Seit sechs Wochen ist die Fußball- und Basketballanlage an der GGS Hebborn fertig. Die Eröffnung des sogenannte Multicourts musste jetzt jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben werden – weil bei einer Überprüfung der Statik Probleme auftraten.

Die für Anfang Juli angekündigte Eröffnung des sogenannten Multicourts an der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) in Hebborn ist ausgefallen, ein Ersatztermin nicht absehbar. Der hoch eingezäunte, 350.000 Euro teure Platz bleibt für die Schule und für die Kinder in der Nachbarschaft verschlossen.

Der Grund dafür liegt im Untergrund. Bei einer Prüfung durch einen Statiker ist – offenbar erst nach Fertigstellung – festgestellt worden, dass die vom Hersteller genutzte Bauweise nicht den Vorschriften genügt. „Abweichungen zwischen der Systemstatik des Herstellers und der baulichen Umsetzung“ müssen geprüft werden, bestätigt die Stadtverwaltung auf Anfrage des Bürgerportals.

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Konkret geht es um die Frage, ob die Aufbauten (Zäune, Tore, Basketballkörbe) ausreichend verankert sind.

Wann es weitergeht? Alles offen. Ein Fachmann bewerte die Situation und prüfe, „ob und gegebenenfalls welche Maßnahmen erforderlich sind“, so die Stadt. Ein Termin für die Inbetriebnahme könne nicht genannt worden.

Für die entstehenden Kosten – im schlimmsten Fall muss der Belag entfernt und das Fundament der Aufbauten erneuert werden – müsse die beauftragte Baufirma aufkommen.

Für den Bau der Sofortschule ab Anfang 2023 hatten die Schulgemeinschaft und die Anwohnerschaft auf den beliebten Bolzplatz und Theaterwiese verzichtet. Als Ersatz war auf dem verbliebenen Platz zwischen Neubau und angrenzenden Grundstücken der Multicourt in den Hang gebaut worden. Dabei handelt es sich um einen kleinen Fußballplatz und eine Basketball-Wurfanlage, die mit hohen Metallzäunen eingefasst sind.

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Unter Zeitdruck waren die Grundschulen in Hebborn und Refrath vor drei Jahren erweitert worden, um allen Kindern Platz bieten zu können. Dabei waren Kompromisse in Kauf genommen und auf eine Lüftungsanlage verzichtet worden. Ein Fehler, wie sich schnell zeigte – doch der Versuch einer Lösung ist gescheitert, die Gebäude sind in der Hitze nicht nutzbar. Der Bolzplatz in Hebborn ist durch einen Multicourt ersetzt worden – aber auch dort stellen sich Fragen.

Der Multicourt soll während der Schulzeit durch die GGS und OGS Hebborn genutzt werden, in der Regel bis 16 Uhr. Außerhalb dieser Zeit sei der Multicourt für die Öffentlichkeit zugänglich, hatte die Stadt zuvor erläutert.

Die Schule regelt die Nutzung durch Aufschließen der Türen selbst; einer der Eingänge führt auf das Schulgelände, der andere ist von außen zugänglich. Betreiber der Bolzplätze der Stadt und damit auch des Multicourts sei die Abteilung StadtGrün. Der Schul-Hausmeister übernehme jedoch die Reinigung morgens und nach dem Wochenende.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Vor Jahren las ich mal die Stadt hätte einen Baustellen-Manager eingestellt (?). Irgendwie scheint es eine Systematik zu geben, wenn die Baustellen fertig sind fällt irgendjemanden auf, das was in der Bauphase (offenbar) falsch gelaufen ist.

    Wo ist da eine zeitnahe Überwachung der dafür Verantwortlichen. NCG / Verkleidung Fehler nach Fertigstellung Abbau/neu, Fußgängerzonen in Bergisch Gladbach und Bensberg ähnlich. In Bensberg „moniert“ die halbe Anwohnerschaft während des Pflaster-Verlegevorgangs die Mängel, während die Verantwortlichen der Stadt entgegnen, das diese Mängel von der Baufirma nach Fertigstellung behoben werden.

    Viel Geld für Pfusch, viel Geld für Korrekturen (oder die ausführende Firma ist pleite). Drohende Haushaltsicherung….., es könnte auch Zusammenhänge geben.

  2. Was für ein bodenloser Vorgang. Mal ganz im Sinne des Wortes…. Pfusch am Bau bei einem Bauwerk für Kinder. Möge diese tolle Firma den höchstmöglichen Beitrag nachzahlen. Sowas ärgert mich einfach nur.