Die Chlorierung des Trinkwassers in Hebborn schlägt an: Bei den Untersuchungen sind seit einigen Tagen keine Keime mehr aufgespürt worden. Aber das Gesundheitsamt geht auf Nummer sicher und hält das Abkochgebot aufrecht. Der Chlorgeruch soll uns bis ins neue Jahr begleiten. 

Nach Informationen der Belkaw wiesen „alle in den vergangenen Tagen aus der Wasserzone entnommen Proben weisen keine Keimbelastungen mehr auf”.  Allerdings sei auch die Suche nach der Ursache der Verunreinigung mit Enterokokken bislang erfolglos.

Daher hat das Gesundheitsamtes des Rheinisch-Bergischen Kreises das sogenannten Abkochgebot am Mittwoch nicht aufgehoben, sondern ein weiteres Mal verlängert, zunächst bis Freitag. 

Außerdem wurden auf Veranlassung des Gesundheitsamtes noch speziellere Untersuchungen des Wassers in Auftrag gegeben, beim Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn. Das Institut, so ein Sprecher der Belkaw, soll sowohl das Wasser als auch die in der vergangenen Woche gefundenen Keime noch genauer analysieren.

Hinzu kommt, dass alle Untersuchungen nur Momentaufnahmen liefern. Solange die Ursache der Verunreinigung nicht gefunden und behoben ist könnten jederzeit wieder Keime ins Wasser gelangen. Daher wird auch die Chlorierung des Wassers fortgesetzt in der Wasserdruckzone 2 fortgesetzt.

Das Abkochgebot soll mindestens bis Freitag aufrecht erhalten werden, dann liegen die Ergebnisse der Untersuchungen des Bonner Instituts vor. 

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Die Zugabe von Chlor des Wassernetzes bis in den Januar hinein fortgesetzt werden, kündigt die Belkaw ein. Damit die Desinfektion nachhaltig wirken kann sei eine Chlorierung  über einen längeren Zeitraum hinweg notwendig. 

Bislang scheint die Verunreinigung des Trinkwassers keine ernste gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung zu haben. Beim Gesundheitsamt ist kein einziger Krankheitsfall oder auch nur Verdacht im Zusammenhang mit dem Trinkwasser gemeldet worden, bestätigt ein Sprecher des Kreises auf Anfrage.

Die Presseerklärung enthält nach viel Kritik an der Öffentlichkeitspolitik des Versorgers eine ausdrückliche Entschuldigung: „Die BELKAW bedauert außerordentlich, dass es durch den Vorfall in einem Teil des Versorgungsgebiets zu Unannehmlichkeiten gekommen ist und bittet diese für die erforderlichen Einschränkungen um Entschuldigung. Es wird alles unternommen, um schnellstmöglich eine ein-wandfreie Trinkwasserversorgung in den betroffenen Bereichen wiederherzustellen.”

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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