Über Monate hinweg werden nur Busse den Bahnhof in Bergisch Gladbach anfahren. Foto: Redaktion

Die Stadtverwaltung schlägt dem Rat vor, auch den Schülerinnen und Schülern in Bergisch Gladbach das Deutschlandticket zum vergünstigten Preis zur Verfügung zu stellen. Ein entsprechender Beschluss könnte zum 1. Oktober wirksam werden.

Viele Gemeinden bieten ihren Schülerinnen und Schülern im neuen Schuljahr das Deutschlandticket zum vergünstigten Preis von 29 Euro im Monat an. Auch in Bergisch Gladbach soll dieses Modell eingeführt werden; dies schlägt die Verwaltung in einer Vorlage für die kommende Ratssitzung im September als Beschluss vor.

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Wenn die Ratsentscheidung vorliegt, ist als Stichtag für die Einführung als nächstmöglicher Termin der 1. Oktober 2023 vorgesehen. Bis dahin kann weiter – und ebenfalls für 29 Euro monatlich – das bisher bekannte Schülerticket mit Gültigkeit im Bereich des VRS genutzt werden.

Der Ratsbeschluss ist vor allem deswegen nötig, da die Stadt Bergisch Gladbach mit ihren 12 weiterführenden Schulen in eigener Trägerschaft und rund 8.500 betroffenen Schülerinnen und Schülern die Finanzierung der verschiedenen Modelle sehr genau prüfen muss. Hier gibt es deutliche Unterschiede, die für die Stadt bis zu 400.000 Euro pro Jahr betragen können.

Ein gemeinsamer Runderlass des Landes NRW von Anfang Juni 2023 hatte für Schulträger die Möglichkeit eröffnet, im neuen Schuljahr das deutschlandweit gültige Schülerticket (Deutschlandticket) anzubieten. Dieses Deutschlandticket bietet allen Nutzerinnen und Nutzern des öffentlichen Personennahverkehrs deutschlandweite Mobilität zu einem günstigen Preis. Auch Schülerinnen und Schüler sollen hiervon profitieren. 

Bereits seit mehreren Jahren wird für die weiterführenden Schulen in der Trägerschaft der Stadt Bergisch Gladbach (5 Gymnasien, 4 Realschulen, 2 Gesamtschulen sowie eine Hauptschule) in Kooperation mit dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg und den beiden Verkehrsunternehmen Wupsi bzw. Regionalverkehr Köln ein Schülerticket im sog. „Solidarmodell“ angeboten. Demnach kann jede Schülerin oder jeder Schüler ein solches Ticket aktuell zum monatlichen Preis von (ebenfalls) 29,00 EUR erwerben und dieses Ticket nicht nur für notwendigen Fahrten zur Schule, sondern auch in der Freizeit im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg rund um die Uhr nutzen.

Sobald für Bergisch Gladbach das neue Angebot beschlossen ist, wird das „alte“ Schülerticket automatisch für die bereits bestehenden Abonnements in ein Deutschlandticket umgewandelt, sofern dem nicht explizit widersprochen wird.

Infos zum Schülerticket gibt es auf der Homepage des VRS sowie auf der Seite der Stadt Bergisch Gladbach.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Werden auch Grundschüler beim 29 Euro-Ticket bedacht werden?
    Diese können ja in Bergisch Gladbach bislang kein Schülerticket erhalten.

    Wer als Sek. I/II Schüler direkt neben der weiterführenden Schule wohnt, kann ohne Freifahrtsberechtigung ein 29 Euro-Ticket zur privaten Nutzung erhalten. Wer als Grundschüler mehr als 2 km (Freifahrtsberechtigungsgrenze laut Schulgesetzt) von der nächsten Grundschule entfernt wohnt aber nicht? Das wäre eine ungerechte Lösung. Hoffentlich ist das den Ratsleuten klar. Man sollte sichergehen, dass auch die Grundschulen bedacht werden.

  2. Wir würden dies sehr begrüßen. Denn das gegenwärtige Ticket ist immer ein Jahresticket. Wir benötigen aber nur für die Schlechtwetterzeit einen Bus, weil in der übrigen Zeit mit dem Rad gefahren wird. Hatten schon überlegt das Deutschlandticket zu nehmen, kommt günstiger. Wir warten gespannt.