Die FDP begrüßt ausdrücklich das ausgewählte Konzept zur Verschönerung der Schlossstraße. Es verbessert wesentlich die Aufenthalts- und Erlebnisqualität des Herzstücks unserer Bensberger Innenstadt – für viele Bürger zunehmend wichtig. Gleichermaßen wichtig jedoch für ein vitales und zukunftsfähiges Handels- und Gastronomiegeschäft ist ein hinreichendes Angebot gut erreichbarer Parkmöglichkeiten.  

Die FPD fordert daher von der Stadtverwaltung die parallele, gleichzeitige Umsetzung eines bedarfsgerechten Parkraumkonzepts.

Die Freien Demokraten begrüßen ausdrücklich das ausgewählte Konzept zur Verschönerung der Bensberger Schlossstraße, damit man dort künftig gerne flaniert, verweilt, miteinander ins Gespräch kommt und mit Freude Einkaufs- und Gastronomieangebote nutzt. Gut gefällt uns, dass ein Mosaik unterschiedlichster Maßnahmen entstanden ist, die flexibel gestaltet und ergänzt werden können.

Anita Rick-Blunck

„In unseren Augen sollte man dies jedoch tun, ohne etwas anderes gleichermaßen Wichtiges zu lassen”, postuliert die Ortsvorsitzende Anita Rick-Blunck, die die Situation als Moitzfelderin aus nächster Nähe kennt.  „Zeitgleich muß eine Lösung für die Parkplatzfrage im Umfeld der Schloßstraße realisiert werden.”

Wie viele Leserbriefe besorgter Bürger zeigen, droht bei einer umfassenden Reduktion der Parkplätze ohne räumlich nahen Ausgleich ein Abwandern der Kunden in einem Ausmaß, das die Existenz der Händler bedrohen und letztendlich die Innenstadt nicht beleben, sondern eher zu ihrer Verödung beitragen würde.

Für wegfallende Parkplätze müssen Alternativangebote geschaffen werden, von denen aus die Schlossstraße gut zu erreichen ist.

Bensberg: So soll die neue Schlossstraße aussehen

Die FDP unterstützt die Forderung nach einer Antwort darauf, wo die Kunden, die auch aus dem Umland anreisen, künftig ihre Autos parken sollen – und zwar ohne dass etliche von ihnen in die umliegenden Wohnstraßen ausweichen.

Daher fordern wir von der Stadtverwaltung: Mit der Neugestaltung der Schlossstraße muss zeitgleich ein umfassendes Parkplatzkonzept umgesetzt werden, das die wegfallenden Parkplätze kompensiert. Ebenso muss dabei ein barrierefreier Zugang für ältere Menschen, Familien mit Kinderwagen, Menschen mit körperlichen Einschränkungen gewährleistet sein, für die die Steigungen in der Bensberger Innenstadt eine besondere Herausforderung darstellen.

Digitalisierung nutzen

Nicht zuletzt sollen die Möglichkeiten der Digitalisierung für das Parkraumkonzept genutzt werden: Die FDP fordert, ein Parkleitsystem auch für Bensberg zu etablieren, auf das die Bürger via App und Navigationssystem zugreifen können.

Jörg Krell

„Warum soll in Bensberg nicht gehen, was wir aus anderen Städten wie z.B. Köln schon länger kennen”, fragt Fraktionschef Jörg Krell.  Die Kunden sollen zudem schon zu Hause oder mittels ihres Smartphones die Möglichkeit haben sich zu orientieren, wo man generell parken und wie man das vorhandene Angebot an Fachgeschäften erreichen kann.

Die Stadt soll hier dem Beispiel anderer Städte folgen und die Möglichkeiten einer informativen Online-Plattform nutzen – für Anita Rick-Blunck überfällig. Auch Shared Services (Shuttle- oder Lieferservice) seien erfahrungsgemäß  für die Kunden ein Anreiz, auf die Anfahrt mit dem eigenen Wagen zu verzichten. – Die Stadt soll die Händler bei der Einrichtung eines solchen zeitgemäßen Angebotes unterstützen.

Nicht „später einmal“, sondern umgehend sollen diese Maßnahmen in die Planung aufgenommen werden! – Damit sich alle Beteiligten ungetrübter auf das neue schönere Gesicht unserer Schlossstraße freuen können.

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Hier veröffentlichen die Ratsfraktion und der Parteivorstand der FDP Bergisch Gladbach ihre Beiträge. Kontakt: Anita Rick-Blunck, Parteivorsitzende. Mail: rick-blunck@fdp-bergischgladbach.de

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8 Kommentare

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  1. Lieber Herr Ruppert, zunächst möchte ich Ihnen zustimmen in einem ganz wichtigen Punkt, das Herkömmliche und Analoge wird durch die Digitalisierung nicht ausgeschlossen. Das liegt alleine schon im gesellschaftlichen Interesse und in den Menschen begründet. Den “Sammelpunkt” haben Sie allerdings nach Digitalisierung in Ihrem “Mobile”. Durch Kumulation der Informationen zu einer gewünschten Mitfahrt von, über, nach, mit Uhrzeit, Mitfahrer und Erreichbarkeit, einschliesslich der Bedingungen, damit überrascht Sie die “App”. Wenn Sie spontan losfahren wollen, dann sehen Sie halt nach, ob es in Ihrem Nahbereich an der Fahrtstrecke jemanden gibt, der gerade eine Fahrt sucht. Es wird nicht viele Menschen geben, die heute noch an einem Sammelplatz warten wollen, bis sie vielleicht abgeholt werden.

