Die Priorisierungsliste der Stadtverwaltung für den Schulbau trifft bei der Freien Wählergemeinschaft auf Zustimmung. Zwar müsse auch dieses Papier in der Qualität noch wachsen und regelmäßig überprüft werden. Parteipolitische Auseinandersetzungen dürften die Sanierung und den Ausbau der Schulen jetzt aber nicht weiter verzögern.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der FWG

Die Freie Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach (FWG) begrüßt ausdrücklich die Erarbeitung einer Priorisierungsliste im Schulbau, der eine Abfrage der Bedarfe und Bedürfnisse der Schulen, in Form von Steckbriefen, vorausgegangen ist. Insbesondere die Kommunikation mit den Schulleitungen – im Anschluss an die Erstellung – ist als wesentliche Verbesserung in der Zusammenarbeit von Schule und Schulträger in Bergisch Gladbach zu begrüßen.

Die Priorisierungsliste ist ein funktionales Arbeitspapier, das in seiner Vollständigkeit in der Qualität noch wachsen muss und in regelmäßige Zeitabständen evaluiert werden sollte. 

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Mit den Schulbauleitlinien, die von der FWG erfolgreich beantragt und bereits mehrfach angemahnt wurden, wäre dann auch eine differenziertere Betrachtung der Raumbedarfe der weiterführenden Schulen möglich, die aktuell noch in der Liste fehlen.

In diesem Zusammenhang ist auch die G8/G9 Problematik zu sehen, die trotz mehrfacher Hinweise der Schulen – bereits in der vorherigen Legislaturperiode – politisch falsch eingeschätzt wurde und nun definitiv zu korrigieren ist.

Christian Maimer. Foto: FWG

Die Priorisierungsliste gibt leider noch keine konkreten Antworten, in welchem Verhältnis einzelnen Kriterien zueinanderstehen und welche Gewichtung sie haben. Es ist für die Akzeptanz bei allen Betroffenen wichtig exemplarisch zu beleuchten, warum eine ausgewählte Schule genau diese Platzierung erhält.

Auch muss dargelegt werden, in welchem zeitlichen Verhältnis der bereits seit Jahren bestehende Schulentwicklungsplan für Grundschulen (ISEP) zu der jetzt vorgelegten Priorisierungsliste steht. Gerade für Stadtteile wie Gronau und Refrath will die FWG zügige Problemlösungen.

Trotz dieses Aufklärungsbedarfs stellt Christian Maimer, schulpolitischer Sprecher der FWG, klar: „In unserer prekären Situation ist der Schulausschuss kein Ort für parteipolitische Auseinandersetzungen, wenn sie zu Verzögerungen im Schulbau führen.

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