Robert Winkels, Kastriot Krasniqi, Andreas Ebert, Olaf K. Marx

Robert Winkels, Kastriot Krasniqi, Andreas Ebert, Olaf K. Marx

Bei einem ambitionierten Verfahren hatten sich vier Kandidaten den SPD-Mitgliedern in Bergisch Gladbach vorgestellt: Ute Stauer, Michael Zalfen, Olaf K. Marx und Andreas Ebert hatten Kandidatenbriefe und Konzepte entworfen, hatten sich in fünf Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaften vorgestellt, um den besten Bewerber für die Nachfolge von Ortsvereinschef Robert Winkels zu wählen.

Doch dann zog Michael Zalfen zurück, als er in der vergangenen Woche bei der Wahl des Landtagskandidaten gegen Vera Werdes unterlag. Er wolle sich auf seine Ämter als stellvertretender Bürgermeister, Ehrenamt, Familie und Beruf konzentrieren. Da waren es nur noch drei.

Am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung in der IGP zog dann auch Ute Stauer zurück, ohne Angaben von Gründen.

Olaf K. Marx nannte in einer kämpferischen Rede vor den 41 anwesenden von insgesamt 394 SPD-Mitgliedern einige Gründe: jetzt gelte es Geschlossenheit zu zeigen und mit geeinten Kräften in den Wahlkampf zu ziehen. Zudem habe er bei seinen Vorstellungsrunden neben Zustimmung auch einige Ablehnung erfahren. Daher ziehe er seine Kandidatur zurück.

Bei der Wahl, bei der die SPD-Mitglieder dann keine Wahl mehr hatten, trat Andreas Ebert also ohne Gegenkandidaten an. Und bekam von 40 Stimmen nur 30, eine Quote von 75 Prozent. Vier Wahlberechtigte enthielten sich, sechs stimmten gegen ihn. Geschlossenheit sieht anders aus.

Bei der Wahl des ersten stellvertretenden Vorsitzenden bewarb sich Amtsinhaber Kastriot Krastniqi erneut. Und zeigt, was ein gutes Ergebnis ist: 39 von 40 Stimmen. Allerdings, auch er ohne Gegenkandidaten.

Für den zweiten Stellvertreterposten stellte sich Olaf K. Marx zur Verfügung, was Andreas Ebert ausdrücklich als Zeichen für eine gute Zusammenarbeit lobte. Aber auch Marx bekam nur drei Viertel der Stimmen.

Womit auch eine andere historische Schlagzeile gerechtfertigt wäre: Ebert und Marx führen die SPD.

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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