Jury und Preisträger: Volker Suermann, Geschäftsführer der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW), Christiane Bechem, Regionalvorständin der Kreissparkasse Köln, Direktion Rhein-Berg, Udo Fielenbach, Landrat Arne von Boetticher (Rheinisch-Bergischer Kreis), Alexander Felsch Leiter der Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg der Industrie- und Handelskammer zu Köln, Marcus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land. Foto: RBW/Guido Broich

Udo Fielenbach hat die joke Technology GmbH vom Handelsunternehmen zum international gefragten Produktentwickler ausgebaut. Für seine Innovationskraft, sein regionales Engagement und sein unternehmerisches Handeln ist er jetzt mit dem Rheinisch-Bergischen Unternehmerpreis ausgezeichnet worden.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (RBW)

Udo Fielenbach, Inhaber der joke Technology GmbH in Bergisch Gladbach, hat den Rheinisch-Bergischen Unternehmerpreis erhalten. Verliehen wurde der Preis in Form eines Kunstwerkes und einer Urkunde im Kardinal Schulte Haus vor rund 140 Gästen.

Der Rheinisch-Bergische Kreis, die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW), die Kreissparkasse Köln, die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land und die IHK Köln, Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg, haben den Preisträger ausgewählt.

Zur Sache: Der Rheinisch-Bergische Unternehmerpreis

Der Rheinisch-Bergische Kreis, die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW), die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, die IHK Köln, Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg sowie die Kreisparkasse Köln – Direktion Rhein-Berg vergeben alle zwei Jahre den Rheinisch-Bergischen Unternehmerpreis.

Fabian Rentsch, DEUTA Group Bergisch Gladbach, Horst Becker, ISOTEC GmbH Kürten, Maryo Fietz, Fietz GmbH Burscheid, Monika Gieraths-Heller und Gabriele Gieraths, Gebr. Gieraths GmbH Bergisch Gladbach sowie Familie Hamacher, Hamacher Holzbau Overath haben die Preise in den Jahren 2015, 2017, 2019, 2022 und 2024 erhalten.

Zur Sache: Die Leitidee

Die Leitidee: Unternehmen leisten wertvolle Beiträge zu gesellschaftlich notwendigen Innovationen in den Bereichen Arbeitsplatz, Markt, Gemeinwesen und Umwelt. In vielen Unternehmen ist bürgerschaftliches, soziales und gesellschaftliches Engagement ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Diese Modelle gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen sind Anregung und Ansporn für weitere Unternehmen.

Darum ehrt der Rheinisch-Bergische Unternehmerpreis Personen, die mit Mut und Hingabe unternehmerische Werte schaffen und sich Verdienste für den Wirtschaftsstandort Rheinisch-Bergischer Kreis erworben haben. Ziel ist es, Vorbilder für Unternehmertum auszuzeichnen und die öffentliche Wahrnehmung des gesellschaftlichen Beitrags von Unternehmerinnen und Unternehmern zu fördern.

Zur Sache: Die Kriterien

Die Kriterien:

  • Wirtschaftlicher Erfolg in Verbindung mit der Wahrnehmung regionaler Verantwortung, die sich durch Weitsichtigkeit in Bezug auf Umwelt, Mitarbeiterentwicklung und zukunftsgerechte Produkte zeigt.
  • Umsetzung von Innovationen mit der Bewahrung von Traditionen, der Schaffung von Arbeitsplätzen und fairen Arbeitsbedingungen.
  • Besonderes Engagement für die Aus- und Weiterbildung, denn sorgfältig ausgebildete Mitarbeitende sind entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft unserer Region.
  • Familienfreundlichkeit, beispielgebendes soziales Engagement und regionale Aktivitäten, wie Wahrnehmung von Ehrenämtern, Sponsoring.
  • Nicht zuletzt spielen das Alter, die Größe und die Form des Unternehmens eine Rolle. Mittelständische inhaber- oder familiengeführte Traditionsunternehmen finden dabei eine besondere Berücksichtigung, denn sie haben eine besondere Identifikation mit ihrem Standort.

