Die Prokon AG finanziert und betreibt nicht nur Windernergie-Anlagen, sondern ist auch Stromanbieter. Daher sind 56.000 Haushalte in Deutschland von der Insolvenz des Unternehmens betroffen – allein im Bergischen sind es nach Angaben des lokalen Stromversorgers Belkaw 100 Haushalte.

Allerdings muss sich niemand vor einem Stromausfall fürchten, die Belkaw beliefert die betroffenen Kunden im Rahmen der „Ersatzversorgung“, teilte das Bergisch Gladbacher Unternehmen jetzt mit. Dabei werde der Basistarif der Belkaw berechnet, der durchaus über den Preisen von Strompreisbrechern auf dem Markt liegen kann.

Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass Betroffene ohne Kündigungsfrist aus der Ersatzversorgung zu einem neuen, günstigeren Anbieter wechseln können. Erst nach drei Monaten verlängere sich die Kündigungsfrist, in der Regel aber auch nur auf zwei Wochen.

Der Rheinische NetzGesellschaft, der zuständige Netzbetreiber, werde die Betroffenen in den kommenden Tagen über die Änderungen informieren. Auch die Belkaw werde die Betroffenen anschreiben und die Konditionen erläutern. Man kann sich aber auch direkt an die Belkaw wenden: 02202 2855800, montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr und am Samstag von 9 Uhr bis 16 Uhr erreichbar.

Finanzielle Verluste wie nach der Pleite des Billigstromanbieters TelDaFax 2011 sind nach Angaben der Verbraucherschutzzentrale nicht zu befürchten. Damals hatten Hunderttausende Kunden im Voraus für Strom bezahlt, den sie nicht mehr geliefert bekamen. Dagegen hatte Prokon mit monatlichen Abschlägen gearbeitet. Kunden können also höchstens die Stromlieferung für den Restmonat verlieren.

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Redaktion

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