Aktualisierung 23.5.2017: Die Eltern aller drei Katholischen Grundschulen in Refrath haben sich mit deutlicher Mehrheit gegen eine Umwandlung in eine Gemeinschaftsgrundschule ausgesprochen. Nun suche die Verwaltung nach anderen Möglichkeiten, die OGS-Plätze besser zu verteilen. Die Optionen reichten von Neubau bis zur Umverteilung im gesamten Stadtgebiet, sagte Fachbereichsleiter Detleff Rockenberg im Stadtrat.

Im weiteren Verlauf der Ratssitzung versuchte die FDP, die Sachdebatte über das Thema OGS-Versorgung aus dem Jugendhilfeausschuss in den Rat zu ziehen, wurde dabei aber nur von den Linken (mit Bürgerpartei) unterstützt. Bürgermeister Lutz Urbach betonte, dass die Verwaltung seit langem mit Hochdruck an einer Lösung arbeite, bei der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses sollen erste Vorschläge vorgelegt werden. 

Der ursprüngliche Beitrag vom 9.5.2017:

Die Eltern der Kinder, die in Refrath eine der drei Katholischen Grundschulen besuchen, stimmen in den kommenden Tagen darüber ab, ob ihre Schule katholisch bleiben soll. Einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung hatte der Schulausschuss im März zugestimmt.

Von der Überführung in eine Gemeinschaftsgrundschule erhofft sich die Verwaltung mehr Flexibilität bei der Vergabe von Schul- und OGS-Plätzen – an denen es in Refrath insgesamt massiv mangelt. In den Katholischen Grundschulen bleiben nach Angaben der Stadt dennoch Plätze unbesetzt. 

Das Verfahren hat die Stadt kurzfristig in einer „Amtliche Bekanntmachung” skizziert, die am Wochenende in der Lokalpresse veröffentlich wurde.

Wir dokumentieren die Bekanntmachung:

Abstimmungsverfahren über die Umwandlung der Schulform der
Katholischen Grundschule In der Auen in eine Gemeinschaftsgrundschule,
Katholischen Grundschule Frankenforst in eine Gemeinschaftsgrundschule,
Katholischen Grundschule Steinbreche in eine Gemeinschaftsgrundschule.

Der Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport hat in seiner Sitzung am 14.03.2017 beschlossen, ein Abstimmungsverfahren gemäß § 27 Schulgesetz zur Bestimmung der zukünftigen Schulart durchzuführen.

Bei einem Abstimmungsverfahren über die Umwandlung von Schulen kann der Schulträger festlegen, dass die stimmberechtigten Eltern ihre Stimme per Brief abgeben. Für dieses Verfahren gelten § 26 und § 27 Abs. 2 des Kommunalwahlgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. Juni 1998 (GV. NRW. S. 454, ber. S. 509), das zuletzt durch Gesetz vom 24. Juni 2008 (GV. NRW. S. 514) geändert worden ist, entsprechend.

Abstimmungsberechtigt sind die Erziehungsberechtigten, deren Kinder am Stichtag die jeweilige Grundschule besuchen. Stichtag war der 10. Januar 2017.

Die Stimmberechtigten bekommen zeitgleich mit dieser Bekanntmachung ihre Wahlunterlagen auf dem Postweg zugestellt und können bis zum 19.05.2017, 16:00 Uhr ihre Stimme abgeben.

Im Vorfeld finden folgende Informationsveranstaltungen statt:

  • 09.05.2017 um 19:30 Uhr, KGS In der Auen (Turnhalle der Schule)
  • 10.05.2017 um 19:30 Uhr, KGS An der Steinbreche (Aula der ehemaligen Wilhelm-Wagener-Schule, Ginsterweg 9, 51427 Bergisch Gladbach)
  • 11.05.2017 um 19:30 Uhr KGS Frankenforst (Im Rittersaal der Schule)

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Es ist ja das gute Recht der Eltern, sich für die beste schulische Lösung für Ihre Kinder einzusetzen. Aber hier wirkt es dann doch so, als würde die Kirche dafür als Schutzschild herhalten, dass Partikularinteressen vor Gemeinwohl gehen.
    Das es überhaupt soviele konfessionsgebundene Grundschulen gibt, nämlich 1/3 aller Grundschulen in NRW und davon 90% katholisch sind, zeigt doch, dass es da ein Ungleichgewicht gibt, dass nicht zu den Realitäten unserer Gesellschaft passt. Da sollte sich die Stadt im Interesse des Gemeinwohl durchsetzen.