Viele Fragen in puncto Schulentwicklung sind offen und noch ungeklärt, wenn der Stadtrat diesen Donnerstag zum städtischen Haushalt berät. Hier soll bereits die Schließung eines großen Schulstandortes zur Haushaltssanierung beschlossen werden, obwohl der zuständige Fachausschuss am 13.03. eine erweiterte Prüfung und Vertagung der Angelegenheit bis Juni 2012 beschlossen hatte.

Eine Berücksichtigung des Elterninteresses durch die noch vorgesehene Elternbefragung kann so kurzfristig nicht erfolgen.

Einstimmig und ohne lange Diskussion hatte sich der Schulausschuss zuvor für eine Verschiebung der Standortdebatte ausgesprochen. Mit der offenbar eilig erstellten Verwaltungsvorlage zeigten sich alle Fraktionen unzufrieden. Die Entscheidung über den Umzug des Nicolaus Cusanus Gymnasiums und der Kleefeld-Schulen wurde vorerst gestoppt. Erst im Juni kommt das Thema wieder auf die Tagesordnung des Ausschusses.

Allerdings erscheint diese Diskussion erst sinnvoll, wenn klar ist, wie es mit den weiterführenden Schulen in Bergisch Gladbach überhaupt weitergeht. Strittig ist beispielsweise die Gründung einer zweiten Gesamtschule und die Einführung von vier Sekundarschulen. Bei der Entscheidungsfindung soll eine kurz vor oder nach den Sommerferien geplante Befragung von Grundschuleltern helfen. Vor der Auswertung der Elternwünsche sollte nicht über Standorte entschieden werden.

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Die politische Notbremse ist ein Erfolg des von Schülern, Lehrern und Eltern gemeinsam getragenen Protestes. Alle betroffenen Schulen hatten die Umzugspläne des Bürgermeisters heftig kritisiert. Zu schnell hatte sich die Stadtspitze auf eine Variante (Kleefeld-Schulen zum Ahornweg, Umzug des NCG ins Kleefeld, Aufgabe Standort Reuterstraße) festgelegt und diese mit sinkenden Schülerzahlen und Kosteneinsparungen begründet. Pädagogische und schulpolitische Motive spielten zu keiner Zeit eine erkennbare Rolle.

UPDATE: Nach Versand der 60 Fragen an die Stadtverwaltung
und die Fraktionen trafen weitere zwölf Fragen der Eltern ein,
die finden Sie ganz unten.

Hier forderten zuerst Schulleitungen, Eltern und Schüler und jetzt auch die Politik weitere Überlegungen ein. Insbesondere möchten sie auch wissen, wie Ganztagsbetrieb und Inklusion den Raumbedarf beeinflussen werden. Durch landespolitische Vorgaben im Rahmen des Schulkonsens sind diese Punkte bei der Schulentwicklungsplanung zwingend zu berücksichtigen.

Die Verwaltungsvorlage ließ auch bei Schüler- und Quadratmeterzahlen, Räumen und Kosten vieles im Unklaren. So argumentierten Eltern, dass das NCG gar nicht in das Schulzentrum Kleefeld passt. Sie meldeten Zweifel an den von der Stadt auf 12 Millionen Euro bezifferten Sanierungskosten an und verwiesen auf rund 40 Prozent sanierte NCG-Räume, die dem Abriss übergeben würden.

Lehrer an allen betroffenen Schulen äußerten sich besorgt zu pädagogischen Belangen. „Guter Unterricht braucht (Fach-)Raum“ hieß es bei Demonstrationen und öffentlichen Schulstunden auf dem Konrad-Adenauer-Platz. Eine funktionierende Bildungslandschaft Nord sollte nicht fahrlässig aufgegeben werden.

Frustriert äußerten sich Eltern und Lehrer auch über die eigens von der Verwaltung am 20. März inszenierten Informationsveranstaltung, die zur Farce und einem verbalen Schlagabtausch abglitt. Der Nutzen dieser Veranstaltung darf angezweifelt werden.

