Nachrichten, Hintergründe, Termine und Service aus Bergisch Gladbach

Jahrgang 1962, in Schildgen aufgewachsen, verheiratet, Vater von 4 erwachsenen Töchtern und Großvater eines Enkelsohnes. Medizinstudium in Köln. Assistenzarzttätigkeit in den Bereichen Innere Medizin, Psychiatrie und Frauenheilkunde. Leitender Oberarzt an der Frauenklinik des EVK und betreut dort das Brustzentrum.

8 Kommentare zu “Wird Bergisch Gladbach zum Vorort von Köln?”

  1. Hallo, ich sehe es eigentlich ähnlich wie magnus. Wir wohnen seit 7 Jahren in Refrath, vorher in Köln Brück. Ich kann nicht sagen das in Köln alles gut war, genauso wenig ist es jetzt in Bergisch gladbach so. Beide Städte sowohl Köln als auch Bergisch Gladbach werden weiter wachsen, wie schnell das gehen wird darüber kann man streiten. Nur sollte jetzt schon geschaut werden wie die beiden Städte ideal miteinander verknüpft werden. Auch wenn in 40 Jahren Bergisch gladbach noch selbstständig sein sollte, werden viele Stadtteile klassische Vororte von Köln sein.

  2. Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu! Toller Artikel!

  3. Das Problem bei allen Wachstumsphantasien unserer Politiker scheint zu sein, das diese nur ein Ziel sehen (Wachstum, Steuern, Profit), aber einen gesunden und sicher längeren Weg dahin aus diesem Grunde ablehnen.

    Bevor Grundsücke ausgewiesen werden und man sich einen Zuzug schönrechnet, wäre es doch sinnvoll gewesen, sich vorrangig die aktuelle Situation in Bergisch Gladbach und Köln anzusehen.
    Zu den aktuellen Themen gehören überlastete Straßen, fehlende Fahrradwege, fehlende Plätze in KiTa und Ganztagsbetreuung, eine zuverläsiger ÖPNV, regelmäßige Überschreitung der Grenzwerte für Feinstaub…. die Liste lässt sich beliebig fortführen.

    Wo bleiben die Maßnahmen zu Verbesserung der Kinderbetreuung und der Luftqualität (Bäume und Grün zu entfernen hilft mit Sicherheit nicht)?
    Wenn mehr Energie in die Verbesserung der aktuellen Lebenssituation vieler Gladbacher gelegt würde, würde m.M. nach auch das Vertrauen in die Politiker wachsen und dadurch der Widerstand gegen diese Projekte nicht so immens.
    Anstatt das lähmende Gefühl zu vermitteln, dass es nur um Zahlen in der Buchhaltung und eigener Tasche geht.
    Bürger die sich Zusammenschließen (Beispiel BBiGL), werden trotz “erwünschter Bürgerbeteiligung” nicht ernstgenommen und bekommen keine Stimme.

    Die Politik hat die Möglichkeit gemeinsam mit den Bürgerinitiativen zu arbeiten, welche offensichtlich mehr Sensiblität und Sachkunde für die aktuelle Lebenssituation in BGL haben als die Verantwortlichen. Das kann als Chance und Verbesserung genutzt werden, anstatt gegeneinander zu kämpfen gibt es die Möglichkeit gemeinsam an einem gesunden Wachstum zu arbeiten. m.M.

  4. Lieber ” Magnus “,
    Wie man erkennt hast du ja keine Ahnung! Ggf. bist du sogar ein “Bot”….
    Es gibt nähmlich keinen Grund von Köln aufgesaugt zu werden! Wir haben dort gewohnt und kennen die Verhältnisse;
    – Verwaltung,
    – Nachbarn,
    – Polizei,
    – Einzelhandel,
    – Luft,
    – “Leben”……
    Hier ist alles besser!!!
    Die Lüge vom ewigen Wachsen und diesen Synergieen glauben wir doch schon lange nicht mehr!
    Also: Aufwachen und freundliches miteinander !

