Das Gelände zwischen Bahngleis und Marktkauf

Die Überlegungen für eine neues Stadthaus am S-Bahnhof nehmen mehr und mehr Gestalt an. Der CDU Stadtverband sieht noch Klärungsbedarf bei einigen offenen Punkten, allerdings auch reizvolle Möglichkeiten für die weitere Stadtentwicklung. Mit einem Fragenkatalog für die Stadtverwaltung möchte die CDU das Projekt kritisch und gründlich durchleuchten.

Angesichts der schwieriger werdenden Haushaltslage muss das Projekt sehr konservativ gerechnet werden, lautet die erste Forderung der CDU Bergisch Gladbach. Nur eine transparente und nachvollziehbare Berechnung kann die Bürgerinnen und Bürger und die Aufsichtsbehörden wie die Bezirksregierung überzeugen. Es gibt leider zu viele Beispiele von Bauprojekten der öffentlichen Hand, deren Budgets am Ende deutlich höher waren als veranschlagt.

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Die alten Stadthäuser, rechts zum Konrad-Adenauer-Platz, links zur Gohrsmühle, stammen aus den 50ern

„Sale & Lease back“ prüfen

Deshalb soll die Verwaltung auch eine Alternative mit einem Investor durchkalkulieren – ein sogenanntes „Sale & Lease back-Geschäft“. Der Investor erwirbt das Grundstück, baut das neue Stadthaus und vermietet es langfristig an die Verwaltung. Diese Variante bietet wahrscheinlich weniger Einsparpotenzial, aber auch eine wirtschaftliche Sicherheit. Die Kosten für die Miete sind fix und können sich nicht großartig ändern.

Villa Zanders bei Neunutzung des alten Grundstücks berücksichtigen

Die zweite Anregung der CDU Bergisch Gladbach zielt auf die weitere Gestaltung dieses Stadteingangs hin, sprich das städtebauliche Potenzial. Bei dem Projekt sollen neben dem alten Grundstück an der Gohrsmühle zwingend das Umfeld der Villa Zanders, wenn möglich sogar der künftig entstehende Kreisverkehr integriert werden. Die Nutzung des alten Grundstücks, ob für ein Kino oder ein Bürogebäude, muss eine Aufwertung der Villa Zanders möglich machen.

Kunstmuseum Villa Zanders. Etwas weiter rechts liegen die alten Stadthäuser. Foto: Tina Heuer

Eine Idee ist es, im Garten der Villa ein Cafe oder Bistro zu errichten. Die Investitionen dafür sollen mit dem Verkauf des Grundstücks gekoppelt werden. „Für diese Quartiersentwicklung bietet sich ein städtebaulicher Wettbewerb an“, so Thomas Hartmann, Vorsitzender der CDU Bergisch Gladbach.

Wirtschaftliches Risiko muss ausgeschlossen werden

„Die Idee des neuen Stadthauses hat ohne Frage Potenzial. Wir müssen angesichts der Finanzlage aber jedes wirtschaftliche Risiko meiden – das ist für die CDU die absolute Grundvoraussetzung“, betont Hartmann die Notwendigkeit einer zutreffenden Kalkulation. „Wenn diese Frage positiv beantwortet werden kann, sollten wir diese Chance mit aller Kraft nutzen, damit Bergisch Gladbach den nächsten Entwicklungsschritt nehmen kann.“

Nur provisorisch hat die Stadt auf dem Grundstück am S-Bahnhof einen Parkplatz angelegt.

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5 Kommentare

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  1. Es ist doch wirklich immer wieder erstaunlich, wie sich Hr. Schröters gerade gegen die Kernelemente liberalen Wirkens ausspricht. Seine Beiträge wirken, als wenn sich der vatikanische Stuhl zum einen über das Zölibat beschwert und anschließend wieder als sexuelleFreiheit katholischer Priester verteidigt. Was das mit Biedermeier zu tun hat wissen wahrscheinlich nur Sie selbst, Hr. Wagner.

  2. Wieso wirres Zeug, Anonymous ? Herr Schröters hat es doch exakt auf den Punkt gebracht. DANKE dafür. Es gibt keinen Fortschritt und nicht einmal Sicherheit für die Erhaltung des Status quo ohne kompetenzgestützte Risikobereitschaft. Wir sind leider nicht nur in BGL auf breiter Front auf dem Weg ins Biedermeier :

    “Schau, dort spaziert Herr Biedermeier
    und seine Frau, den Sohn am Arm;
    sein Tritt ist sachte wie auf Eier,
    sein Wahlspruch: Weder kalt noch warm. ”
    L.Pfau,1847

  3. “jedes wirtschaftliche Risiko meiden – das ist für die CDU die absolute Grundvoraussetzung”

    Dafür aber jetzt mal stehenden Applaus !!!

    Das sollte jeder Bürger beherzigen!
    Einfach ins Bett legen, Bargeld unters Kopfkissen, nichts tun, und das Beste hoffen. Weil nichts ist schlimmer als wirtschaftliche Chancen und Risiken.
    Mit dem Sozialismus wird alles besser. Weil keiner mehr was tut.:-))
    Kein Zweifel, solang die GroKo nichts tut kann sie wenigstens nichts falsch machen. Wenn aber jetzt schon in der Provinz die Grokosche Marktdialektik des Sozialismus durch Unterlassung Einzug hält ist das dann wohl das Ende der Realwirtschaftskraft dieses Landes.
    Gut Nacht Deutschland.
    Können wir nur noch auf die Luftbuchungen an den Börsen der Welt hoffen und das keiner je dahinter steigt.
    An der Stelle bleibt mal festzuhalten dass nicht die Bauwirtschaft versagt, wenn Bauvorhaben der Öffentlichen Hand dauerhaft und allerorten im Fiasko enden. Hochqualifizierten Politiker sind es die diese Objekt betreuen. Deren Arbeit ist so gut das in der Bauwirtschaft der Ausdruck „Made in Germany“ im Ausland zu Nabelbrüchen führt. Naja wie soll‘s auch gehen wenn unserer Kanzlerin keine Umfrage zu teuer ist um die Stimmung des Volkes einzufangen um nach deren Maul zu reden, auf dem Bau aber nur noch ungelernte “Fachkräfte“ rumlaufen die kein Wort Deutsch Sprechen weil die Bezahlung von Facharbeitern nicht in eine Angebotskalkulation passen wenn man erfolgreich die Submission gewinnen will.

    Was „Sale und Lease“ anbelangt muss man kein Prophet sein. Das ganze wird über den Umweg des günstigen Erwerbs des File-Grundstücks an die Leasinggesellschaft, für den Steuerzahler in seinen Konditionen schön gerechnet.
    Freilich könnt man das Gebäude, wenn man es denn unbedingt braucht, auch von nem Generalunternehmer erstellen lassen der in der Lage ist eine Bankerfüllungsbürgschaft über die Errichtung des Gebäudes zu den Konditionen und mit den und den Vertraglichen Leistungen zu erbringen, wär aber zu einfach und keine Herausforderung für Hochbegabte.:-(

    GroKo, ne was das für’n schönes Erfolgsmodel für Deutschland.