Viele Unklarheiten bleiben, wenn der Stadtrat für finanzielle Klarheit sorgen soll. Ein verantwortungsvoller Umgang mit den Sorgen und drängenden Fragen der Bürger sieht anders aus.

Wir appellieren an die Politik, bei den anstehenden Haushaltsberatungen keine überstürzte Entscheidung zu Lasten eines (noch variablen) Schulstandortes zu fällen, bevor nicht alle Fakten geklärt, alle Aspekte hinreichend gewürdigt sind und eine Abstimmung mit allen Beteiligten, einschließlich der in diesem Prozess einzubeziehenden Nachbarstädten und –gemeinden, erfolgt ist.

Keine Entscheidungen auf kurze Sicht! Eine seriöse Schulentwicklung braucht Zeit, denn sie soll auf Zeit angelegt sein. Sie muss langfristig durchdacht sein!

Für die Haushaltsberatungen erwarten wir Überlegungen und letztendlich Entscheidungen, die eine Verbesserung der Finanzsituation auch ohne Schließung von Schulstandorten möglich machen, durch Einsparungen an anderer Stelle und/oder Verbesserung der Einnahmen. Hier kann – aus unserer Sicht – noch vieles auf den Prüfstand.

Martin Gent und Susanne Weber, Schulpflegschaft NCG

Fragen von Eltern des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums zur Schulentwicklung an weiterführenden Schulen in Bergisch Gladbach für die Einwohnerfragestunde in der Ratssitzung am 29.03.2012

(TOP 12, Verwaltungsvorlage 0170/2012, vorgesehene Uhrzeit: 18.00-19.00 Uhr)

Schulentwicklung

1. Die Erhebungen zur Schullandschaft und –weiterentwicklung in Bergisch Gladbach basieren auf einer studentischen Arbeit. Wann wird ein Fachgutachten in Auftrag gegeben?

2. Wird die Diskussion von Stadtspitze und Verwaltung jetzt offen geführt und sachlich geführt?

 Sekundarschule

3. Welche begleitenden Maßnahmen sind zur Einführung der Sekundarschulen in Bergisch Gladbach vorgesehen – wie ist die Verzahnung der verschiedenen Real- und Hauptschulen geplant?

4. Gibt es bereits ein Konzept und eine konkrete Zeitschiene?

Bildungspolitische Forderungen und pädagogische Aspekte:

5. Welches Konzept gibt es zur Umsetzung des Ganztags an den weiterführenden Schulen in Bergisch Gladbach?

6. Bis wann soll der Ganztag an allen weiterführenden Schulen eingeführt sein?

7. Welcher Raumbedarf wird für den Ganztag eingeplant?

8. Gibt es Erhebungen zum Inklusionsbedarf in Bergisch Gladbach?

9. Der Kreistag hat letzte Woche beschlossen, die Inklusion im Kreisgebiet voranzutreiben. Dabei hat sich die CDU dem SPD-Antrag angeschlossen. Wann wird zur Inklusion ein Konzept vorliegen?

10. Der geplante gemeinsame Unterricht an Sekundarschulen erfordert zusätzlichen Raumbedarf für individuelle Förderung und Begleitung. Inwieweit ist dieser Raumbedarf bei den aktuellen Planungen berücksichtigt? Gibt es hierzu konkrete Überlegungen?

11. Wie soll die individuelle Förderung von leistungsstarken und leistungsschwachen Kindern an allen weiterführenden Schulen umgesetzt werden? Gibt es Erhebungen zum erforderlichen Raumbedarf?

Beteiligung Betroffener

12. Wie werden benachbarte Gemeinden und Städte miteinbezogen?

13. Wann erfolgen konkrete Abstimmungsgespräche unter Einbeziehung von Verwaltung und Politik in Odenthal und in den anderen Nachbarstädten/Gemeinden (Kürten, Köln u.a. )?

