Die wenigen noch stehenden Gebäude der alten Papierfabrik sind in den vergangenen Monaten weiter verwahrlost. Foto: Redaktion

Vor einem Jahr hatte die Stadtverwaltung das Bauprojekt „Wohnen an der Strunde“ auf dem Wachendorff-Areal in Gronau auf Eis gelegt – weil die Investoren aus dem Umfeld der in Turbulenzen geratenen Gröner-Gruppe ihre Arbeiten eingestellt hatten. Doch nun gibt es eine überraschende Wende.

Eine große Delegation der Eigentümer des Wachendorff-Areals sei bei der Stadtverwaltung aufgeschlagen und habe eine Fortsetzung des Projektes angekündigt, berichtete Marc Höhmann, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Bau und Mobilität, am Donnerstag im Stadtplanungsausschuss. Auch Roland Pofalla, Ex-Minister, enger Mitarbeiter von Christoph Gröner und Vorstand der CGRE AG, sei dabei gewesen.

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Laut Handelsregister hält die CGRE AG 89,9 Prozent an der CG Wohnen an der Strunde GmbH & Co KG. „CG“ steht dabei für Christop Gröner, der mit Teilen seines weit verzweigten Firmengeflechts gegen die Insolvenz und vielfache Vorwürfe ankämpft.

Bei dem Gespräch mit der Pofalla-Delegation habe die Stadt Bergisch Gladbach den Eindruck gewonnen, dass es mit dem wichtigen Wohnungsbauprojekt nun doch weitergehe und die seit langem ausstehenden Gutachten in Sachen Entwässerung und Verkehrsanbindung erarbeitet werden, sagte Höhmann.

Nach den vielen Verzögerungen seien die Investoren dabei jedoch in einer Bringschuld. Zunächst werde die Verwaltung die ausgesetzten Arbeiten am Bebauungsplan nicht aufnehmen, sondern abwarten, ob das Projekt ernsthaft vorangetrieben werde.

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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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