Ingeborg Schmidt, Reinhold Feistl und Jürgen Langbucher mit den Lehrgangsteilnehmer:innen aus Marokko. Foto: DRK

Nach einem erfolgreichen Probedurchgang, bei dem 16 junge Menschen aus dem Ausland auf ihre Tätigkeit als Pflegefachkraft in Deutschland vorbereitet wurden, hat die DRK-Zukunftswerkstatt nun offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Bei strahlendem Sonnenschein wurde die Eröffnung mit vielen Gästen gefeiert.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des DRK Kreisverbands Rhein-Berg

Zur Eröffnung geladen waren neben den 22 Marokkaner*innen, die zurzeit ihre Ausbildung in der DRK-Zukunftswerkstatt absolvieren, zahlreiche Gäste aus Politik und kooperierenden Institutionen, wie zum Beispiel dem Kommunalen Integrationszentrum, der Ausländerbehörde sowie der Agentur für Arbeit, die laut DRK-Kreisgeschäftsführer Reinhold Feistl in den letzten Monaten alle „richtig gut gearbeitet“ haben. 

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In seiner kurzen Ansprache an die Gäste dankte Reinhold Feistl den Vertreter*innen des Kreises, die das Projekt von Beginn an unterstützt haben, den Kooperationspartnern, die dem DRK immer helfend und beratend zur Seite gestanden haben sowie der Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln, die die elektronische Ausstattung des Schulungsraumes unterstützt. Nur gemeinsam sei es gelungen, solch ein Leuchtturmprojekt für den Rheinisch-Bergischen Kreis zu schaffen.

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Mit einer Zukunftswerkstatt holt das DRK Pflegekräfte aus aller Welt nach Rhein-Berg

Rund 1500 Fachkräfte für die Pflege fehlen in den kommenden Jahren alleine im Rheinisch-Bergischen Kreis. Um diese Lücke ein Stück weit zu füllen setzt der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuz (DRK) noch stärker auf Nachwuchs aus dem Ausland: In einer neuen Ausbildungsstätte im Klefhaus schult er bereits die ersten jungen Leute aus Marokko und Indien. Nach den Plänen von DRK-Chef Reinhold Feistl ist das erst der Anfang für ein großes Kooperationsprojekt.

Nach dem DRK-Kreisgeschäftsführer sprach der neue Kreis-Sozialdezernent Jürgen Langenbucher, der an diesem Tag die Vertretung für den verhinderten Landrat Stephan Santelmann übernommen hatte. In der Kreisverwaltung, im Fachausschuss sowie im Kreistag sei die Freude über die Initiative des DRK in Zeiten des Pflegenotstandes sehr groß gewesen, versichert Langenbucher.

An die neuen Pflegefachkräfte gewandt, sagte er: „Wir möchten Ihnen, liebe Pflegekräfte, einen unterstützenden, wertschätzenden Start in Ihre Arbeit hier im Rheinland ermöglichen. Wir wollen, dass Sie sich bei uns wohlfühlen und gerne im Rheinisch-Bergischen Kreis arbeiten.“

Fotos: Thomas Merkenich

Dank an den „Visionär und Macher“

Diesen Worten schloss sich gerne auch die DRK-Vorsitzende Ingeborg Schmidt an, die zuallererst dem „Visionär und Macher“ des Projektes, dem DRK-Kreisgeschäftsführer Reinhold Feistl, für seine Idee und seinen Mut dankte. „Es war sein Projekt und seine Arbeit, die ich vertrauensvoll unterstützt habe“, so die langjährige Vorsitzende des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V.

Als gelernte Krankenschwester weiß sie um die Bedeutung der neuen Pflegefachkräfte für den Rheinisch-Bergischen Kreis. „Ihr werdet so etwas von gebraucht!“ sagt sie zu den jungen Marokkaner*innen, die in ihrem Heimatland bereits alle eine Ausbildung in der Pflege erfolgreich abgeschlossen haben.

Die Sprache ist der Schlüssel

Für die Arbeit sei es aber auch wichtig, dass die Pflegenden Deutsch sprächen. „Die Menschen wollen euch verstehen. Sie wollen die Freundlichkeit nicht nur in euren Gesichtern sehen, sie wollen auch hören, wenn ihr nette Worte sagt!“

Doch das sollte sicherlich kein Problem sein, denn neben dem Vorbereitungskurs für die Kenntnisprüfung absolvieren die 20 bis 25-jährigen Männer und Frauen alle einen Deutschkurs, den sie mit der B2-Prüfung abschließen werden. 

Nach dem offiziellen Teil ließen die Gäste den Nachmittag bei kühlen Getränken und Fingerfood ausklingen und nutzten die Möglichkeit, das über einen Zeitraum von rund fünf Monaten renovierte ehemalige Schullandheim bei einer Führung kennen zu lernen. 

Der Eröffnungsfeier am Nachmittag war bereits ein Speed-Dating vorausgegangen. Bei dieser zweistündigen Veranstaltung am Vormittag hatten Trägervertreter*innen aus der ambulanten und stationären Pflege im Rheinisch-Bergischen Kreis die Möglichkeit, die Kandidat*innen kennenzulernen. 

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