14. Wie wird mit der Selbstauflösung der Hauptschule Odenthal umgegangen? Wenn in Odenthal keine Sekundarschule eingerichtet wird, ist ein Umzug der Kleefeld-Schulen noch problematischer.

15. Warum erfolgte die nach dem Schulgesetz vorgeschriebene frühzeitige Anhörung aller betroffenen Schulen nicht schon vor der ersten Beratung der Vorlage 0120/2012 im Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport am 13.03.2012?

16. Wie wollen Sie diesen gesetzlichen Verstoß beheben, wann ist die Anhörung der Schulkonferenzen aller betroffenen Schulen von Ihnen geplant?

Stadtentwicklung

17. Wird in den Prognosen der Stadtteile die aktuelle Wohnstruktur und Fertilisation der Bestandsstruktur zugrunde gelegt, wenn ja, in welcher Form, wenn nein, warum nicht?

18. Ist der bereits gestartete Altersstrukturwandel und eine deutliche Verjüngung der Stadtteile Paffrath und Hand berücksichtigt?

19. Welche konkreten Maßnahmen plant die Stadt zur positiven Standortentwicklung in Bezug auf den demografischen Wandel?

20. Wie nutzt die Stadt ihre Möglichkeiten, die sich aus der Nachbarschaft zu den Ballungsräumen Köln, Bonn und Düsseldorf ergeben?

21. Welche konkreten Maßnahmen zur Steigerung der Wohnqualität/Attraktivierung des Standorts sind von der Stadt geplant oder bereits eingeleitet?

22. Der vermutete Rückgang der Schülerzahlen im Gladbacher Norden wird durch die angestrebte Schulverlagerung im Norden geradezu herbeiführt bzw. beschleunigt. Wie soll der Standort Norden für junge Familien attraktiv bleiben bzw. gemacht werden, wenn die Haupt- und Realschule Kleefeld geschlossen, keine Sekundarschule im Norden eröffnet und das einzig dort verbleibende Gymnasium (das NCG) in seinen Entwicklungsmöglichkeiten beschränkt wird?

23. Wenn ich im Norden der Stadt wohne, wo finde ich dort für mein Kind eine Realschule?

Informationsveranstaltung zur Bildungslandschaft Nord durch die Stadtverwaltung am 20. März:

24. Welche Ziele sollten mit der städtischen Informationsveranstaltung erreicht werden und wurden sie erreicht?

25. Welche Zielgruppe sollte mit der Infoveranstaltung angesprochen werden?

26. Warum wurde keine konkrete Einladung an die Eltern der weiterführenden Schulen durch die Stadt ausgesprochen sondern lediglich sehr kurzfristig über die Presse informiert?

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27. Warum wurde die geplante Informationsveranstaltung im gut besuchten Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport am 13.03.2012 bei der Behandlung des entsprechenden Tagesordnungspunktes Schulentwicklung Sekundarstufen (Vorlage 0120/2012) nicht angesprochen sondern erst unter dem letzten Punkt der öffentlichen Sitzung – Anfragen, an dem nur noch sehr wenige Zuschauer anwesend waren und die Presse schon gegangen war? Sollte hiermit eine frühere Information der Öffentlichkeit und der (betroffenen) Schulen vermieden werden oder war dies eine spontane Idee?

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28. Warum wurde zum jetzigen Zeitpunkt eine Informationsveranstaltung – auf Kosten der Steuerzahler – durchgeführt vor dem Hintergrund, dass die Verwaltungsvorlage 0120/2012 mit den vorliegenden Erhebungen von der Politik am 13.03.2012 für unzureichend und nachbesserungswürdig befunden wurde und die Verwaltung bis Juni 2012 sorgfältig prüfen sollte?

Elternbefragung Grundschulen für Bedarf an weiterführenden Schulen

29. Wie werden Ergebnisse der vorgesehenen Befragung von Eltern der Grundschüler/innen bei der Überarbeitung der Verwaltungsvorlage 0120/2012 – Schulentwicklung Sekundarstufen – berücksichtigt?

