Auf vielen Dächern wie hier beim eVK sind bereits Solaranlagen installiert. Die Stadt will den Ausbau auf Ein- und Zweifamilienhäusern durch ehrenamtliche Information fördern. Foto: EVK/Daniel Beer

Für eine weitere Verbreitung von privaten Photovoltaik-Anlagen benötigen Hauseigentümer mehr Informationen und Beratung. Dazu will der Beigeordnete Ragnar Migenda eine „BürgerSolarBeratung“ initiieren: Interessierte Bürger:innen werden auf Kosten der Stadt geschult, sollen sich dann aber selbst organisieren und ehrenamtlich arbeiten.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

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Am notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Energien können alle Bürgerinnen und Bürger mithelfen. Doch was muss eigentlich beachtet werden, wenn eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Hausdach installiert werden soll? Um die nötigen Informationen besser in der Bürgerschaft zu streuen, sucht die Stadt Bergisch Gladbach „BürgerSolarBerater“, die in ihrer Nachbarschaft als Ansprechpersonen für Interessierte zur Verfügung stehen.

Kern der Arbeit von BürgerSolarBeratern und Beraterinnen ist eine ehrenamtliche, kostenlose, neutrale und unabhängige Beratung zur Installation von PV-Anlagen für Eigentümer und Eigentümerinnen von Ein- bis Zweifamilienhäusern. Auf nachbarschaftliche Weise werden dabei praktische Tipps vermittelt. Die BürgerSolarBeratung ist damit ein niederschwelliges Angebot, das andere Beratungsangebote ergänzen kann.

„Durch die BürgerSolarBeraterinnen und Berater vergrößern wir das Netzwerk an Fachfrauen und Fachmännern zum Thema Photovoltaik in Bergisch Gladbach. Durch das niederschwellige Angebote erhoffen wir uns, dass sich noch mehr Bürgerinnen und Bürger für die Installation einer PV-Anlage auf dem eigenen Hausdach begeistern lassen“, sagt Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach.

Um die Beratungen durchführen zu können, werden die BürgerSolarBerater und Beraterinnen vorab intensiv geschult. Ziel der Schulung ist es, eine lokale Gruppe auf den Weg zu bringen, die sich eigenständig und eigenverantwortlich organisiert. Vorkenntnisse sind nützlich, aber nicht erforderlich. 

Die Schulungen werden von der Stadt Bergisch Gladbach finanziert und zusammen mit dem gemeinnützigen Verein MetropolSolar angeboten. MetropolSolar ist Entwickler und Anbieter der Schulungen. Seit Oktober 2021 hat der Verein 10 bundesweite Schulungsrunden für Gruppen in rund 60 Kommunen durchgeführt und ehrenamtlich Engagierte in die praktische Beratungsarbeit begleitet. Dadurch wurden zahlreiche Beratungen ausgelöst. Die 11. Schulungsrunde ist für März 2025 geplant und umfasst vier mehrstündige Online-Workshops. 

Vor Beginn der eigentlichen Schulung findet am Mittwoch, dem 12. Februar 2025 von 18.30 Uhr bis 21 Uhr online eine Vorab-Infoveranstaltung statt. Diese Infoveranstaltung vermittelt eine gute Vorstellung davon, was die Beraterinnen und Berater erwartet, wenn sie mitmachen. Es besteht zudem die Möglichkeit, vor dem Start der Schulungen offene Fragen zu klären.

Zur Informationsveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Interessierte können sich bis Montag, den 10. Februar 2025 per E-Mail an s.langenbach@stadt-gl.de anmelden.

Zu beachten ist jedoch:  Eine berufliche Tätigkeit bzw. die enge Verbindung zu einem in diesem Bereich tätigen Unternehmen schließt eine Teilnahme an der Schulung und die Mitarbeit in der BürgerSolarBerater-Gruppe grundsätzlich aus.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Das ist eine sehr gute Idee!
    Es wäre vorbildlich wenn Herr Migenda zuerst alle öffentlichen bzw. städtischen Gebäude mit Solar ausstattet! Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, wenn meine PV Anlage im Sommer hohe Erträge bringt, läuft die Wärmepumpe auf Sparflamme und mein E Auto an der Wallbox braucht ca. 30% weniger Strom. Im Winter ist es genau das Gegenteil, Wärmepumpe läuft Volllast und das Auto verbraucht 30% mehr Strom, während die PV Anlage Winterschlaf hält und der ganze Strom aus dem Netz kommt!
    Herr Migenda, gehen sie mit den Gebäuden der Stadt gerne als gutes Beispiel voraus, dann wird der Bürger vielleicht folgen.

    1. Warum das eine zuerst und nicht beides gleichzeitig?

      Übrigens: Dass eine PV-Anlage im Winter (vor allem im Dezember und Januar) wenig Ertrag bringt, liegt in der Natur der Sache. Autarkie lässt sich nicht das ganze Jahr über erreichen, rechnen wird sich die Anlage trotzdem (hinsichtlich Umweltschutz sowieso).

      Wenn man sie richtig ausreizen will, kombiniert man sie mit einer Klimaanlage (oder stellt die Wärmepumpe auf Kühlbetrieb). Wenn dann im Sommer die Sonne so richtig knallt und alles aufheizt, bringt sie gleich auch den Strom mit, um das Haus zu kühlen. Auf die paar Cent Einspeisevergütung ist dann gepfiffen.