“Aller guten Dinge sind drei” wird sich Gerhard Zorn (46) gedacht haben, als er sich entschied erneut für das Amt des Landrats im Rheinisch-Bergischen Kreis zu kandidieren. Bereits zwei Mal hat sich der Jurist und  Abteilungsleiter beim Landschaftsverband Rheinland vergeblich um dieses Amt beworben.

Dabei fehlt es ihm nicht an politischer Erfahrung: Seit 1992 ist er im Kreistag,  seit 1999 ist er Kreisvorsitzender und Sprecher der Kreistagsfraktion der SPD und er ist Sprecher der SPD-Fraktion in der Verbandsversammlung des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg.

Lernen Sie Zorn und seine Beweggründe, warum er Landrat werden will, in unserer Reihe “26 Fragen an…” kennen.

Los geht’s. Nicht lange nachdenken, nicht weit ausholen – ein, zwei Sätze genügen.

Gerhard Zorn

Wie starten Sie in den Tag?
Mit einem – ggf. kurzen – Frühstück mit meiner Frau, Espresso und einem Blick in die regionale Presse.

Was wollten Sie als Kind werden?
Lokführer, später Pfarrer!

Und was sind Sie geworden?
Jurist – nach einer Tätigkeit als Rechtsanwalt bin ich in die Verwaltung gewechselt. In Beruf und Politik habe ich gelernt, das öffentliche Mittel begrenzt sind und Prioritäten gesetzt werden müssen.

In welches Restaurant/Cafe/Kneipe laden Sie Kollegen am liebsten ein?
Sich hier auf nur ein Angebot festzulegen heißt, viel Gutes zu verpassen. Aber im Waldgasthaus Schwäke fühle ich mich immer wohl, besonders im Biergarten!

Wohin gehen Sie gerne mit der Familie / Freunden?
An den eigenen Esstisch. Ich koche selbst gern und esse gern das, was meine Frau oder wir zusammen gekocht haben.

Die Wahlkampfseite von Gerhard Zorn
Zorn bei Facebook
Alles über Gerhard Zorn im iGL-Bürgerportal
60 % erlangte Zorn bei einer (nicht repräsentativen) Abstimmung im iGL
Warum der Landrat - und seine Wahl - wichtig sind

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Beruflich, wenn ein behinderter Mensch durch unsere Hilfe einen Ausbildungsplatz bekommen hat. Privat, wenn ich nach einem langen Frühstück mit meiner Frau durch die wunderbare Natur des Bergischen Landes wandern kann – gerne mit Freunden, aber ohne Handy und Zeitdruck!

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein?
Kaffee! Kölsch mit Freunden / Wein zum leckeren Essen – auch einfache Gerichte können ein Genuss sein!

Bitte ergänzen Sie: Der Rheinisch-Bergische Kreis ist …
… seit 43 Jahren mein zu Hause. Ich lebe sehr gern hier, bin hier verwurzelt, in der kirchlichen Jugendarbeit groß geworden und in vielen Vereinen Mitglied. Werde ich zum Landrat gewählt, sage ich eines verbindlich zu: Ich bleibe im Amt und für die Menschen im Kreis aktiv.

Was ist der größte Pluspunkt von Rhein-Berg?
Ein Punkt reicht nicht: Der starke und breit aufgestellte Mittelstand und das vielfältige Engagement der Bürgerinnen und Bürger in Vereinen und Organisationen für Kinder, Kultur, Brauchtum und Sport.

Was ist das größte Problem von Rhein-Berg – und was wollen Sie dagegen unternehmen?
Die Verkehrssituation in Bergisch Gladbach, die viele Berufspendler und den Gewerbe- und Industriestandort der Stadt belastet. Wir brauchen die Arbeitsplätze in der Kreisstadt!
Politik muss sich hier klar bekennen! Ich halte es für zwingend, dass durch die geplante Entlastungsstraße eine Lösung geschafft wird – bei möglichst umfassender Berücksichtigung der Interessen der Anwohner und der Situation an der Kölner Straße. Rot/Grün hat im Land den ersten Teilabschnitt als “Vorrangige Planung” eingestuft. Die Umsetzung werde ich aktiv unterstützen und beim zweiten Teilabschnitt weiter bei Land und Bund auf eine Realisierung drängen.

Wenn Sie drei Wünsche für den Rheinisch-Bergischen Kreis frei hätten, würden Sie sich wünschen, dass…
erstens der Standort Zanders mit seinen Arbeitsplätzen erhalten bleibt, wir
zweitens gemeinsam einen Weg finden, bei Bildung, Kindern und Jugend nicht zu kürzen, und dennoch verantwortungsvoll mit den begrenzten Mitteln auskommen und wir
drittens die notwendige Breitbandverbindung für alle Gewerbe- und Wohngebiete schaffen – Landeszuschüsse sind zugesagt, es geht voran.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… gerne noch viele Jahre gesund mit meiner Frau zusammen leben.

Was war Ihre größte Leistung?
Auch gute Leistungen erbringen wir immer im Team. Ich konnte aktiv daran mitwirken, das Busunternehmen KWS (Wupsi) leistungsstark aufzustellen, und dennoch die Kosten sehr deutlich zu senken. Dabei musste ich viele Widerstände – auch in meiner eigenen Partei – überwinden. Heute braucht die KWS den Wettbewerb mit privaten Unternehmen nicht zu scheuen.

Was war Ihre größte Niederlage?
So denke ich nicht! Aus jeder Situation müssen wir etwas lernen und dann wieder ein Stück besser werden!

Was ist Ihre Stärke?
Menschen zusammen bringen, überzeugen und für gemeinsame Aufgaben aktivieren. Zusammen können wir schaffen, was uns allein nicht gelingt!

Was ist Ihre Schwäche?
Ungeduld!

Wie sind Sie als Chef?
Klar in den konkreten Anforderungen, aber mit offenem Ohr und mit der Erfahrung, dass „Bitte“ und „Danke“ motiviert.

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?
Er steht hinter uns!

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Wenn ein wichtiges Projekt allein aus parteitaktischen Spielchen nicht umgesetzt wird.

Wer ist Ihr größtes Vorbild in der Politik?
Von den aktiven Politikern Peer Steinbrück. Er verbindet hohen Sachverstand mit klarer Sprache und ist verlässlich in dem, was er tut!

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Lass dich nicht verbiegen, sondern bleibe dir selbst treu.

Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Nachfolger/Ihren Kindern erteilen?
Den gleichen!

Bonusfrage:
Warum ist das Amt des Landrats wichtig  – und warum reizt Sie diese Aufgabe?
Das Amt des bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten und wichtige Aufgaben. Beispielsweise

  • gute Bildungschancen für alle durch individuelle, passgenaue Angebote für leistungsstarke, unterstützungsbedürftige und natürlich auch behinderte Kinder,
  • ein gutes Klima für die Wirtschaft, z.B. durch eine bessere Infrastruktur,
  • aktiven Gesundheitsschutz und Gesundheitsvorsorge insbesondere für Kinder   durch mehr Vorsorge und eine umfassende Information der Eltern,
  • aktiven Klimaschutz und einen attraktiven ÖPNV.

Ich will gestalten und dabei deutlich stärker als heute Menschen in die konkreten Entscheidungsprozesse einbeziehen. Der ehrliche Dialog mit den Betroffenen muss immer vor einer Entscheidung beginnen!

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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