TheaterWeltenErschaffen zeigt das Stück „Astoria” in einer Inszenierung, die trotz des ernsten Themas viel Spielraum für witzige Dialoge, schräge Momente, farbenfrohe Kostüme und musikalische Einlagen beinhaltet. 

Die ambitionierte Amateurtheatergruppe  zählt aktuell 15 Spielerinnen und Spieler. Für die Theaterproduktion „Astoria“ nach dem Werk des Österreichers Jura Soyfer, traf man sich zu den Proben in einer Halle im Gewerbegebiet Britanniahütte in Gronau. Ein Dankeschön richtet die Theatertruppe an den Besitzer der Halle, der diesen Raum großzügig zur Verfügung stellte.

Heinz-Dieter Haun, Theaterleitung, bearbeitete das Stück, ergänzte es um Aspekte des gegenwärtigen Flüchtlingsdramas. Bei der Auswahl der literarischen Vorlagen, Rollenbesetzung, Inszenierung, Gestaltung des Bühnenbildes, Auswahl von Requisiten und Kostümen stimmt stets die gesamte Truppe mit ab. Mit großer Fantasie, Kreativität und handwerklichem Geschick werden Requisiten, Bühnenbild und Kostüme in Eigenleistung erstellt, gebaut und genäht.

Begründer und theaterpädagogischer wie künstlerischer Leiter von TheaterWeltenErschaffen ist HD Haun, er sagt: „Für mich als Theaterpädagoge ist es immer wieder spannend zu sehen, was das Theaterspielen mit den Akteuren selbst macht, dass sie sich Darstellungen zutrauen, die sie sich vor Jahren noch nicht gestattet hätten, sie also zunehmend frei werden sich so zu geben wie “es die Rolle fordert” und viele sich selbst zunehmend souveräner einbringen. Das darstellerische Potenzial der Einzelnen und ihre Variationsbreite in der Rollengestaltung wachsen – und so macht das Spielen einen Sinn sowohl auf der persönlichen Ebene als auch hinsichtlich des künstlerischen Anspruchs. Gefragt ist immer wieder die Kreativität der Spieler und Spielerinnen, ohne die keine neue Kreation möglich ist.“

Am 16. März startete die gelungene Generalprobe (siehe Fotos) in den Räumen der Kirche Zum Frieden Gottes. Jetzt folgen die Auftritte in Bergisch Gladbach und Bensberg.

TheaterWeltenErschaffen: „Astoria“ von Jury Soyfer
Der Eintritt zum Theaterabend ist frei. Spenden werden erbeten.
Reservierung empfohlen per Mail info@tweev.de oder telefonisch 02202-250837

Aufführungen:

  • 17. März, 19.00 und 18. März, 18.00: Gemeindesaal der Kirche zum Frieden Gottes, Martin Luther-Str. 13, 51469 Bergisch Gladbach-Heidkamp
  • 24. März, 19.00 und 25. März, 18.00: Ratssaal Bensberg, Wilhelm Wagener-Platz, 51429 Bergisch Gladbach-Bensberg
  • 14. April, 19.00 und 15. April, 18.00: Gemeindesaal der Kirche zum Frieden Gottes, Martin Luther-Str. 13, 51469 Bergisch Gladbach-Heidkamp

Zum Inhalt: Die Grenzlinie zwischen Wirklichkeit und Märchen wird für den Landstreicher Hupka die Grenze zwischen Astoria und dem Rest der Welt. Astoria ist ein Staat ohne Land, erfunden von Hupka aus einer Laune heraus, für einen Minister ohne Amt und dessen glamouröse Gattin, die Gräfin Gwendolyn Buckelburg-Marasquino. Aber auch für sich selbst, denn Hupka hat kein Geld, kein Haus, keine Arbeit, keinen Pass… – und der Winter kommt!

Zum Autor: Jura Soyfer, geboren 1912 in der Ukraine, als Kind mit seinen Eltern vor der Bolschewistischen Revolution geflohen, aufgewachsen in Wien und umgekommen 1939 im KZ Buchenwald, war jüdischer Abstammung und Zeit seines allzu kurzen Lebens überzeugter Marxist. Er schrieb politische Schriften und Stücke, die irgendwo zwischen Nestroy und Brecht einzuordnen sind. »Astoria«, 1937 geschrieben, kann visionär genannt werden.

Die Theaterproben sind donnerstags ab 19 Uhr.
Kontakt: TheaterWeltenErschaffen | TheaterWeltenErschaffen e.V.
c/o Heinz-D. Haun, Urbanstr. 27, 51469 Bergisch Gladbach
Mail: hdhaun@neuer-wind.de; info@tweev.de
Website: www.tweev.de

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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