Maik Außendorf ist passionierter Radfahrer und grüner Lokalpolitiker, das passt. Er ist aber auch Mathematiker und Unternehmer. Passt das? Das beantwortet er im Fragebogen, und erläutert, was es mit dem Wahlslogan „Grüne Politik – schwarze Zahlen” auf sich hat.

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Außendorf sitzt für die Grünen im Stadtrat und ist erfahrener Wahlkämpfer: Er trat bereits 2013 bei der Bundestagswahl als Direktkandidat im Wahlkreis 100 an (und beantwortete zum ersten Mal unseren Fragebogen), jetzt versucht er es ein weiteres Mal. Auf der Landesliste der Grünen nimmt er Platz 24 ein. 

Genug der Vorrede, lernen Sie Maik Außendorf anhand seiner Antworten näher kennen. 

Wie starten Sie in den Tag?
Mit einem Latte Macchiato und dem Tablet, darauf zuerst die Süddeutsche Zeitung, iGL Presseschau und gelegentlich Stadtanzeiger. Wenn es in den Zeitplan passt: gemeinsames Frühstück mit der Familie. Dann mit dem Fahrrad ins Büro nach Köln

Was wollten Sie als Kind werden?
Als Kind wechselte das ständig. Ich war aber früh von Mathematik und Naturwissenschaften fasziniert, ohne dass ein konkretes Berufsziel damit verbunden war, davon abgesehen als Jugendlicher eine Zeit lang: Reiseführer Autor und Übersetzer für Italienische Literatur.

Und was sind Sie geworden?
Diplom-Mathematiker und Unternehmer in der IT Branche, mit Schwerpunkt Open Source Beratung für Behörden und Unternehmen.

Wohin laden Sie Kollegen am liebsten ein?
Das ergibt sich meistens aus der Situation heraus.

Wohin gehen Sie gerne mit der Familie?
Spazieren in der näheren Umgebung, z.B. in den Wald am Kölner Fenster. Oder auch längere Wanderungen im Bergischen Land. Da gibt es viele schöne Ecken wie das Eifgenbachtal zu entdecken.

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
Laufen im Wald.

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Auf Langlaufski mit der Familie ausgiebige Touren fahren.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein?
Morgens Kaffee, nachmittags auch mal Tee: Earl Grey, heiß. Abends je nach Stimmung mal Landbier oder Rotwein.

Was ist für Sie das größte Unglück?
Wenn meiner Familie etwas zustoßen würde

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist …
… eine Stadt im Grünen, die sich aufgrund der derzeitigen Ratsmehrheit und Verwaltung weit unter ihren Möglichkeiten entwickelt.

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?
Die Lage als Tor zum Bergischen Land mit guter Anbindung an die Rheinschiene.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Neben den Finanzproblemen die schlechte und altmodische Verkehrsstruktur. Wir GRÜNEN setzen uns seit jeher für mehr ÖPNV und besseren Radverkehr ein, können auch hier und da Forstschritte durchsetzen, wie die Radstation oder vereinzelt neue Radstreifen. Insgesamt geht aber bei den aktuellen Mehrheitsverhältnissen im Stadtrat in Bergisch Gladbach nur halbherzig und langsam voran.

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach (RheinBerg) frei hätten, würden Sie …
… zügig das zweite S-Bahn Gleis zurückbekommt, durch mehr Rad- und öffentlichen Verkehr der Stau beseitigt wird und durch eine echte Energiewende im ganzen Kreis regenerative Energie in öffentlicher- und in Bürger*innen-Hand produziert wird. Das kommt dann allen zu Gute: klimafreundlicher Strom, regionale Arbeitsplätze sowie Beteiligungs- und Verdienstmöglichkeiten für die Bürger*innen. Drittens, dass wir es schaffen, den globalen Klimawandel und die damit auch die Auswirkungen auf unsere Heimat zu begrenzen.

Was war Ihre größte Leistung?
In der Politik gibt es selten den einen ganz großen Erfolg, zudem sind Erfolge in der Politik in der Regel Team-Erfolge. Meine eigene Leistung besteht darin, hartnäckig und ausdauernd GRÜNE Ziele zu verfolgen.

Mein großes Ziel ist es, …
… auch im Rentenalter noch fit genug zu sein, um beispielsweise einen Skilanglauf-Marathon locker durchzuhalten.

