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Ein Kommentar zu “Zurück aus Ganey Tikva und Beit Jala”

  1. Annelise Butterweck

    Ich gehörte zwar nicht zu der gerade beschriebenen Ganey-Tikva-Delegation, bin aber ganz zum Schluss ohne mein Zutun dahinein “gerutscht”, da Bürgermeister Urbach mich in Tel Aviv auf meinem Wartesitz im Flughafengebäude “entdeckte” und dafür sorgte, dass ich im Auto bis nach Bensberg mitgenommen wurde. Ich konnte ihm gleich meine Freude darüber zum Ausfdruck bringen, dass ich am 6.Mai in Ganey Tikva eine interessante Entdeckung gemacht hatte. Dort hatte ich , zusammen mit meiner Jerusalemer Freundin, mit der ich seit 1967 freundschaftlich und partnerschaftlich verbunden bin, in einer Schule hospitiert und dabei zwei sehr aufgeweckte Schülerinnen kennen gelernt. Diese zeigten uns an Hand ihres Laptops, mit dem sie ganz gekonnt hantierten, wie sie zusammen mit einer arabischen Schulklasse aus Ramle einen sog. Blog erstellt hatten. Darin erklärten sie ihren Partnern, wie sie das Pesachfest feiern, während diese ihnen erzählten, wie bei ihnen Ramadan begangen wird. Sie waren so erfüllt von ihrer Arbeit, dass der Funke sofort auf uns übersprang.Es stellte sich heraus, dass sie eine ähnliche Beziehung auch mit einer Klasse aus der arabischen Stadt Umm El Fahm entwickelt haben. Auch der kurze Besuch in der schräg gegenüber liegenden Schule war sehr lohnend. Dort haben, wahrscheinlich Jugendliche, vielleicht auch Lehrer, ein zweisprachiges Projekt entwickelt, über das ich nur staunen konnte.Es handelt sich um selbst erdachte Tiergeschichten, die auf Hebräisch und Arabisch erzählt werden und auf ganz unaufdringliche Weise pädagogische Probleme behandeln..Ich nehme an, dass diese Geschichten im Kindergarten oder auch im ersten Schuljahr eingesetzt werden.
    Als Kölner ” Frau in Schwarz” habe ich mich im weiter entfernten Jerusalem natürlich an einer Mahnwache der dortigen “naschim b`schachor” beteiligt, aber auch von dem nahe gelegenen Petach Tikva aus mit Hilfe einer Freundin, die zu den Machsomwatch-Frauen gehört, eine Exkursion zu dem ehemaligen Checkpoint Huwara in den besetzten Gebieten gemacht.Meine übrigen Erfahrungen, die sich während eines ganzen Monats ansammelten, werde ich in einem ausführlicheren Bericht festhalten, denn die passen natürlich nicht in einen Kurzkommentar hinein.
    Annelise Butterweck

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