30. Was sind die konkreten Inhalte der Elternbefragung? Wird nach besonderem Förderbedarf oder dem Interesse an Ganztagsunterricht gefragt?

Errichtung einer 2. Gesamtschule in Bergisch Gladbach

31. Wenn für das Schuljahr 2012/13 in der IGP 107 Kinder abgelehnt werden – und unterstellt, dass manche Eltern mangels Erfolgsaussichten keine Anmeldung abgegeben haben – , lässt dies vermuten, dass der Elternwunsch nach einer zweiten Gesamtschule in Bergisch Gladbach vorhanden ist. Wird der mögliche Elternwunsch nach einer 2. Gesamtschule (Elternbefragung Grundschulen) abgefragt?

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32. Warum prüfen Sie nicht konkret die Einführung einer zweiten Gesamtschule mit belastbaren Zahlen?

Standort Ahornweg

33. Die Akzeptanz des Standortes Ahornweg für Real- und Hauptschule ist nicht hoch. Prüfen Sie andere Alternativen, wenn ja, welche, um diesen Standort optimal zu nutzen, zum Beispiel durch die Ansiedlung von Gewerbe, von anderen Schulformen (Gesamtschule, Fachhochschule z.B. für Pflege- und Gesundheitsberufe), Verwaltung?

Standort Reuterstraße

34. Das Schulgebäude an der Reuterstraße bietet aus Sicht der NCG-Eltern viele ungenutzte und ungeprüfte Möglichkeiten. Ist eine engere Verzahnung von Musikschule und NCG geprüft worden, um eine optimale Nutzung/Auslastung der einzelnen Räume im Vormittags- und Nachmittagsbetrieb zu realisieren?

35. Wurde geprüft, welche Entwicklungsperspektiven es für das Bildungsareal zwischen Reuterstraße und Langemarkweg gibt (NCG, Musikschule, Turnerschaft), wenn ja, mit welchem Ergebnis, wenn nein, warum nicht?

Sanierung NCG:

36. Gibt es Überlegungen zur Sanierung der NCG-Aula unter Berücksichtigung von multifunktionaler Nutzung, damit diese zukünftig besser vermarktet und optimal genutzt werden kann?

37. Wie können bereitwillige Eltern in den Sanierungsprozess eingebunden werden (Know-How, persönlicher und finanzieller Einsatz), um Kosten zu sparen?

38. Wurden potentielle Spender akquiriert?

Umzug NCG/Kleefeld-Schulen

39. Welche konkreten baulichen Maßnahmen sind für den Fall eines Umzugs des NCG in das Kleefeld geplant, d.h. was steckt in den genannten Umbaukosten von drei Millionen Euro?

40. Wann sollen diese Maßnahmen durchgeführt werden, wie passt der Umbau in Ihren Zeitplan?

41. Ist eine energetische Ertüchtigung, bzw. welche nachhaltigen Maßnahmen sind vorgesehen?

Haushalt 2012/2013 und Haushaltssicherungskonzept 2012-2022 (Ausgabenminderung, Einnahmensteigerung, Bäder

42. Wie kann eine im zuständigen Fachausschuss am 13.03.2012 vertagte Entscheidung (Schließung eines großen Schulstandortes) mit Prüfungsauftrag (künftige Schulentwicklung in Bergisch Gladbach) bis Juni 2012 schon im Stadtrat am 29.03.2012 zur Entscheidung anstehen?

43. Welche Einsparmöglichkeiten hat die Stadt alternativ zur Schließung von Schulstandorten noch geprüft, um den Nothaushalt verlassen zu können, zum Beispiel durch Betriebskosteneinsparungen bei allen Schulen durch kostengünstigere Bewirtschaftung oder durch Optimierung der Verwaltungsstandorte?

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44. Warum wurden Alternativen nicht dargestellt bzw. warum erfolgte keine Prüfung?

