Aeham Ahmad ist als „Pianist in den Trümmern” international bekannt geworden, mit seinen Auftritte im Flüchtlingslager Jarmuk. Dann zerstörten die Islamisten sein Klavier, Ahmad musste fliehen, lebt jetzt in Deutschland und kommt am 7. Juli zu einem Konzert nach Schildgen. 

Bei dem Auftritt im katholischen Pfarrsaal spielt der syrische Musiker arabische, aber auch europäische Musik. Er singt Lieder in arabischer Sprache. Die Moderation hat Julitta Münch übernommen, die u.a. als WDR-Moderatorin von „Hallo Ü-Wagen“ bekannt geworden ist. 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des ökumenischen Begegnungscafés Himmel und Ääd mit dem Katholischen Bildungswerk Rhein-Berg und den beiden Schildgener Flüchtlingsinitiativen „Willkommen und Schildgen“ und „Mobile Nachbarn Schildgen“. Der Eintritt ist frei. Es wird um großzügige Spenden zur Unterstützung der hiesigen Flüchtlingsarbeit gebeten.

Music for Hope: Konzert mit Aeham Ahmad
Freitag, 7.7., 19:30 (Einlass ab 19:00 Uhr)
Pfarrsaal Herz Jesu Schildgen
Schildgen, Altenberger-Dom-Str. 140 (Eingang hinter der Kirche)

Flucht und Vertreibung hat Aeham Ahmad am eigenen Leib erfahren müssen. Er gehört der palästinensischen Minderheit in Syrien an und lebte mit seiner Familie bis 2015 im Flüchtlingscamp Jarmuk (Damaskus), wohin bereits sein Großvater 1948 aus Palästina floh, als der Staat Israel gegründet wurde. Mittlerweile hat sich das ehemalige Flüchtlingslager zu einem offenen Stadtteil von Damaskus entwickelt, doch herrschen dort seit Jahren katastrophale Zustände.

Immer wieder geriet die Siedlung zwischen die Fronten verschiedener Seiten und ist inzwischen in weiten Teilen zerstört. Ahmad spielte unter Lebensgefahr mit seinem Klavier auf einem Rollwagen in den Straßen Jarmuks, um durch das gemeinsame Musizieren den Menschen in seiner Heimat ein wenig Hoffnung und Freude zu schenken. Im Frühjahr 2015 verbrannten die Islamisten aufgrund des dort verhängten Musikverbotes vor seinen Augen sein Instrument und er musste fliehen.

Bereits im Dezember 2015 wurde ihm der erste Internationale Beethovenpreis für Menschenrechte in der Bundeskunsthalle Bonn verliehen. „Aeham Ahmads Geschichte zeigt, dass Beethovens Freiheitswille und sein Glaube an die Kraft der Musik bis in unsere Gegenwart nichts von ihrer Bedeutung verloren haben“, sagte Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan bei der Preisverleihung.

Inzwischen lebt Aeham Ahmad mit seiner Familie in Deutschland. Mehr über Aeham Ahmad finden Sie hier. 

Himmel un Ääd

Himmel un Ääd ist das ökumenische Begegnungscafé in Schildgen. Sie finden uns auf der Alteberger-Dom-Str. 125

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