Vor dem Gladbacher Rathaus demonstrierten die Redakteure für gleiches Recht für alle.

In Gladbach demonstrieren die Redakteure für gleiche Rechte für alle. Foto: Corinna Blümel

Mehr als 40 Redakteure und Sekretärinnen der Außenredaktionen von Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnischer Rundschau sind am Montag in einen Warnstreik getreten. Bei einer Kundgebung in Bergisch Gladbach forderten sie von der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG), in einem Haustarifvertrag gleiche Rechte für alle Beschäftigten zu gewähren. 

In der RRG hatten die Verlagshäuser DuMont und Heinen vor drei Jahren ihre Außenredaktionen von Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnischer Rundschau zusammengeführt und waren damit aus dem Flächentarifvertrag ausgestiegen. Einem Haustarif verweigert sich die Geschäftsführung bislang. 

Davon ist auch die fusionierte Lokalredaktion von Stadt-Anzeiger und Bergischer Landeszeitung in Bergisch Gladbach betroffen. Sieben der fast 20 Redakteure und Sekretärinnen hier vor Ort beteiligten sich am Montag am Ausstand und an der Veranstaltung der Gewerkschaften von DJV und Verdi, die im Bergischen Löwen stattfand. Eine hohe Quote, angesichts der Tatsache, dass sich einige Journalisten im Urlaub befinden. 

Die Redakteure fordern vor allem eine Anpassung der Arbeitsverträge. Derzeit werden die ehemaligen Angestellten von DuMont anders bezahlt als die früheren Heinen-Mitarbeiter; neue Beschäftigte erhalten wieder andere, in der Regel schlechtere Bedingungen. Dabei geht es auch um die Altersversorgung. 

„Es kann nicht sein, dass die Arbeitgeber nach Gutdünken Gehaltserhöhungen gewähren oder eben nicht. Die Kolleginnen und Kollegen fordern zu Recht eine Anbindung an die Flächentarifverträge“, sagte Volkmar Kah, Geschäftsführer des DJV-NRW, bei der Versammlung in Bergisch Gladbach.

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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2 Kommentare

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  1. Wie Dumont Schauberg war in den letzten Jahren immer mehr auf Kapitalismus und bekämpfen der Rechte der Armen spezialisiert..!! Siehe Hetzte gegen sozialscwache..Mieter. da zum beispielsweise…Schufa muss Pflicht usw..damit schließt man einfach mal fast 20% von der Wohnungssuche aus..

  2. Divide et Impera, Teile und Herrsche!
    Schon die alten Römer wußten, wie man’s macht.

    Daß die Geschäftsführung einer Zeitung, die sich immerhin einen linksliberalen Anstrich gibt, auf solch früh kapitalistischer Gutsherren-Art versucht, die Gehälter zu drücken und Zwietracht und Neid unter den Beschäftigten zu sähen, ist empörend.

    Vielleicht lassen wir unser Abo ruhen, bis nach Tarif bezahlt wird.