Landrat Stephan Santelmann mit den Sternsinger:innen, Kreisdechant Hörter, CDU-Fraktionsgeschäftsführer Uwe Bruchhausen, CDU-Kreistagsabgeordnete Elvi Reudenbach, CDU-Kreistagsabgeordnete Erika Gewehr, CDU-Kreistagsabgeordneter Klaus-Dieter Becker und Martin Lucke MdL (CDU). Foto: Rheinisch-Bergischer Kreis

Die Pressestelle des Rheinisch-Bergischen Kreises verbreitet eine Meldung zum Start der Sternsinger:innen, die sich beim Auftakt wie immer bei Landrat Stephan Santelmann (CDU) einfanden. Auf dem Foto posieren Mitglieder des Kreis- und Landtags, allerdings ausschließlich von der CDU. Die SPD wirft die Frage einer „nicht mehr zulässige Bevorzugung“ auf.

Gerhard Zorn, Fraktionsvorsitzender der SPD, hat auf das Sternsinger-Foto von Landrat Stephan Santelmann (CDU) mit Kreisdechant Norbert Hörter, vier Vertreter:innen der CDU-Kreistagsfraktion und den CDU-Landtagsabgeordneten Martin Lucke kritisiert. Dagegen seien weder die SPD-Fraktion noch die SPD-Landtagsabgeordnete Tülay Durdu eingeladen worden.

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Dies werfe die Frage auf, „ob der Landrat in nicht mehr zulässiger Weise eine Partei / Fraktion bei seinen amtlichen Terminen bevorzugt – und damit natürlich gleichzeitig die übrigen Parteien / Fraktionen benachteiligt“, sagt Zorn auf Anfrage des Bürgerportals. In Situationen, in denen Santelmann in seiner amtlichen Funktion als Landrat und/oder Behördenchef tätig werde, „wäre dies rechtswidrig“.

Zorn begrüßt ausdrücklich die Aktion der Sternsinger:innen. Er freue sich, dass sie in Begleitung des Kreisdechanten das Kreishaus besucht haben – es sei jedoch „befremdend, dass ausgerechnet eine solche Aktion von engagierten jungen Christinnen und Christen durch den Landrat für einseitige Parteipolitik genutzt wird“.

Aktualisierung 8.1.: Auf Anfrage des Bürgerportals erklärt die Pressestelle des Kreises, zum jährlichen Start der Sternsinger:innen würden nur die Medien, nicht aber die Kreistagsfraktionen oder Landtagsabgeordneten eingeladen. Sollte es jedoch konkrete Terminnachfragen aus der Politik geben (wie in diesem Fall von Seiten der CDU-Fraktion), werde diese „natürlich beantwortet“. Grundsätzlich nutzten Fraktionen, die an diesem Tag im Kreishaus seien, gerne die Möglichkeit, bei dem Empfang dabei zu sein.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. zur Aktualisierung:
    “CDU hat sich einfach dazu gestellt…”
    wie albern ist das denn bitte?
    das kauft euch doch kein Mensch ab!

  2. Inzwischen hat die Pressestelle der Kreisverwaltung auf unsere Anfrage reagiert. Demnach wurden überhaupt keine Einladungen an die Politik ausgesprochen; die CDU habe zeitgleich im Kreishaus getagt und habe die Gelegenheit genutzt, beim Empfang dabei zu sein.

    Wir haben unseren Beitrag entsprechend ergänzt.

  3. Ich verstehe die Kritik grundsätzlich, aber vielleicht gibt es doch gewichtigere Anlässe, die Bevorzugung einer Partei anzuprangern, als einen Grußtermin mit Sternsinger:innen.

  4. Ich dachte Kirche und Staat sind getrennt? Daher finde ich diese Instrumentalisierung eh unangebracht. Auch wenn die benannte Partei ein “C” im Namen trägt!