Joachim Orth ist unter den Direktkandidaten im Rheinisch-Bergischen Kreis eine Ausnahmeerscheinung – weil er aus Leichlingen und damit aus dem Nordkreis kommt. Der 62-jährige Versicherungsfachmann ist Kreisvorsitzender der Freien Wähler und sieht seine inhaltlichen Schwerpunkte u.a. im Pflegebereich und bei den kommunalen Finanzen. Im Rat der Stadt Leichlingen und im Kreistag ist er als sachkundiger Bürger vertreten. 

Orth ist 2. Vorsitzender des SC Leichlingen und als Sprecher bei Schwimmwettkämpfen aktiv. Seine in der Nähe von Flensburg lebenden Enkel und das Lieblingsziel Gran Canaria im Urlaub sorgen für den Ausgleich zu Beruf und Aktivitäten, wozu auch die FIL, Freiwilligeninitiative Leichlingen, gehört.

Für den Wahlkampf, den er wegen der Sommerferien als kurz, aber heftig erwartet, freut er sich auf Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern und auf Diskussionsrunden mit den anderen Kandidaten: „Ich habe schon oft mit praktischen Vorschlägen meine Zuhörer verblüffen können. Vielleicht hilft Pragmatismus auch diesmal weiter.“

Genug der Vorrede. Lernen Sie den Kandidaten der Freien Wähler im Fragebogen ein Stück näher kennen. 

Wie starten Sie in den Tag?
Ziemlich langsam. In der Regel brauche ich ein bis zwei Stunden, bis der Kreislauf ok ist. Aber die Tageszeitung gehört dazu.

Was wollten Sie als Kind werden?
Weiß ich nicht mehr, aber vermutlich etwas mit Eisenbahn. Mein Vater war bei der Bahn und seine Kollegen haben mir alles gezeigt.

Und was sind Sie geworden?
Ich habe Jura studiert, musste dann in den elterlichen Betrieb mit Zweiradwerkzeugen einsteigen und mittlerweile bin ich Versicherungsfachmann.

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?
Entweder zu mir nach Hause oder zu „Mamma Rosa“ in Solingen-Ohligs.

Wohin gehen Sie gerne mit Familie?
Auf meine Terrasse und bei meinen Enkeln dahin, wo die beiden Spaß haben, z.B. am Meer oder einen tollen Tierpark.

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
Ins Weltersbachtal

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Nicht zu früh aufstehen, Frühstück mit der ganzen Familie und dann mit den Enkeln irgendwo spielen oder Schiffe gucken am Nordostseekanal.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein?
Englischer Tee; eher Wein als Bier, aber meistens Wasser.

Was ist für Sie das größte Unglück?
Der Tod meines besten Freundes Anfang Juli.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist …
… leider nach über 40 Jahren immer noch nicht zusammengewachsen.

Was ist RheinBergs größter Pluspunkt?
Die Lage in der zukünftigen Metropolregion Rheinland mit der Nähe zu Köln und trotzdem vielen schönen Plätzen in der Natur

Was ist RheinBergs größtes Problem?
Die Verkehrsproblematik. Die Autobahnen um uns herum sind meist verstopft, öffentlicher Nahverkehr ist durch die vielen Dörfer kaum in sinnvoller Taktung möglich.

Wenn Sie drei Wünsche für RheinBerg frei hätten, würden Sie …
… alle Einwohner zu einer Rundreise im Kreis einladen, damit alle sehen, wie schön der Kreis ist.
2. Das Verkehrsproblem (einschließlich Fluglärm) lösen.
3. Den Kreis mehr als Urlaubsziel promoten.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
…gern mal einen Regenbogen in voller Ausdehnung sehen. Das ist leider nicht möglich, wenn man nicht ganz farbtauglich ist.

Was war Ihre größte Leistung?
Gemeinsam mit meiner Frau aus unseren Kinder gestandene Menschen zu machen.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
Als ich meinen Betrieb verkauft habe, was wirtschaftlich sinnvoll war, hatte ich das Gefühl, ein Kind zu verlieren.

Mein großes Ziel ist es, …
Die Freien Wähler irgendwann in allen Parlamenten zu sehen. Kommunal leisten 250.000 Freie Wähler hervorragende Arbeit, das geht auch in Parlamenten.

Was ist Ihre Stärke?
Ich bewahre lange die Ruhe, auch unter Druck.

Was ist Ihre Schwäche?
Meine Frau meint, ich sollte öfter aufräumen. Ich glaube, ich bin zu hilfsbereit.

Wie sind Sie als Chef?
Fair und verständnisvoll

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?
Ich hoffe, dasselbe.

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Über die Situation der Pflege in Deutschland. Trotz unzähliger Reformen wird immer mehr Arbeit auf dem Rücken der Pflegekräfte platziert. Es finden keine richtigen Kontrollen statt und die Verwaltungen unternehmen nichts gegen die ausufernde Bürokratie.

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?
Rolf Jakob Willems

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Habe ich nicht

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
„Keiner ist alt genug, um es besser zu wissen.“

Welchen Ratschlag würden Sie Ihren Kindern erteilen?
Verhalte Dich immer so, dass Du am nächsten Tag ohne Probleme in den Spiegel schauen kannst.

Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?
Was wünschen Sie sich für die Bundestagswahl? Dass die Wähler ihr Wahlverhalten überdenken und nicht nur die fünf  ihnen bekannten Parteien wählen, mit denen sie seit Jahren unzufrieden sind. Stattdessen verhalten Sie sich, als ob ihnen im Restaurant ein Essen überhaupt nicht schmeckt, gehen aber immer wieder hin und bestellen dasselbe.

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