„Udo Fielenbach ist innovativ, engagiert, immer ansprechbar für Kommune und Kreis. Er setzt sich ein, ohne lange zu fackeln. Und genauso führt er auch sein Unternehmen. Er geht voran, gibt aber anderen ihre Chancen. Darum bin ich überzeugt, dass wir mit ihm den richtigen Kandidaten für den Rheinisch-Bergischen Unternehmerpreis gefunden haben“, kommentierte Landrat Arne von Boetticher, der Schirmherr der Verleihung ist.

Einstieg vor 16 Jahren

Im Jahre 2010 übernahm Udo Fielenbach die damals angeschlagene joke Technology GmbH. 43 Mitarbeitende behielten ihren Arbeitsplatz. 16 Jahre später gibt es 150 Mitarbeitende in zwei Firmen. Die joke mechanix GmbH kam dazu. Er machte das ehemalige Handelsunternehmen zum innovativen Produktentwickler, das heute namhafte Kunden aus aller Welt hat.

Dass dazu die Autobauer der Formel 1 gehören, liegt wohl auch am Faible für Geschwindigkeit der Familie Fielenbach. Aber auch Forschungseinrichtungen wie die Fraunhofer-Institute, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Meta-Konzern gehören zur exklusiven Liste für Produkte „Made in Rhein-Berg“.

Die Jury hat Udo Fielenbach ausgewählt, um seine Fähigkeit zur Innovation, seinen Einsatz für den Standort, sein Engagement für die Ausbildung, kurz sein vorbildliches unternehmerisches Handeln zu würdigen. Udo Fielenbach blickt immer in die Zukunft. Darum hat er auch bereits seine Nachfolge mit seinen drei Söhnen eingeleitet.

Im Detail: Die Person, das Unternehmen

Nach dem Verkauf seiner vorherigen Firma M-Plan in Köln, kaufte Udo Fielenbach im Jahre 2010 die damals angeschlagene Firma joke, die bereits 70 Jahre alt war. 43 Mitarbeitende behielten ihren Arbeitsplatz. Heute beschäftigen die Schwester-Firmen joke Technology GmbH und joke mechanix GmbH rund 150 Mitarbeitende.

Er machte aus dem Handelsunternehmen einen Produktentwickler. Joke Technology ist heute europaweit Marktführer für Produkte zur manuellen Oberflächenfeinbearbeitung. Dies umfasst unter anderem Werkzeuge zum Entgraten, Schleifen, Polieren u.ä.

Dieses unternehmerische Engagement und insbesondere die damit verbundenen Innovationen erfüllen die Kriterien des Rheinisch-Bergischen Unternehmerpreises.

„Marktführer in Europa“

Wir zitieren dazu die Beschreibung des Unternehmens:

„Die joke Technology ist ein renommiertes, mittelständisches Unternehmen, das seit über 85 Jahren erfolgreich als technischer Anbieter im Bereich der Oberflächen-Feinbearbeitung tätig ist. In diesem Segment sind wir Marktführer in Europa.

Wir zeichnen uns besonders durch technische Kompetenz, einen hohen Qualitätsanspruch und ein Systemangebot von Spezialgeräten, Werkzeugen und Verbrauchsmaterialien in der Oberflächen-Feinbearbeitung aus. Als Hersteller und Händler bedienen wir jährlich 10.000 verschiedene Kunden mit der Lieferung unserer vielfältigen Produkte.

Wir sind ein innovatives Unternehmen, das sich durch kontinuierliche Neuentwicklungen auszeichnet. Unser engagiertes Team arbeitet an zukunftsweisenden Technologien, die Branchenstandards setzen u.a. im 3D-Druck und der Automation.“

Innovationspreis für die ENESKApostpro

Für die Entwicklung der Arbeitsstation ENESKApostpro wurde das Unternehmen im Jahre 2021 von der Metropolregion Rheinland mit dem Innovationspreis „Rheinland GENIAL“ ausgezeichnet: Die joke Technology hat sich bereits früh mit der „Additiven Fertigung“, besser bekannt als 3D-Druck und dessen Nachbearbeitung beschäftigt. Schnell hat man erkannt, dass sich hierbei für Anwender gesundheitskritische Lücken ergaben, die es zu schließen galt. Da die gedruckten Teile nie verwendungsfertig aus den Druckern kommen, sind manuelle Nacharbeiten nötig. Je nach Verfahren, Material und Anforderung an das Bauteil können diese sehr vielfältig sein.