  5. Als, in der Südstadt geborene Kölnerin bin ich 2011 nach Refrath gezogen und ich würde nicht für Geld zurückziehen. Bergisch Gladbach bietet seinen Bürgern so viel, was Köln, aufgrund der Größe und des Verwaltungsapparates gar nicht mehr leisten kann. Bergisch Gladbach bietet das “dörfliche” in einem städtischen Rahmen. Und “dörflich” ist hier im positivsten Sinne gemeint. Es ist beschaulicher und persönlicher. Alles ist schnell erreichbar, von der Verwaltung bis zum Shopping. Ich weiß das sehr zu schätzen. Köln hat das einfach nicht zu bieten! Mein Wunsch: das diese schimmernde Perle Bergisch Gladbach ein wunderbar gefasstes Schmuckstück bleibt und dass sie nicht an eine Köln-Kette kommt, als eine unter vielen, bei der sie dann durch den Abrieb den Glanz verliert.

  6. Natürlich würde es Sinn machen, wenn Infrastruktur, Verdichtung und auch Luftschneisen etc. im Kontext mit Köln geplant würden. Daß die Städte zusammenwachsen, ist ja logisch. Dem wird man sich nicht ernsthaft engegenstellen können. Die jüngeren Menschen sind sowieso überwiegend dafür. Sie werden es in ein paar Jahren mittragen. Im Westen von Köln entstehen neue Stadtteile, GL auf der anderen Seite wird irgendwann eingemeindet, wie Porz etc.
    Das würde helfen, de Verwaltung abzuspecken und wäre für beide Städte in vielerlei Hinsicht ein Gewinn. Es gibt eigentlich keine vernünftigen Gründe dagegen.

  7. Die Stadt sorgt für Verwirrung pur.
    ISEK 2030 – FNP – Regiebuch Koop Köln – 10 Sofortmaßnahmen

    Viele namhafte Gutachter wurden von der Stadt Bergisch Gladbach zu großen Gutachten beauftragt, um das Integrierten Stadt Entwicklungs Konzept, kurz: ISEK 2030, aufzustellen als Vorbereitung / Gerüst/ Leitschnur für den aufzustellenden Flächennutzungsplan FNP.
    Leider hat die Stadt immer wieder die dort erzielten Erkenntnisse versucht, unter den Tisch zu kehren, um die höchste Machbarkeit für Wohnen und Gewerbe beim FNP durchzusetzen. Der sogenannte „Möglichmacher“ ist in Wahrheit ein Zerstörer der Qualitäten unserer Stadt.

    Die Verabschiedung des Flächennutzungsplanes wurde um circa zwei Monate verschoben, um sich nochmals Gedanken zu machen zur ausreichenden Einflechtung der knapp 3.000 Einwände. Dies gerade auch im Hinblick des sich verändernden Klimas und der daraus erkannten Notwendigkeiten von Kaltluftschneisen, kühlendem Stadtgrün und geringerer Versiegelung.

    Was zaubert man nun aus dem Hut?
    – Ein Regiebuch
    – Mit 10 Sofortmaßnahmen als Schnellschuss

    Schön wäre es erst mal ein durchdachtes Leitbild und Verkehrskonzept für die Stadt aufzustellen, danach zu planen, den Flächennutzungsplan für die eigene Stadt verabschieden, bevor man sich auf planerische Konstrukte mit Nachbargemeinden, insbesondere denen des ausufernden Kölns einzulassen.

    Ob da unsere Bürgervertreter, die Ratsmitglieder, nicht total den Überblick verlieren? Bei diesem Verwirrspiel hätte ich absolutes Verständnis dafür. Aber vielleicht ist das ja auch die Taktik von gewissen Personen.

  8. Vielen Dank für den Bericht, Herr Nuding!
    Passend zum 10-jährigen „ Jubiläum“ der Wachstums-Pleite des Bankhauses Lehmann Brothers sieht die Stadt unsere Zukunft offenbar im Wachstum um jeden Preis. Man darf sich daran erinnern, dass auch damals einige Kommunal – Vertreter aus Wachstumsgier zu einem finanziellen Deseaster der Kommunen beigetragen haben.

    „Nach Beschluss des Flächennutzungsplans soll eine Bevölkerungsprognose aufbauend auf den abgestimmten Prioritäten zur Flächenentwicklung neu erstellt werden, um eine möglichst zutreffende Prognose zur Ermittlung der Bedarfe zu haben.” Das heisst mit anderen Worten, wir schauen, wieviele Wohnungen wir in unsere Stadt hineinquetschen können und danach machen wir eine Prognose zum Bevölkerungswachstum.

    Man fragt sich, ob unser fundiertes Engagement überhaupt gelesen und wenn ja, auch verstanden wurde. Quo vadis?

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