45. Wurden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, zum Beispiel durch Ausschreibung von Reinigungsleistungen, erhebliche Kosten im Unterhalt städtischer Gebäude einzusparen? Nach Presseberichten ist es der Verwaltung mehrfach nicht gelungen, eine rechtlich korrekte Ausschreibung zu formulieren. Welche zusätzlichen Reinigungskosten sind durch diese Verzögerungen entstanden? Wann ist mit einer korrekten Ausschreibung zu rechnen? Welche Kosten können eingespart werden?

46. Welche Kenntnisse hat die Stadtverwaltung in Bezug auf Best-practise-Beispiele zum Unterhalt von Schulgebäuden und welche anderen Betriebsformen gibt es?

Der ganze NCG-Song (“Ein Mann der sich Herr Urbach … “)

47. Wurde geprüft, in wie weit Schulgebäude der Stadt gegebenenfalls als Ersatz für das sanierungsbedürftige Verwaltungsgebäude Stadtmitte geeignet sind, wenn ja, mit welchem Ergebnis, wenn nein, warum nicht?

48. Welche konkreten Maßnahmen der Einnahmensteigerung wurden alternativ zur Schulstandortschließung betrachtet und warum wurden hierzu keine Vorschläge unterbreitet?

49. Welche Möglichkeiten ergeben sich, durch eine Erhöhung der Grundsteuer bzw. der Gewerbesteuer die Einnahmesituation der Stadt zu verbessern und damit das Haushaltssicherungskonzept genehmigungsfähig zu machen?

50. Wie liegen die Sätze der genannten Steuern im Vergleich zu anderen Kommunen ähnlicher Größenordnung?

51. Warum wird zum Beispiel am Schwimmbad Richard-Zanders-Bad festgehalten?

52. Wie hoch ist hier das Einsparpotential?

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53. Ist die Möglichkeit eines Kombibades durch einen privaten Investor im Milchborntal geprüft worden?

54. Einsparungen im Haushalt wurden durch die mögliche Schließung eines großen Schulstandortes in vier Varianten aufgeführt. Wo ist dieses Papier für den Bürger einsehbar?

55. Welche fundierten Erhebungen liegen diesen Sparvarianten zugrunde, damit diese wahlweise von der Aufsichtsbehörde genehmigt werden?

56. Wie ist es möglich, dass die OH-Schulen auf der potentiellen Einsparliste stehen und gleichzeitig im selben Haushalt Ausgaben für Sanierungen an den OH-Schulen eingestellt sind?

57. Wie ist die Unterbringung der Schüler des NCG/der OH-Schulen bei einer Sanierung vorgesehen?

58. Sind eventuell notwendige Containerlösungen bei den Sanierungskosten bereits berücksichtigt? Wenn ja, für wie viele Schüler, in welcher Höhe und für welchen Zeitraum?

59. Wie hoch sind die Kosten, die durch den zusätzlichen Transfer der Schüler zum Ahornweg entstehen und wie sind diese Kosten in der Kalkulation der Stadt berücksichtigt?

60. Mit welchen Mehrheiten wurden die Entscheidungen getroffen, die Schulzentren Herkenrath und Ahornweg über private Investoren zu sanieren?

Nach Versand der ersten 60 Fragen trafen aus der Elternschaft weitere 12 Fragen ein:

Schulentwicklung

1. Wie sind die genauen Anmeldezahlen bezogen auf den Wohnort (Stadtteil/Stadt/Gemeinde) der Kinder bei den neuen Eingangsklassen 2012/2013 aller weiterführenden Schulen in Bergisch Gladbach, also: wieviel Kinder kommen aus welchen Stadtteilen oder Nachbarstädten/-kommunen in welche weiterführende Schule (5. Klassen)?