Zudem entstehen bei dieser Nacharbeit Pulver und Stäube, die oft extrem gesundheitsgefährdend oder sogar explosiv sind. Gefahren reichen somit von Atemwegsund Krebserkrankungen bis zu Explosion.

joke hat aus diesem Grund eine Arbeitsstation entwickelt, mit dem Ziel, den Anwender vor den schädlichen Bearbeitungsaspekten zu schützen, und ihm zudem die Möglichkeit zu geben, sämtliche manuellen Nachbearbeitungen in einer einzigen Anlage durchzuführen. Während der Bearbeitung ist die Station komplett verriegelt und wird permanent abgesaugt. Vor dem Entriegeln stellt ein spezieller Abreinigungsprozess sicher, dass kritische Stoffe komplett abgesaugt wurden.

joke hat hiermit nicht nur ein Gerät entwickelt, dass die additive Fertigung an sich beflügelt hat, indem es die dringend nötigen manuellen Nacharbeiten vereinfacht, sondern auch eine Anlage erschaffen, die die Gesundheit der Anwender vor direkten aber auch Langzeitrisiken effektiv schützt.

Dieser ganzheitliche Ansatz aus Innovation und Arbeitsschutz, der sich immer wieder im Unternehmen findet, war ein Grund für die Jury, die Auszeichnung zu verleihen. Die Kundenliste dazu bestätigt die Anerkennung: Die Fraunhofer-Institute, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die Autobauer Mercedes, BMW und Ford, die Formel 1 und sogar Meta nutzen dieses Produkt aus Bergisch Gladbach.

Engagement für die Region

Für die Jury fiel unter anderem die Einstellung von Udo Fielenbach ins Gewicht. Er sagt: „Meiner Familie und mir geht es gut, da kann ich gerne etwas zurückgeben“. Spenden an die Tafeln der Region, an diverse Sportvereine, Laptops an Schulen und weiteres mehr sind das Ergebnis.

Selbstverständlich bietet das Unternehmen Schülerpraktika und Berufsfelderkundungstage an. Einmal im Jahr werden 2-3 Klassen der Realschule in Herkenrath zu Betriebsführungen eingeladen. Joke hat ein eigenes Fortbildungszentrum – das jokeneeum –, in dem Schulungen für Kunden und Mitarbeitende stattfinden.

Ausbildung und Weiterbildung

joke bildet fort und bildet aus:

In 2026 sind bei joke sechs Auszubildende als „Industriekaufleute“ und „Fachinformatiker Systemintegration“ tätig. Seit 2016 waren insgesamt 21 Auszubildende bei joke beschäftigt, wovon 20 einen erfolgreichen Abschluss absolviert haben. Folgende Berufsfelder werden angeboten:

  • Industriekaufleute
  • Fachinformatiker: Systemintegration
  • Fachinformatiker: Anwendungsentwicklung
  • Kaufleute E-Commerce
  • Industriemechaniker
  • Fachkraft für Lagerlogistik

Darüber hinaus wurden seit 2017 insgesamt sechs Umschüler ausgebildet. Aktuell beschäftigt joke einen Umschüler.

In den letzten sechs Jahren haben acht Praktikanten eine betriebliche Lehrphase durchgeführt. Abschließend bleibt zu erwähnen, dass der größte Teil der Auszubildenden übernommen wurde. Einige Praktikanten und Auszubildende sind bis heute bei joke beschäftigt.

