Ulrich Gürster (links) wurde zum neuen Vorsitzende des Arbeitskreises gewählt. Foto: Stadt GL

Gleich zwei besondere Anlässe hat der Arbeitskreis Marijampole bei seiner Mitgliederversammlung gefeiert: Er blickt auf zehn Jahre engagierte und erfolgreiche Arbeit mit der Partnerstadt in Litauen zurück – und wählte Ulrich Gürster zum neuen Vorsitzenden. In schwierigen politischen Zeiten soll die Kooperation mit der Stadt im Baltikum gestärkt werden.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

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Ulrich Gürster ist seit der Gründung des Arbeitskreises Marijampole ein aktives Mitglied und hat sich in den vergangenen Jahren als Geschäftsführer besonders verdient gemacht. Er tritt die Nachfolge von Rolf Dieter Schacht an, der den Arbeitskreis bis zu seinem Tod im Jahr 2024 geleitet hat.

In der vergangenen Dekade haben sich die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Bergisch Gladbach und Marijampole deutlich vertieft. Zahlreiche Begegnungen prägten
den Austausch: regelmäßige Konzertreisen, Kunstausstellungen, gemeinsame Projekte mit dem Modelabel „Baltic Style“ sowie offizielle Besuche auf Bürgermeister-Ebene.

Besonders hervorzuheben ist die enge Kooperation mit dem Verein „Humanitäre Hilfe
Bergisch Gladbach“, unter der Leitung von Ulrich Gürster. Dank dieses Engagements konnten kontinuierlich wertvolle Hilfslieferungen nach Marijampole geschickt werden.

Empfänger dieser Unterstützung sind unter anderem die Caritas des Bistums Marijampole mit Sitz in Kalvarija, wo im Kindertageszentrum „Ziniukas“ rund 30 sozial benachteiligte Kinder nach der Schule betreut werden. Auch die staatliche Schule „Žiburėlio mokykla-daugiafunkcis centras“ mit rund 200 Kindern mit und ohne Behinderungen profitiert regelmäßig von den Hilfsgütern.

Für den AdK wurde Kunst nach Marijampole befördert. Foto: HHGL

Neue Projekte in Planung

Für das kommende Jahr stehen bereits mehrere neue Projekte auf der Agenda. Der etablierte Kunstaustausch zwischen Künstlerinnen und Künstlern aus Bergisch Gladbach und Marijampole soll weiter ausgebaut werden – unterstützt durch den Arbeitskreis der Künstler (AdK) unter der Leitung von Gisela Schwarz.

Auch das „Sinfonieorchester Bergisch Gladbach“ unter der Leitung von Dr. Roman Salyutov wird wieder in Marijampole gastieren und als musikalischer Botschafter der Städtepartnerschaft wirken. Die Kooperation zwischen dem Litauischen Samariterbund und dem Arbeiter-Samariter-Bund in Deutschland soll vertieft werden. Hier engagierte sich Anne Paweldyk; ihr Nachfolger Dennis Bracht steht bereits in den Startlöchern und übernimmt diese Aufgabe.

Ein neues Projekt ist ebenfalls in Planung: ein Basketball-Austausch für Jugendliche. Die
“Bergischen Löwen” stehen in Kontakt mit einem Sportverein aus Marijampole – kein Zufall, denn Basketball ist in Litauen Nationalsport und erfreut sich großer Beliebtheit. Aufgebaut werden soll ein Austausch von Chören. Die Arbeitsgruppe Marijampole
sammelte dazu im Rathaus Bergisch Gladbach eine Vielzahl von Ideen.

Wert der Städtepartnerschaft angesichts der politischen Lage

Die Menschen in Litauen leben mit der ständigen Angst vor einem möglichen Überfall
aus Russland. Diese Sorge wird durch die geopolitischen Spannungen und die aggressive Rhetorik verstärkt, die immer wieder in den Nachrichten zu hören sind. Viele Litauer fühlen sich unsicher in ihrem eigenen Land und befürchten, dass die Geschichte sich wiederholen könnte. Die militärischen Aktivitäten Russlands in der Nähe der litauischen Grenze tragen zusätzlich zu einem Gefühl der Bedrohung bei.

In diesem Klima der Unsicherheit suchen die Menschen nach Schutz, sowohl emotional
als auch politisch, und hoffen auf internationale Unterstützung, um ihre Souveränität zu
wahren.

Der Arbeitskreis Marijampole möchte den Menschen in Marijampole die Solidarität der Bergisch Gladbacherinnen und Bergisch Gladbacher zeigen. Der Ausbau der Begegnungen in den nächsten Jahren wird die Städtepartnerschaft stärken.

Der Arbeitskreis Marijampole sucht engagierte Menschen, die am Aufbau der
gegenseitigen Begegnungen mitwirken möchten. Anfragen nimmt Ulrich Gürster gerne entgegen unter der Rufnummer 0179 458 24 44 oder per E-Mail: ulrich.guerster@rat.stadt-gl.de

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Ich empfehle:
    https://www.willi-fritzen-bensberg.de/41464.html

    “Mit dem Fall des “Eisenen Vorhanges” (der früheren Grenze zu den östlichen Nachbarn) seit Beginn der 1980er Jahren gibt es seither neue Partnerschaften in Richtung Osten mit Marijampole in Litauen nach Pszczyna in Polen und nicht zu vergessen die Fahrten des Hilfskomitees nach Litauen und Weißrußland durch die beiden Kirchengemeinden St. Nikolaus Bensberg und St. Josef Moitzfeld, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Sach- und Geldspenden nach Radun, Grodno und Marijampole gebracht haben.”

    “Positiv entwickelt hat sich dagegen die Zusammenarbeit zwischen den Schülern des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Bensberg und dem Gymnasium aus der litauischen Partnerstadt Marijampole”

    Hierzu ein herzlicher Dank an Herrn Peters und sein damaliges Engagement.

  2. Ein durch seine Lücken sehr interessanter Beitrag zur Städtepartnerschaft mit Marijampole.
    Seit…wann? Wer, warum? Und wie “ging das los” in den frühen 1990er Jahren? Aber …für den Primat der “aktuellen” Politik läßt man wohl gerne Wahrheiten unter den Parteitisch fallen. Oder?