Liebe Leserinnen und Leser, liebe Eltern und Großeltern,

ich schreibe hier immer von meinem einen, inzwischen vierjährigen Kind. Eigentlich habe ich drei Kinder, zwei davon sind so genannte Sternenkinder: Ich habe sie verloren, bevor sie zur Welt kommen konnten. Das Thema dieses Newsletters ist also sehr persönlich für mich – und vermutlich auch für viele von euch.

Wenn dich das belastet, überspring den Rest meines Editorials und den Schwerpunkt. Ab „Mehr Infos für Eltern“ kannst du gerne weiterlesen.

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Über das Thema zu schreiben, fällt mir nicht ganz leicht. Ich finde es aber wichtig, denn dass es so tabuisiert ist, macht es für Betroffene noch viel schlimmer, als es sowieso schon ist. Weil sie nicht richtig informiert sind, weil Ärzt:innen und Bekannte nicht wissen, wie sie (gut) reagieren können.

Ich wusste damals nicht, dass „Fehlgeburt“ auch bedeuten kann, dass beim Ultraschall in der zwölften Woche kein Herzschlag gefunden wird. Ich wusste nur durch Zufall, dass mir die Begleitung einer Hebamme zustand. Ich wusste nicht, dass eine Ausschabung längst nicht mehr das Mittel der Wahl ist – und physisch wie psychisch äußerst belastend sein kann.

Bei meiner zweiten „kleinen Geburt“, wie ich es inzwischen lieber nenne, habe ich mich selbst schlau gemacht, alles gelesen, was ich online finden konnte (viel war das nicht) und mit einem Klinikum in der Schweiz telefoniert, um an Informationen zu alternativen Wegen zu kommen.

Beide Male begegnete ich in meinem Umfeld großer Sprachlosigkeit, sah in betretene Gesichter, wenn ich von meiner Erfahrung erzählte. Oft wurde das Thema einfach „totgeschwiegen“, als wäre es nie passiert. Ich verstehe das, der Umgang mit dem Tod ist schwierig. Für mich war es dennoch extrem schmerzhaft.

Ich wünsche mir, dass sich das ändert. Dass Sternenkinder kein Tabuthema mehr sind, dass verwaiste Eltern besser vorbereitet sind und unterstützt werden. Vielleicht trägt dieser Newsletter hier vor Ort ein bisschen dazu bei.


Schwerpunkt: Sternenkinder

Mit einem Kind stirbt so viel Zukunft

Bettina Schleppe von der Schwangerschaftsberatungsstelle „esperanza“ begleitet Frauen und Paare, die ein Kind verloren haben. Ich habe mit ihr darüber gesprochen, warum das Thema immer noch so tabuisiert ist, was die Sprachlosigkeit für Betroffene (wie mich) bedeutet und wie man es schafft, mit der Trauer umzugehen, die auch nach einem sehr frühen Verlust dazugehört. Hier kommt Ihr zum Beitrag.

Rückbildung für verwaiste Mütter

Wenn eine Frau in der Schwangerschaft ihr Baby verliert, hat sie einen Anspruch auf Rückbildungsgymnastik. Ein regulärer Kurs ist für sie allerdings kaum zumutbar. In Bensberg gibt es eines der wenigen Angebote für Frauen nach Fehlgeburt oder stiller Geburt. Hebamme Ria Lahme erzählt, wie der Kurs abläuft und was er für die Teilnehmerinnen bedeutet.


Mehr Infos für Eltern

Welche Themen liegen euch am Herzen? Worüber würdet ihr hier gerne etwas lesen? Schreibt uns an redaktion@in-gl.de


Einladung: Eltern-Workshop „Rabenmütter“

Eine neue Chance für euch: Der Termin im September musste krankheitsbedingt ausfallen, nun findet der nächste kostenlose Workshop mit Empowerment-Trainerin Baljit Sunda am 11.10. statt. Es geht um „Rabenmütter“ – oder anders gesagt um Mutterideale und wie man sich davon freimachen und zu seiner eigenen Mutterrolle finden kann.

Ideale aus Uralt-Zeiten (Heilige Maria) stehen neben neuen Idealen (bitte alles vereinbaren und dabei hübsch aussehen). Besonders stark ist bei uns immer noch das Bild der aufopfernden Mutter, die die Bedürfnisse der anderen Familienmitglieder über ihre stellt.

