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Die letzten Refrather Wegkreuze brauchen Hilfe

Das Vürfelser Holzkreuz befindet sich noch in der Werkstatt des Restaurateurs

Nur noch vier Wegkreuze besitzt Refrath, um die kümmert sich der Bürger- und Heimatverein umso intensiver. Das Vürfelser Holzkreuz wird gerade restauriert, auch die anderen müssten aufgearbeitet werden. 

Leider besitzt unser Ort nur noch drei Wegekreuze, die an ihrem ursprünglichen Ort stehen bzw. nahebei. Ein viertes, nämlich das am Kindergarten an der Kirche St. Johann Baptist, stand ursprünglich an der Kaule, Ecke Heitberg.

Das Kreuz von 1783, das an der Hüttenstraße am früheren Durchgang zu „Im Feld“ stand, ist leider „entsorgt“ worden. Wegen Baumaßnahmen wurde es auf Bitte der Eigentümer des Grundstückes entfernt und nach St. Elisabeth gebracht. Es soll so stark beschädigt gewesen sein, dass eine Restaurierung nicht mehr lohnend erschien. Das war wenig glaubhaft, weil ein Restaurator es fachgerecht abgebaut und nach St. Elisabeth gebracht hatte. Nach langer Liegezeit brachte „man“ es ohne mit dem Heimatverein Rücksprache zu nehmen auf den Bauschutt am Bauhof.

So können Sie etwas beitragen:
Mit einer Spende auf das Denkmalkonto des Heimat- und Bürgervereins:
Kreisparkasse Köln
Iban DE77 370502990313551042

Da die Restaurierung sehr kostspielig wird, sind wir jedem Spender dankbar, der uns bei der Finanzierung hilft. Auch kleine Beträge zeigen die Wertschätzung für unsere Arbeit zum Erhalt der wenigen Denkmäler, die wir noch haben.

Das wertvollste der verbliebenen Kreuze ist das steinerne Missionskreuz am Beningsfeld. Es stammt aus dem Jahre 1765. Das bekrönende Kreuz mit Corpus ist vom Mittelblock durch eine Abdeckhaube getrennt. Im Mittelblock dient eine Nische der Aufstellung des Allerheiligsten bei Prozessionen. Im Hintergrund der Nische ist unter dem für das 18. Jh. typischen Muschelrelief eine Figur zu erkennen, die einen Gegenstand in der rechten Hand hält, möglicherweise eine Schriftrolle.

Wenn man die Muschel als Jakobsmuschel, dem Symbol der zum Grab des hl. Jakobus nach Santiago de Compostella wallfahrenden Pilger deutet, könnte es sich bei der Figur um diesen volkstümlichen Heiligen handeln, der zudem als Beschützer der Ernte verehrt wurde. Dazu würde auch der Pilgerstab als Attribut des Apostels passen. Die Stifter, ein Ehepaar aus der Nachbarschaft, sind gut lesbar genannt, ebenso Jahreszahl und Anlass. Weitere Kürzel in Großbuchstaben sind bis heute nicht entziffert.

An einer Wegabzweigung beim ehemaligen „Tannenhof“ (jetzt „Touch down“), Lustheide 44, stand das Steinkreuz der Familie Ossenbach. Die Eheleute hatten es 1897 aus Anlass ihrer silbernen Hochzeit errichten lassen. Bäckermeister August Ossenbach stammte aus Lindlar, seine Frau Elisabeth, geb. Arnold, aus Kürten. Heute steht es auf dem Parkplatz des Restaurants.

Es handelt sich um eine dreiteilige Anlage. Auf dem nach der Restaurierung erhöhten Sockel sieht man zunächst den Block mit der Inschrift, der von einer mit Blumenreliefs geschmückten Konsole gekrönt wird, die wohl zur Aufnahme von Blumenschmuck bestimmt war. Der Mittelblock zeigt die steinerne Büste der „schmerzhaften Muttergottes“, dargestellt durch das Schwert, das Mariens Herz durchbohrt. Darüber befindet sich, auf einem kleineren Sockel stehend, das Kreuz mit dem bronzenen Kruzifix, das vor Jahren von Metalldieben abgerissen und durch ein gespendetes altes Kruxifix ersetzt wurde.

Ein Neubau führte zum Abriss des alten Häuschens der Familie Ludemann im Vürfels 76. Mit ihm wäre um Haaresbreite auch das Prozessionskreuz davor abgerissen worden und hätte so dasselbe Schicksal erlitten wie das Kreuz im Hüttenfeld.

Der damalige Vorsitzende des Bürger- und Heimatvereins, Dieter Wagner, handelte rasch und ließ es durch den bereits erwähnten Restaurator abnehmen. Dieser entdeckte – nachdem er 26 Farbschichten entfernt hatte – dass es sich keineswegs um ein Steinkreuz handelte wie in der Denkmalliste vermerkt war, sondern um ein Holzkreuz.

Es soll aus der Mitte des 19. Jh. stammen, ein Stifter wurde bisher nicht ermittelt. Die Kreuzbalken sind geschweift, ihre Enden kleeblattförmig ausgestaltet. Das Kruzifix wurde farblich neu gefasst. Es wurde 2007 herabgerissen, aber nach Tagen in einem Hauseingang stark beschädigt gefunden. Der Dieb hatte wohl zu spät bemerkt, dass es kein Metall war. Nun steht das Kreuz leicht versetzt vor dem Neubau. In der Nachbarschaft wurde spontan für die Wiederherstellung gesammelt..

Der Bürger – und Heimatverein Refrath hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die noch vorhandenen Wegekreuze restaurieren zu lassen, was zwischen 1991 und 1999 geschah. Nun ist es wieder an Zeit, die Kreuze reinigen und gegebenenfalls restaurieren zu lassen. Das gilt insbesondere für das Holzkreuz im Vürfels.

Um die notwendigen, erheblichen Geldmittel aufzubringen, bittet der Bürger- und Heimatverein um Spenden. Auch kleine Beträge zeigen die Wertschätzung für unsere Arbeit zum Erhalt der wenigen Denkmäler, die wir noch haben. Seitens der städtischen Denkmalbehörde gibt es einen geringen Zuschuss.

Das Denkmalkonto des Heimat- und Bürgervereins:
Kreisparkasse Köln
Iban DE77 370502990313551042

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ist Lehrer im Ruhestand und war lange Jahre des Bürger und Heimatvereins Refrath. Als Heimatforscher und Autor arbeitet er die Geschichte des Ortsteils auf.

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