidung des Konjunktiv in den Stellungnah-men vor allem der grünen Partei andeutet. In Litauen lehrte ich und lernte, daß die sowjetische Deutschdidaktiv den Konjunktiv auch unter den totalitären Lehrstuhl fallen ließ. Das übliche Spiel mit der Wirklichkeit, die nie zur Realität paßte.