Mit dem ersten Schultag beginnen für manche Eltern große Probleme. Es gibt zu wenig OGS-Plätze.

Der Stadtelternbeirat Bergisch Gladbach lässt beim Thema OGS-Betreuung nicht locker und lädt zu einem Stammtisch ein. Dort soll diskutiert werden, welche Alternativen Eltern haben, die keinen OGS-Platz für ihre Kinder bekommen haben. 

Der Stammtisch unter dem Titel „Keine OGS-Betreuung – was nun?” findet am 15.11. ab 20 Uhr im Familienzentrum ZAK in Bensberg (Reginharstr. 40) statt, teilte die Elternvertretung auf kommunaler Ebene jetzt mit.

Nach Meinung des Elternbeirates bleibt „das Thema der mangelnden Plätze in der Offenen Ganztagsschulen (OGS) brisant in Bergisch Gladbach”. Wie schon in den vergangenen Jahren würden auch im kommenden Schuljahr viele Plätze fehlen.

Ende Juni hatte die Stadtverwaltung die Zahl der OGS-Plätze in Bergisch Gladbach mit insgesamt 2786 beziffert, 171 Kinder standen damals auf den Wartelisten. Aktuellere Zahlen liegen nicht vor, sind aber bei der Verwaltung angefragt.

Der Elternbeirat weist darauf hin, dass Eltern ohne OGS-Versorgung zum Teil große Probleme haben: Während die Kinder im Kindergarten bis in den Nachmittag hinein betreut werden, endet die Betreuung mit Eintritt in die Grundschule oftmals bereits am späten Vormittag. Das sei eine Uhrzeit, die noch nicht einmal mit einer Teilzeitstelle kompatibel ist.

Da es bislang auch keinen Rechtsanspruch auf eine längere Betreuung gibt, gelte es für Eltern, die leer ausgegangen sind, eigene Lösungen zu finden.

Genau dabei möchte der Stadtelternbeirat  unterstützen. Er will eine Plattform schaffen, auf der sich Eltern ohne OGS-Betreuung miteinander vernetzen, austauschen und in Eigeninitiative unterstützen können.

Beim ersten Stammtisch im November möchte der Stadtelternbeirat daher alle interessierten Eltern zusammenbringen und gemeinsam Ideen und Strategien entwickeln, wie man der fehlenden Kinderbetreuung begegnen kann. Vertreterinnen des Jugendamts werden ebenfalls an diesem Abend für Fragen zur Verfügung stehen.

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Redaktion

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3 Kommentare

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  1. Bitte wenden Sie sich an direkt an den Beirat: bergischgladbach.de/jaeb-jugendamtselternbeirat.aspx

  2. Wir haben für das kommende Schuljahr eine Absage erhalten, weil ich aktuell im Anschluss an die Elternzeit des Geschwisterkindes noch nicht in den Beruf zurück gekehrt bin. Ich wollte dies erst angehen, wenn ich weiß, dass die Betreuung meines künftigen Schulkindes gesichert ist. Leider habe ich aber dadurch das Nachsehen, denn ohne nachgewiesenen Job, habe ich keinen der wenigen OGS-Plätze an der Schule hier im Ort bekommen können. Ich “darf” mich jedoch auf die Warteliste für´s zweite Schuljahr setzen lassen, was natürlich kein Garant ist, dass die Situation im nächsten Jahr vielversprechender aussieht. Vereinbarkeit ist uns somit nicht gegeben. Also werde ich weiterhin als Arbeitnehmer ausfallen und mein Kind muss darauf hoffen, sozial nicht ausgegrenzt zu werden, wenn alle Freunde in die Betreuung gehen, sie daran aber nicht teilhaben darf.

    Wird es besagten Elternbeirats-Stammtisch noch einmal geben, um den Eltern, die jetzt mit Gewissheit keinen Betreuungsplatz bekommen haben, die Möglichkeit zu bieten, gemeinsam konkrete Hilfen zu suchen?

    Viele Grüße
    Sandra

  3. Hallo,

    dazu kann ich nur sagen, wie schwer es allen Beteiligten gemacht wird. Selber als Erzieherin tätig habe ich schon lange den Wunsch einen privaten Hort anzubieten, gerne in Zusammenarbeit mit Schulen. Die Stadt unterstützt es nicht. Aber wo sind die Eltern, die dies unterstützen würden?

    Liebe Grüße,
    Susanne Hack