In vielen Stadtteilen haben sich die Bürgerinnen und Bürger engagiert mit dem FNP-Entwurf auseinander gesetzt

Als großen Erfolg wertet das Bündnis der Bürgerinitiativen (BBi-GL) die Zahl der Eingaben der Bürgerinnen und Bürger zum Entwurf des Flächennutzungsplans: 2.370 Stellungnahmen zeigen, wie ernst es den Bürgern mit dem Wohl der Stadt sei.

Man gehe davon aus, dass die Eingaben sehr dezidiert und mit großer Sachkenntnis abgefasst worden seien. Das Bündnis bedankt sich bei allen beteiligten Bürgerinnen und Bürgern für ihr erneut großes Engagement, das sich bereits bei der Offenlage des Vorentwurfes gezeigt habe.

BBi-GL erwartet nun von der Stadt eine umfassende Prüfung und Berücksichtigung der Stellungnahmen. Jeder Bürger habe ein Anspruch auf Information. Die Bürgerinitiativen selbst wollen in den nächsten Monaten erneut die Politiker in den Ausschüssen und im Rat überzeugen, die immer noch auf falscher Basis beruhenden und überzogenen Pläne zum Flächenverbrauch zurückzunehmen.

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3 Kommentare

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  1. 10 Tage nach Amtsübernahme meinte der neue 1. Beigeordnete und Adlatus des Bürgermeisters, Herr Flügge, in einem Interview sinngemäß, dass die Bevölkerung hinsichtlich des FNP-E. von den Bürgerinitiativen, die ja immer alles so lassen wollen wie es ist, verführt würden und selbst einen solch schwierigen Plan nicht durchdringen könnten.

    Nun, die Offenlegung der 1. Änderung des FNP-E. überraschte die Verwaltung und sicher auch Herrn Flügge mit ca. 4500 Eingaben zum FNP-E., die, teilweise von den Bürgerinitiativen (BIs) gut vorbereitet, das Gespür der Bevölkerung für die an vielen Stellenvöllig unsinnigen Planungen der Verwaltung bewies. Man strafte selbige und damit Herrn Flügge und seinen Chef, aber auch das mit der Planung beauftrage Büro derartig ab, dass die Folge als äußerst bemerkenswert angesehen werden kann.

    Der 2. FNP-E. zeigte fast die Halbierung der vorher geplanten Potentialgebiete für Wohnen und Gewerbe/Industrie. Allerdings wird dieser gemeinsame Erfolg der Bevölkerung und der BIs relativiert, wenn man darüber nachdenkt, warum wohl der erste Entwurf derartig überzogene Zahlen für die Potentialgebiete enthielt.

    Es lässt sich vermuten, dass die Planer, an erster Stelle die Stadt, testen wollten, was man mit der Bevölkerung machen könne – mit dem Hintergedanken, bei einer Halbierung der Flächenmengen immer noch genügend Potential zu haben, Versprechen, die man vielleicht der Immobilienindustrie und den Großgewerbebetreibenden, einhalten zu können. Trotzdem wurde der Stadt eindeutig vor Augen geführt, dass niemand die Bevölkerung für dumm verkaufen kann.

    Am 09.01.2018 begann die 2. Offenlegung des geänderten FNP-E., nachdem das der Stadtrat am 20.12.2017 beschlossen hatte. Man bedenke, dass sich die Freizeitpolitiker, und das sind unsere gewählten Abgeordneten im Stadtparlament nun mal, während der Adventszeit ab Anfang Dezember mit den Änderungen des Entwurfes auseinanderzusetzen hatten, was gewiss nicht zu einer sonderlich ausführlichen Bearbeitung führte. In dieser Zeit sind m.E. die meisten Menschen in Mitteleuropa mit den Vorbereitungen für die Festtage beschäftigt.

    Dann wurde die Bevölkerung aufgefordert, wieder gegen den Plan mit Eingaben zu protestieren. Die dafür vorgesehenen 4 Wochen lagen mitten in der Karnevalszeit, in der sich auch sehr viele Bürgerinnen und Bürger nicht mir einem FNP befassen sondern mit Frohsinn und Singen befassen wollen. Ich glaube nicht, dass viele Mitmenschen in BGL diese beiden Terminlegungen für gelungen hielten, im Gegenteil, scheint einem auch hier wieder die Willkür der Stadt entgegen zu grinsen.

    Man darf gespannt sein, wieviel Zeit dieses Mal die Verwaltung für die Auswertung der Eingaben benötigt. Im letzten Jahr brauchte es 3 Terminankündigungen, bis die Stadt ausgewertet hatte und einige Proteste, bis die Auswertungen veröffentlicht wurden.

    Danach dachte man wohl im Rathaus, dass eine nächste Offenlegung wesentlich weniger an Reaktionen in der Bevölkerung hervorrufen würde als beim ersten Mal. Wie verblüfft muss man gewesen sein, als 2.730 Eingaben zur zweiten Offenlegung des FNP-E. eintrafen. Jetzt dürfte auch dem letzten Befürworter des ursprünglichen Plans klar sein, dass die Menschen in Bergisch Gladbach, gut unterstützt von den BIs, mündige Bürgerinnen und Bürger sind, die sich nicht ein X für ein U vormachen lassen.

  2. Flügge zeigt sich überrascht vom Bauboom – ein böses Omen.
    Das Herr Flügge vom Bauboom überrascht sei, wie in der heutigen Ausgabe zu lesen ist, verheisst nichts Gutes. Seit mehr als 5 Jahren zeichnet sich dieser Trend ab und wenn man einfach nur den Stadtanzeiger liest, worin regelmäßig steht, dass Köln nicht einmal ansatzweise den Bedarf an Wohnraum selbst decken kann, dann ist das schon ein ziemlich niedriger Kirchturm, von den aus hier die Stadt betrachtet wird.
    Wie sollen wir da Weitsicht im FNP vermuten dürfen, dort, wo er besonders gebraucht wird und der mit seinem strukturellen Mangel an Nachhaltigkeit Generationen belasten könnte.
    In der Hoffnung auf Einsicht
    Sascha Gajewski

  3. Die Unzufriedenheit der Bürger und Bürgerinnen ist trotz des überarbeiteten FNP weiterhin sehr groß- 2370 Einwände ist eine sehr hohe Zahl!
    Im FNP ist der Krüger-Antrag auf 4 ha Waldfläche im Neuborner Busch neu hinzugekommen,
    wodurch die Anzahl der Einwände nochmals hochgeschnellt ist!
    Die Stadt muß endlich einsehen, dass sie nicht die Politikverdrossenheit der Bürger weiter
    so fördern kann : Krüger soll am S-Bahnhof ein modernes Verwaltungshochhaus bauen,
    aber nicht im Grünkorridor Lückerather Busch.