  2. Lieber Herr Eschbach,

    klar sollten auch alle Möglichkeiten der digitalen Welt genutzt werden, das eine schließt das andere nicht aus. Mir persönlich wäre es am angenehmsten, wenn ich einfach an einem Sammelplatz Passagiere aufnehmen könnte, ohne vorher noch mein Smartphone zu befragen,denn ich plane Kurzstreckenfahrten nicht im vorhinein, sondern fahre einfach los, wenn es zeitlich gerade passt. Das machen sicher viele so.

    Eine App könnte aber durchaus hilfreich sein, wenn ich kurz vor dem Start in Erfahrung bringen, wie viele Menschen am definierten Sammelpunkt warten. Das könnte funktionieren, wenn man am Sammelpunkt einen Sender anbringen würde, der das dann weiterverarbeitet und mir die Daten per App übermittelt. Ich gebe gerne zu, von der modernen Technik keinen blassen Dunst zu haben, daher weiß ich nicht, ob das technisch überhaupt umsetzbar ist, glaube aber schon.

  3. Lieber Herr Ruppert, Sie nennen da eine der augenfälligsten Anwendungen (Application=App) für eine Digitalisierung, die bereits in unterschiedlichen Ausprägungen erprobt am Markt zur Verfügung stehen. Also nichts neu entwickeln, an den Anforderungen prüfen, was am besten die Forderungen abdeckt, Anwendung anwenden und los geht’s. Sollte dann Verbesserungspotential erkannt werden aus der praktischen Anwendung, die start up’s warten auf ihre Hinweise.

    1. BlaBlaCar.de: gebührenpflichtig
    2. Fahrgemeinschaft.de: Alternative ohne Gebühr
    3. Flinc: für Pendler ideal
    4. BesserMitfahren.de: für Kurzentschlossene
    5. twogo: smarte Mitfahr-Lösung
    6. MiFaZ: fahren von und nach Süddeutschland
    7. Mitfahren.de: ideal für Bahnfahrer
    8. vonAnachB: spannend für transporte
    9. fahrfahraway.com: für Festival-Fans
    10. Mitfahr-Suchmaschinen

    https://testsieger.bussgeldkatalog.org/mitfahrgelegenheit/

  4. Hallo Herr Ruppert,

    Ihren Vorschlag kann man sehr gut in unsere Forderung einbauen, die Stadt möge die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und die Händlergemeinschaften diesbezüglich unterstützen. … Das mit einer App zu kombinieren, wäre eine sehr gute Ergänzung.

    Anita Rick-Blunck / FDP

  5. M.E. sollte der private Autoverkehr in dieses Konzept mit einbezogen werden. Wie die meisten anderen auch, fahre ich fast immer alleine nach Bensberg oder andere Subzentren Gladbachs. Das ärgert mich seit Jahrzehnten, weil ich dann vier unbesetzte Sitze im Auto habe und es würde mir überhaupt nichts ausmachen, andere Personen mitzunehmen, oder bei anderen mitzufahren. Dadurch würde nicht nur das nicht wegzudiskutierende Parkplatzproblem entschärft, sondern auch ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Das wird gelingen, wenn es “simple & stupid” geregelt wird, soweit ich das sehe, ist das noch nirgends versucht worden, könnte aber in der Praxis wie folgt aussehen:

    Man installiert an zentralen Stellen Schilder unterschiedlicher Farbe, in Gladbach etwa am Bussbahnhof. Grün könnte dann bedeuten: “Ich fahre Sie in die Bensberger City zu einem korrespondieren Schild.” Bei “blau” wäre es dann etwa Refrath-City. Damit es einen Anreiz für die Autofahrer gibt, davon Gebrauch zu machen, müsste sich jeder, der sich dieser Mitfahrgelenheit bedient, an den Betriebskosten des Autos nach einem pauschal festgelegten Tarif beteiligen, z.B. 2 Euro je Fahrt, nach Köln City 4 Euro. Auf Wünsche der Mitfahrer könnte flexibel reagiert werden, etwa wenn er bereits unterwegs zum Ziel aussteigen möchte, dann fährt man eben kurz rechts ran. Wenn dieses Konzept etabliert ist und funktioniert, woran ich keinen Zweifel habe, werden die Medien darüber berichten und andere Gemeinden werden nachziehen.

  6. Der Vorschlag der FDP gefällt mir gut, da er ausgewogen ist. Parkplätze sind in bestimmten Masse notwendig und sollten in der nahen Umgebung angeboten werden. Im Zeitalter der Digitalisierung Apps und andere digitale Dienste anzubieten macht sehr viel Sinn. Darüber hinaus Alternativen wie Shuttle – und Lieferservice wäre. Atürlich super und würde den Verkehr reduzieren.
    Das wird sicherlich die Attraktivität der Schlossstrasse erhöhen und damit insgesamt Bensberg aufwerten.

  7. In den “Planfotos” kann man erkennen daß das dort geplante Pflaster Parallelen in Design und Material zu dem in der Bergisch Gladbacher Fußgängerzone verlegten aufweist…..
    In Anbetracht der nach relativ kurzer Zeit beträchtlichen Schäden, die das Pflaster in “der City” zeitigt, was m.E. auch Qualitätsgründe hat, wäre es “klug” hier bei der Materialbestellung “die Augen offen zu halten….” , auch wenn man einen “Lieferanten im Stadtrat” hat…..
    Also, Augen auf bei der Pflasterwahl….