Ein Feuerwehrhaus für die Stadt

Auch für die Stadt Bergisch Gladbach wurde Udo Fielenbach aktiv: Bei der Übernahme der joke Gruppe Anfang 2010 hatte die Feuerwehr einen Teil einer Halle auf dem Firmengelände gemietet. Im Jahre 2018 musste das Mietverhältnis wegen Eigenbedarf gekündigt werden. Hieraus entstand bei der Stadt eine Notsituation und die Idee wurde geboren, ein Feuerwehrhaus nach Wünschen der Stadt Bergisch Gladbach zu bauen.

Dies wurde vertraglich im Jahr 2018 geregelt. Die Übergabe des neuen Feuerwehrhauses geschah im Jahr 2020, versehen mit einem langjährigen (30jährigen) Mietvertrag.

Wertschätzendes Miteinander

Im Unternehmen wird ein wertschätzendes Miteinander gepflegt.

Auf dem Arbeitgeberprofil der Fachkräftekampagne des Rheinisch-Bergischen Kreises „Kluge Köpfe arbeiten hier“ steht geschrieben: „Wir suchen nach Bewerbern, die mitdenken, eigene Ideen einbringen und aktiv an der Teamdynamik teilnehmen. Eine offene Kommunikation und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sind ebenfalls entscheidend.“

Außerdem ist es Udo Fielenbach gelungen, seine drei Söhne für das Unternehmen zu begeistern. Alle drei sind bereits im Betrieb mit verschiedenen Aufgaben tätig. Die Nachfolge ist geregelt, ein wichtiger Punkt für den Wirtschaftsstandort Rheinisch-Bergischer Kreis.

36.000 Schutzkittel pro Tag

Exkurs in die Corona-Jahre: Es gab damals die Aufrufe, auch vom Kreis, Unterstützung zu leisten bei der Material-Beschaffung. Über die RBW kam dieses Hilfegesuch auch bei Udo Fielenbach an. Die Kreisparkasse hat sich ebenfalls dafür eingesetzt.

Ganz nach seiner Devise „das können wir“ hat Udo Fielenbach kurzerhand über die Ostertage 2020 Maschinen umrüsten lassen, um Einweg-Schutzkittel zu produzieren, die von der Feuerwehr, dem Rettungsdienst, von Krankenhäusern, Pflegeheimen und in der Lebensmittelherstellung täglich eingesetzt wurden. 36.000 Kittel pro Tag mit einer ganz neu aufgestellten Logistik dazu. Und ein Millionen-Invest.

Innovation, Weitblick, Engagement, Mitarbeiterführung und Ausbildung sind die Stichworte, die diese Auszeichnung prägen.

Udo Fielenbach war es auch, der im Jahre 2020 zu Beginn der Corona-Pandemie dem Aufruf des Kreises folgte, seine Maschinen umrüstete, um täglich 36.000 Einweg-Schutzkittel zu produzieren, die von der Feuerwehr, dem Rettungsdienst, von Krankenhäusern, Pflegeheimen und in der Lebensmittelherstellung täglich eingesetzt wurden.

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Joke spendet Schutzkittel für Kinderhospize

Die Joke Folienschweißtechnik aus Herkenrath hat 1.500 Einweg-Schutzkittel aus eigener Produktion an den Deutschen Kinderhospizverein gespendet. Die Schutzkittel sorgen für die erforderliche Hygiene bei den Hospiz-Mitarbeitern während den Besuchen der Kinder zuhause.

In seinem Unternehmen pflegt Udo Fielenbach ein wertschätzendes Miteinander. Bereits im Jahre 2010 hat ihn das Fachwissen der Mitarbeitenden überzeugt. Das fordert und fördert er. Auf dem Arbeitgeberprofil der Fachkräftekampagne des Rheinisch-Bergischen Kreises „Kluge Köpfe arbeiten hier“ sucht das Unternehmen „nach Bewerbern, die mitdenken, eigene Ideen einbringen und aktiv an der Teamdynamik teilnehmen. Entscheidend sind eine offene Kommunikation und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.“

Preisträger Udo Fielenbach im Kreis seiner Familie. Foto: RBW / Guido Broich

Höhen und Tiefen

Die Laudatio zum Preis sprach Alexander Fielenbach, Sohn des Geehrten. Er skizzierte den beruflichen Werdegang des Vaters und beschrieb sowohl Höhen als auch Tiefen auf diesem Weg. Untermalt von Fotos gab er den Gästen Einblicke in außergewöhnliche Hobbies wie Gleitschirmfliegen und Motorsport.

