Der neue Ford Kuga Vignale mit LED-Licht

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Der neue Ford Kuga Vignale mit Xenon-Scheinwerfern. Foto: Werksfoto

Die dunkle Jahreszeit naht und damit die Frage, ob man als Autofahrer gewappnet ist und im Herbst und Winter den Durchblick behält. Also, so denkt man, prüft man alle Birnchen und tauscht eventuell defekte aus, und schon ist man auf der sicheren Seite. Leider fällt das mittlerweile unter die Kategorie „Es war einmal …“.

Denn das ging nur bei der Halogenbeleuchtung früher, mittlerweile gibt es auch hier verschiedenste Systeme, die jeweils eine andere Behandlung benötigen.

Selbst bei der Halogenbeleuchtung, der herkömmlichen Variante der Scheinwerfer, ist es mittlerweile nicht mehr so einfach, das Leuchtmittel zu tauschen. Früher ging das mit ein paar Handgriffen; mittlerweile haben fast alle Fahrzeughersteller die Konstruktionen so verkompliziert, dass nur noch unsere Fachleute in der Lage sind, die „Birnchen“ zu tauschen. Selbst unsere Profis benötigen mit all ihrer Erfahrung dafür schnell einmal eine halbe Stunde.

Dass dann bei der Berechnung schnell Unmut bei unseren Kunden aufkommen kann, ist gut zu verstehen. Übrigens sind auch die Leuchtmittel nicht mehr die gleichen wie früher. Sie bergen oft mehrere Funktionen wie z.B. Abblend- und Fernlicht.

Markus Lüttgen

Noch komplexer wird es dann bei modernen Beleuchtungsvarianten. Vor einigen Jahren galt die Xenon-Technologie als bahnbrechend. Zum einen besticht diese Technologie durch eine unglaubliche Leuchtkraft, die das Fahren im Dunkeln zu einem neuen Erlebnis macht.Auf der anderen Seite haben die Hersteller versprochen, dass diese Technik wartungs- und verschleißfrei sei.

Das stimmt auch weitestgehend. Problematisch wird es allerdings, wenn wirklich einmal ein Leuchtmittel defekt ist, z.B. durch äußere Einwirkung. Denn dann wird es in der Regel richtig teuer. Denn dann wird oft nicht nur ein Leuchtmittel fällig – das zweite verabschiedet sich meistens gleich mit. Und wenn dann noch das Steuerungsmodul einen Schaden nimmt, dann gute Nacht.

Übrigens ist hier an einen eigenen Austausch nicht mehr zu denken, das müssen tatsächlich Fachwerkstätten durchführen.

Die nächste Beleuchtungsstufe wird derzeit im Markt gezündet: Laser- oder LED-Licht. Das ist eine wirklich interessante, weil „intelligente“ Lichtquelle. Ein Ford Mondeo erkennt dann z.B., wenn ein Fahrzeug entgegenkommt bzw. voranfährt und passt die Leuchtkraft entsprechend an, so dass der andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet wird.

Auch hier gilt die Aussage, dass eine solche Lichtquelle in der Regel ein Autoleben lang hält. Aber es gibt da immer noch die äußeren Einflüsse. Und wie man sich vorstellen kann, wird es nicht günstiger.

Bei dieser Technologie sind übrigens auch wir Fachleute in der Pflicht, weil herkömmliche Lichteinstellgeräte nicht mehr verwendet werden können. Die neuen Geräte sind dann auch nicht preiswert und erfordern einen besonderen, weil absolut ebenen Arbeitsplatz.

Meine Ausführungen bislang beziehen sich allesamt auf das reine Abblend- sprich Fahrlicht. Zur Verkehrssicherheit notwendig sind dann noch Bremslichter (in der Regel drei), Rücklichter, Rückfahrscheinwerfer, Nebelschlussleuchten und – gerne vergessen – die Nummernschildbeleuchtung. Auch diese sind in der Regel mit Glühbirnen oder LED-Technik bestückt.

Und dann gibt es noch Tagfahrlicht – bei neueren Fahrzeugen mittlerweile auch Pflicht – und Abbiegelicht.

Wichtig ist: Am Ende muss alles funktionieren. Die meisten Händler bieten derzeit in den „Beleuchtungswochen“ kostenlose Lichttests an, damit Sie in der dunklen Jahreszeit den Durchblick behalten.

Das sollen Sie nutzen. Denn dann sehen Sie besser und werden besser gesehen, und das bedeutet schlussendlich, dass die Sicherheit für alle Teilnehmer im Straßenverkehr deutlich steigt.

Bis zum nächsten Mal, Ihr Markus Lüttgen

Das Autohaus Lüttgen wurde 1928 vom Bergisch Gladbacher Huf- und Wagenschmied Jean Lüttgen als einer der ersten zehn Fordhändler in Deutschland gegründet. Heute führen seine Enkel Markus und Michael Lüttgen das Unternehmen mit knapp 40 Mitarbeitern. Vor 87 Jahren ging das Unternehmen die mutige Verpflichtung ein, mindestens vier „Motorwagen“ im Jahr abzunehmen. Derzeit verkauft Lüttgen mehr als 800 Neu- und Gebrauchtwagen jedes Jahr.

Odenthaler Str. 153, 51465 Bergisch Gladbach
Website, Facebook, Mail: service@luettgen.de

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Markus Lüttgen

geboren 1968, hat in Köln Betriebswirtschaftslehre studiert und ist verheiratet. Seit 1994 arbeitet er im Familienunternehmen Autohaus Lüttgen, seit 1998 in verantwortlicher Position. Sein Auto ist ein Ford Mustang, rot.

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