Was ist Ihre Stärke?
Komplexe Sachverhalte zu analysieren, die richtigen Schlüsse daraus ziehen und ausdauernd zu verfolgen

Was ist Ihre Schwäche?
Wenn ich schlecht gelaunt bin, kann es vorkommen, dass ich westfälisch wortkarg werde.

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Über Fahrzeuge, die auf Rad- oder Fußwegen parken und damit vor allem weniger routinierte Radfahrer*innen wie Kinder unnötig in Gefahr bringen.

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?
Alan Turing – der britische Mathematiker gilt heute als Wegbereiter der Informatiker. Während des 2. Weltkriegs hat er entscheidend an der Enigma-Entwicklung mitgearbeitet und damit die Möglichkeit eröffnet, deutsche Funksprüche abzuhören.

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Das “eine” Vorbild hatte ich nie. Als Jugendlicher hat mich eine Biographie von Sophie Scholl tief beeindruckt. Ich habe mich immer gefragt, ob ich selber ihre Zivilcourage und Mut aufbrächte, wenn es nötig ist.

Sie wollen die Kandidaten live erleben?
Der Kandidat der Grünen stellt sich am 19. September dem Bürgergespräch des Bürgerportals. Wir reden vor kleinem Publikum mit Maik Außendorf, ein Journalist und zwei Bürger stellen die Fragen.

Wenn Sie dabei sein wollen, als Zuhörer oder als Fragesteller, melden Sie sich unter info@in-gl.de! Wie immer haben die Mitglieder unseres Freundeskreises den ersten Zugriff auf die knappen Plätze. Alle Termine:

  • 04.9. Bürgergespräch mit Hermann-Josef Tebroke
  • 06.9. Bürgergespräch mit Nikolaus Kleine
  • 11.9. Bürgergespräch mit Roland Hartwig
  • 13.9. Stammtisch XXL mit den Bundestagskandidaten, Wirtshaus am Bock
  • 18.9. Bürgergespräch mit Maik Außendorf
  • 20.9. Bürgergespräch mit Lucie Misini
  • 22.9. Bürgergespräch mit Christian Lindner
  • 24.9. Bundestags- und Landratswahl

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
In der Politik nichts persönlich zu nehmen.

Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?
Auf Ihrem Wahlkampfplakat steht “Grüne Projekte – schwarze Zahlen” – Was hat es damit auf sich? Wir GRÜNE werden oft unsere ökologischen Ziele reduziert. Dabei gehen wir die Probleme unserer Zeit von allen Seiten an: ökologisch, wirtschaftlich und sozial. Eine zusammenhängende GRÜNE Umwelt-, Sozial- und Wirtschaft- Politik ist der Schlüssel, um langfristig unsere Lebensgrundlage und Lebensqualität zu sichern.

Mehr Maik Außendorf

Alle Beiträge – Website – Facebook –  Twitter – Abgeordnetenwatch

Weitere Kandidaten und Beiträge zur #BTW17:

26 Fragen an … Nikolaus Kleine (SPD)

26 Fragen an … Christian Lindner (FDP)

Weitere Kandidaten folgen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Sehr geehrter Herr Außendorf,83 Jahre bin ich alt, habe das Kriegsende und die schwere Zeit durchlebt. Natürlich sehe ich die Dinge etwas anders. Vieles wofür Sie eintreten sagt mir zu. Ich stelle sogar die Behauptung auf grüner als Sie zu leben. Sie können sich gerne davon überzeugen. Aber sind Sie allen ernstes davon überzeugt, die Menschen könnten so wie sie geschaffen sind einen Klimawandel verhindern? Ich bin der Meinung die Grünen stellen sich selbst ein Bein. Unser Planet hat keinen Rückwärtsgang. Er wird sich auch noch nach Greta drehen. Meiner Ansicht nach ist das Untergangsgejammer auf Wohlstand gebettet fehl am Platze und wird mittelfristig durch sinkende Lebensqualität schwinden. Z.B nach Kriegsende, der Zeit bitterer Armut hätte man Ihnen nicht zugehört. Wenn z.B auf geplantem Bauland in unserer Stadt bei dieser Wohnungsnot mit großem Aufwand Blumen gepflanzt werden um Wohnungsbau zu verhindern, dann ist das eine Entscheidung die nicht passt. Ich hoffe schon, dass Sie wissen das auch der Mensch zur Natur gehört. Nun gut, ich bin 83 und es sollte mich eigentlich nicht mehr kümmern. Nur unsere Kindern tun mir leid.
    Seien Sie gegrüßt und machen Sie halblang. Et kütt, wie et kütt. Günther Humbach1