Mit sehr persönlichen Worten beschrieb er den Vater, seine Persönlichkeit nicht nur als Unternehmer und seinen Einfluss auf die Söhne, für die er insbesondere in seinem Umgang mit den Menschen ein Vorbild ist.

Als Vertreterin der Jury und stellvertretend für alle Partner, die den Rheinisch-Bergischen Unternehmerpreis verleihen, erklärte Christiane Bechem, Regionalvorständin Rhein-Berg der Kreissparkasse Köln: „Mit dem Rheinisch-Bergischen Unternehmerpreis würdigen wir Unternehmerinnen und Unternehmer, die unsere Region in besonderem Maße prägen. Sie stärken die Wirtschaft, übernehmen Verantwortung für ihre Mitarbeitenden und die Gesellschaft und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Rheinisch-Bergischen Kreises. Alle Partner unterstützen diese Auszeichnung mit Überzeugung, um herausragendes unternehmerisches Wirken sichtbar zu machen.

Mit Udo Fielenbach zeichnen wir in diesem Jahr einen Unternehmer aus, der wirtschaftlichen Erfolg mit Innovationskraft und regionaler Verantwortung verbindet. Er führt das Familienunternehmen joke Technology seit 2010 mit Weitsicht und einer klaren Zukunftsvision. Wir freuen uns sehr, ihn als würdigen Träger des Rheinisch-Bergischen Unternehmerpreises ehren zu dürfen.“

„Kreise öffnen“

Der Preisträger erhielt neben einer Urkunde ein Werk der Künstlerin Claudia Betzin aus Bergisch Gladbach. Es ist eine Collage aus der Serie „Kreise öffnen“, mit der sie im Jahre 2025 am gleichnamigen Projekt anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Rheinisch-Bergischen Kreises teilgenommen hat.

Die Arbeit ist ein Holzschnitt. Sie wurde mehrfach mit transparenter Öldruckfarbe auf einem Landkartenausschnitt des Rheinisch-Bergischen Kreises gedruckt. Die sichtbaren Lineamente, die ins Holz geschnitten wurden, hat Claudia Betzin auf Wanderungen im Rheinisch-Bergischen Kreis gefunden, so zum Beispiel Risse im Asphalt und auf Gehwegen.

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Der fertige Druck wurde an den Grenzen des Kreises entlang auseinandergeschnitten und versetzt auf einem Unterdruck montiert. Sie sagt dazu. „Bei dieser Arbeit kommt man auch schnell auf die Assoziation, dass man eine Silhouette einer Person, zum Beispiel eines Wanderers erkennen könnte. Das finde ich zusätzlich sehr passend für den Unternehmerpreis“, so die Künstlerin.

Bedienungsanleitung für Demotivation

In seiner Keynote erklärte der Kommunikationstrainer und Karnevalist Jörg Runge, dass „Unglück auch harte Arbeit ist“ und gab „eine Bedienungsanleitung für Demotivation“. Dieser Perspektivenwechsel nahm mit Humor, überraschenden Perspektiven und wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen das Publikum mit auf eine ebenso unterhaltsame wie inspirierende Reise.

Runge zeigte auf, warum Motivation selten grundlos verloren geht, sondern Schritt für Schritt durch falsche Kommunikation, Gewohnheiten und schlechte Unternehmenskultur ausgebremst wird und wie oft schon kleine Veränderungen eine große Wirkung entfalten.

Der Rheinisch-Bergische Unternehmerpreis wird alle zwei Jahre an verdiente Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Kreis verliehen.

Weitere Infos zur joke Technology GmbH finden Sie unter www.joke-technology.com.

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