Theresia Meinhardt ist Co-Fraktionschefin der Grünen. Foto: Thomas Merkenich

Nach neun Jahre Debatte ist für die Fraktion der Grünen im Stadtrat jetzt klar: Die letzten umstrittenen Weißflächen im Flächennutzungsplan bleiben grün. Zentrale Freiflächen wie das Kölner Fenster, die Hebborner Drachenwiese, Lubusch am Sträßchen Siefen, Unterbusch und der Neuborner Busch werden nicht bebaut.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Fraktion der Grünen

Mit der Einleitung der letzten Verfahrensschritte zur Teil-Neuaufstellung des Flächennutzungsplans endet ein Planungsverfahren, das Bergisch Gladbach fast zehn Jahre beschäftigt hat. Für die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN steht dabei vor allem eines fest: Der hartnäckige Einsatz für den Erhalt wichtiger Grünflächen hat sich gelohnt.

„Mit der nun vorgelegten Teil-Neuaufstellung wird endgültig deutlich, dass zentrale Freiflächen wie das Kölner Fenster, die Hebborner Drachenwiese, Lubusch am Sträßchen Siefen, Unterbusch und der Neuborner Busch nicht bebaut werden. Diese Wiesen bleiben erhalten – für Natur, Klima und die Menschen in unserer Stadt“, erklärt Theresia Meinhardt, Co-Fraktionsvorsitzende der Fraktion.

Die sogenannten „Weißflächen“ waren 2019 von der Bezirksregierung nicht genehmigt worden, weil Teile der damaligen Planungen nicht mit den Zielen der Raumordnung oder den Anforderungen des Naturschutzes vereinbar waren. In den vergangenen Jahren wurden die Planungen grundlegend überarbeitet. Gleichzeitig hat der Stadtrat 2021 beschlossen, mehrere umstrittene Wohn- und Gewerbeflächen nicht weiterzuverfolgen. Der inzwischen rechtskräftige Regionalplan bestätigt diesen Kurs.

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„Dass diese Flächen nun dauerhaft von einer Bebauung freigehalten werden, ist ein großer Erfolg für den Freiraum- und Naturschutz in Bergisch Gladbach“, betont Meinhardt. „Gerade angesichts des Klimawandels sind zusammenhängende Grünflächen unverzichtbar. Sie kühlen unsere Stadt, speichern Wasser, bieten Lebensräume für Tiere und Pflanzen und dienen den Menschen als wohnortnahe Erholungsräume.“

Für die Grünen zeigt das Verfahren zugleich, dass eine nachhaltige Stadtentwicklung nur innerhalb der vorhandenen Siedlungsbereiche gelingen kann. „Die Antwort auf den Wohnraummangel kann nicht darin bestehen, immer neue Wiesen zu bebauen. Wir müssen Flächen im Innenbereich besser nutzen, Brachflächen entwickeln und bestehende Quartiere klug weiterentwickeln – so wie es mit dem neuen Zanders-Quartier gelingen wird.“

Die Fraktion begrüßt ausdrücklich, dass nun die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beginnt. „Nach einem so langen Verfahren ist Transparenz besonders wichtig. Bürgerinnen und Bürger erhalten jetzt noch einmal die Möglichkeit, sich mit den Planungen auseinanderzusetzen und ihre Anregungen einzubringen.“

Für die Grünen markiert die Teil-Neuaufstellung einen wichtigen Meilenstein. „Die aktuelle Hitzewelle zeigt uns eindrucksvoll, wie wertvoll jede einzelne Grünfläche ist. Wiesen und Freiräume sind keine Reserveflächen für eine spätere Bebauung, sondern Teil unserer Klimaanpassung. Sie sorgen für kühlere Luft, speichern Regenwasser und erhöhen die Lebensqualität in unserer Stadt. Dass das Kölner Fenster, die Drachenwiese, Lubusch und Unterbusch nun dauerhaft erhalten bleiben, ist deshalb nicht nur eine Entscheidung für den Naturschutz – sondern auch für eine lebenswerte und klimaresiliente Zukunft Bergisch Gladbachs.“

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  1. das ist eine richtig schöne gute Meldung:
    Freiflächen bleiben grün,
    klasse!
    Erholung – Blick Weite Luft

    und dies schreib ich als Wohnungssuche sehr gerne