Kein Wunder, dass viele Mütter am Rande eines Burnouts stehen oder zumindest alles andere als im Gleichgewicht sind. Lasst uns darüber reden! Lasst uns uns stärken. Damit wir wieder zu uns finden, als Menschen, als Frauen, als Mütter. Ganz gemütlich bei Snacks und Getränken, und mit der tollen Unterstützung und Leitung von Empowerment-Trainerin Baljit Sunda.

Die Anzahl der Plätze ist auf 15 limitiert – meldet euch hier an. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind willkommen.

Eltern-Workshop „Rabenmütter?“, Freitag, 11. Oktober, 19 bis 20.30 Uhr, in der Redaktion des Bürgerportals, Hauptstraße 257, Innenstadt.


Eine Bitte des Herausgebers

Diese Ausgabe belegt mal wieder die unglaublich hohe Qualität von „GL Familie“: Laura Geyer greift wichtige Themen auf, packt die Probleme an, liefert konstruktive Hilfestellungen und Anlaufpunkte. Verpackt in Geschichten und Gespräche, die sehr gut zu lesen sind.

Laura und unser ganzes (ziemlich kleines) Team betreiben dafür einen hohen Aufwand – und dennoch bieten wir alle Infos und Geschichten kostenlos an. Weil es uns wichtig ist, dass möglichst viele Menschen gut informiert sind, ohne von Bezahlschranken abgeschreckt zu werden.

Doch müssen auch wir Geld verdienen und unsere Familien ernähren. Daher habe ich drei Vorschläge, wie Sie uns unterstützen können:

  • Empfehlen Sie GL Familie und/oder unseren täglichen Newsletter „Der Tag in GL“ weiter – damit noch mehr Menschen davon profitieren.
  • Zahlen Sie einen kleinen monatlichen Beitrag und werden Sie Mitglied in unserem informellen Freundeskreis, mit einige netten Vorteile wie Einladungen in den JazzGLub oder unseren Fotokalender.
  • Sprechen Sie Unternehmen an, die in diesem Newsletter Werbung schalten könnten.

Wenn Sie noch Fragen haben stehe ich gerne bereit! Ihr Georg Watzlawek (und das Team)


Empfehlung: Miteinander reden lernen

Das Geheimnis zufriedener Paare ist das Gespräch. Wünsche mitteilen, Meinungsverschiedenheiten klären, den Alltag gemeinsam verbringen – nichts geht, ohne miteinander zu reden. Wie Partner miteinander sprechen, beeinflusst maßgeblich ihre Beziehung. Gut miteinander reden ist lernbar!

Das KEK-Gesprächstraining hilft Paaren, sich so auszudrücken, dass beim Gegenüber das ankommt, was man mitteilen will, so zuzuhören, dass man besser versteht, was der Partner, die Partnerin meint, Meinungsverschiedenheiten fair auszutragen und Probleme zu lösen neue Erfahrungen im Gespräch miteinander zu machen.

Der Kurs besteht aus drei zusammenhängenden Terminen:

  • Freitag, 15.11.2024, 17:30 – 21:00 Uhr
  • Samstag, 16.11.2024, 10:00 – 17:30 Uhr
  • Sonntag, 17.11.2024, 09:30 – 13:00 Uhr

Referentinnen: Mathilde Miebach und Vita Oliva, Kosten: 240, 00 Euro pro Paar, Anmeldeschluss: 07.10.2024

Infos und Anmeldung: Kath. Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle, Tel.: 02202/34918, E-Mail: info@efl-bergisch-gladbach.de, Webseite


Sprechstunde: Fett ist nicht gleich Fett

Fette sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Ernährung – vor allem für Kinder. Doch nicht alle Fette sind gleich. In dieser Ausgabe der „Sprechstunde“ gibt Kinderärztin Uta Römer einen Überblick darüber, welche unterschiedlichen Fette es gibt, wie sich die einzelnen Fettsorten unterscheiden, wie man sie richtig verwendet und welche Rolle Fette für die Gesundheit Ihrer Kinder spielen.

Die ganze Kolumne von Uta Römer (und auch die früheren Folgen) findet ihr hier.