2. Die Beschlussvorlage 0120/2012, die der Schulausschuss in seiner Märzsitzung nicht beraten wollte, beschäftigt sich auch mit den drei vorliegenden Bevölkerungsprognosen, die offenbar auf das Jahr 2025 zielen. Es heißt, dass ein Vergleich der Prognosen gravierende Unterschiede zeige, bei der Zahl der 10 bis 16-jährigen gehen die prognostizierten Zahlen bis 2025 um 341 auseinander.
Kann man dieses Problem tatsächlich lösen, indem man den Betrachtungszeitraum auf zehn Jahre verkürzt, wenngleich Investitionen in Schulgebäude gewiss auf längere Perspektive zu betrachten sind? Kurzum: Wie verlässlich sind die Schülerzahlprognosen, wenn man weiterschaut?

3. Wurde der Trend zum Gymnasium auch im Hinblick auf den Raumbedarf berücksichtigt? Allein wegen der längeren Schulzeit (8 statt 6 Jahre) dürfte der Raumbedarf deutlich größer sein.

Bildungspolitische Forderungen und pädagogische Aspekte

4. Herr Bürgermeister Urbach, Sie haben in der ersten Sitzung des Arbeitskreises NCG gesagt, dass die Stadt bei Schulsanierungen bezogen auf die Gebäudeausstattung keine halben Sachen mehr mache. Gilt das auch im Falle des Umzugs einer Schule? Gilt das Motto „keine halben Sachen machen“ auch für pädagogische Belange?

Elternbefragung Grundschulen für Bedarf an weiterführenden Schulen

5. Wann genau soll die Elternbefragung durchgeführt werden und wann ist mit einem Ergebnis zu rechnen?

6. Wird die Elternbefragung öffentlich gemacht, d.h. wo kann sie eingesehen werden?

Standort Reuterstraße:

7. Für das Schulzentrum Ahornweg sind jährlich 565.000 Euro Nießbrauchentgelte zu zahlen (für rund 25 Jahre). Wie hoch sind die jährlichen Finanzdienstleistungen für die Kredite zur Sanierung des NCG und über wie viele Jahre sind sie zu zahlen?

8. Gab es schon Gespräche, Absichtserklärungen oder ähnliches seitens der Stadt bzw. des Bürgermeisters mit möglichen Investoren oder potentiellen Projektentwicklern hinsichtlich eines Verkaufs oder einer Bebauung des Grundstücks (ganz oder teilweise) mit Seniorenwohnungen oder ähnlichem?

9. Gibt es Zusagen der Stadt bzw. des Bürgermeisters an potentielle Käufer über einen möglichen Kaufpreis von ca. 5 Millionen Euro und mit dieser Zusage verbundene Gegenleistungen eines Investors?

Sanierung NCG

10.  Nach unserer Kenntnis sind beim Schulgebäude Reuterstraße in einem Brandschutzgutachten von 2002 und im Sanierungskonzept von 2010 gravierende Brandschutzmängel festgestellt worden, die im Sinne einer Gefahrenabwehr unverzüglich behoben werden sollten. Warum wird eine Beseitigung der Mängel erst jetzt – nach öffentlich Werden des Sanierungskonzeptes –angekündigt?

11. Werden die nötigen Brandschutzmaßnahmen, die mit 600.000 Euro beziffert wurden, unverzüglich umgesetzt – ganz unabhängig von einem etwaigen Umzug des NCG im Jahr 2016?

Umzug NCG/Kleefeld-Schulen:

12. Die Herrichtung des Gebäudes Kleefeld wird mit 3 Millionen Euro beziffert. Nach unseren Informationen ist das Gebäude nicht komplett energetisch saniert, allein für den dringend notwendigen Fenstertausch müssten deutlich mehr als zwei Millionen Euro investiert werden. Welche Gesamtinvestitionen stehen für das Schulzentrum Kleefeld an, wenn es dem Standard eines umfassend sanierten NCG Reuterstraße gleichkommen soll?

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Die NCGler

Hinter diesem Namen stehen Eltern, denen die Zukunft des NCG am Herzen liegt. Sie erreichen uns unter Elternvertretung@ncg-online.de

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