Flohmarkt-Termine:

  • Samstag, 5.10., 10-15 Uhr: Kita St. Josef, Pestalozzistraße 2b, Refrath
  • Sonntag, 13.10., 14-17 Uhr: Kita Glückspilz, Reuterstraße 237, Nussbaum
  • Samstag, 2.11., 10-14 Uhr: Kita zum Frieden Gottes, Martin-Luther-Straße 13, Heidkamp


Ferien-Nähkurs für Jugendliche

Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahre, die gerne nähen oder es lernen wollen, sind im dreitägigen Kurs der Katholischen Familienbildungsstätte in den Herbstferien richtig. Vom Kuschelkissen über eine Handyhülle, einen Loop, ein Täschchen bis zu einem einfachen Kleidungsstück wie Rock, T-Shirt oder Mütze ist alles möglich. Sie lernen die Nähmaschine kennen, üben verschiedene Nähte, und dann kann es losgehen.

Eine eigene Nähmaschine kann mitgebracht werden, es sind aber auch genügend Maschinen in der Familienbildungsstätte vorhanden. Der Kurs wird geleitet von Modedesignerin und Maßschneiderin Gabriele Klein und findet statt von Montag, 14.10., bis Mittwoch, 16.10.2024, jeweils von 9.30 bis 12.30 Uhr, Kosten: 36 Euro.

Infos und Anmeldung: Kath. Familienbildungsstätte, Laurentiusstraße 4-12, 51465 Bergisch Gladbach, E-Mail: info@fbs-gladbach.de, Telefon: 02202-936390, Webseite

Sehr viel mehr Angebote für Kinder und Jugendliche findet Ihr in dieser Übersicht.


Alle Termine für Familien

4.10. 12:00 Medienflohmarkt XXL, Stadtbücherei
4.10. 16:00 Das NEINhorn, Barber‘s Puppentheater
5.10. 18:00 Chorkonzert, AMG
5.10. 20:00 Jugend-Theater: Schwarze Schwäne, bib
6.10. 11:00 Sonntagsatelier, Villa Zanders 
6.10. 11:00 Der kleine Rabe Socke, Barber‘s Puppentheater
6.10. 14:00 Familiensonntag, Schulmuseum 
6.10. 14:00 Kinderführung „Kindheit in der Alten Dombach um 1850“,
6.10. 14:00 Handwerker-Vorführung: Schmieden, Bergisches Museum
6.10. 14:00 Handwerker-Vorführung: Die Stellmacherei, Bergisches Museum
6.10. 15:00 Kidical Mass, Dorfplatz Schildgen
6.10. 15:00 Das NEINhorn, Barber‘s Puppentheater
7.10. 16:00 Der kleine Rabe Socke, Barber‘s Puppentheater
8.10. 10:30 Mit Baby ins Museum, Villa Zanders
9.10. 15:00 Bilderbuchkino: „Schlaf gut, kleine Fledermaus Wegda!“,
11.10. 14:00 FreiSpiel, Stadtbücherei
12.10. 14:00 Kunstlabor, Villa Zanders 
12.10 20:00 Jugend-Theater: Schwarze Schwäne, bib

Fehlt noch etwas? Vorschläge bitte an termine@in-gl.de. Alle Veranstaltungstermine in GL (für Erwachsene) gibt es hier.


Das war’s für diese Woche. Wenn ihr auch die nächste Ausgabe bekommen wollt, meldet euch hier an!

Wenn ihr Lob, Kritik oder Hinweise habt, schreibt gerne der redaktion@in-gl.de.

Wenn ihr unsere Arbeit mit einem Beitrag unterstützen wollt, dann schaut euch bitte unseren Freundeskreis und seine Angebote an.

Danke, dass ihr GL Familie lest. Eure Laura Geyer und das Team des Bürgerportals


Wissen, was läuft: Ihr könnt euch das Wichtigste in Bergisch Gladbach jeden Tag frei Haus schicken lassen, als Newsletter: morgens um kurz nach 7 kommt „Der Tag in GL“ mit dem kompakten lokalen Überblick, am Donnerstag um 17 Uhr „GL MAX“ mit den Empfehlungen für das Wochenende. Hier findet ihr alle Newsletter in der Übersicht.

ist freie Reporterin des Bürgerportals. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg. Nach einem Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro glücklich zurück in Schildgen.