Annette Glamann, Ratsmitglied der FDP

Annette Glamann, Ratsmitglied der FDP

Das Land stattet sogenannte „Talentschulen” besser aus. Dafür müssen sich die Schulen bewerben, die Verwaltung fürchtet zusätzliche Kosten. Auf Anregung der FDP werden die Schulen jetzt aber ausdrücklich danach gefragt. 

Im Juli hat die Landesregierung beschlossen, bis zu 60 „Talentschulen“ in NRW einzurichten. Zum Schuljahr 2019/20 sollen 35 Talentschulen an den Start gehen, im Schuljahr 2020/21  25 weitere folgen.

Ausgewählte Schulen erhalten 20 Prozent mehr Lehrerstellen, ein zusätzliches Fortbildungsbudget sowie Sozialarbeiterstellen. Der Schulträger muss seinerseits für gute bauliche und digitale Ausstattung sorgen – eine Aufgabe, der er mittelfristig ohnehin nachkommen muss. In der Ratssitzung am 9. Oktober haben die Freien Demokraten beantragt, die Verwaltung möge prüfen welche Schule für eine Bewerbung (als Talentschule) geeignet ist.

Bisher habe sich noch keine Schule in Bergisch Gladbach für dieses Förderprogramm beworben, das zunächst für sechs Jahre geplant ist, war die Reaktion der Stadtverwaltung. Überhaupt steht sie dem Vorschlag ablehnend gegenüber, weil die baulichen Voraussetzungen Kosten mit sich bringen. Darüber hinaus wird bemängelt, dass ja andere Schulen benachteiligt würden.

Hintergrund: Das sind Talentschulen (bitte klicken)
Die Landesregierung macht sich dafür stark, dass alle Schüler von gerechten Bildungschancen profitieren. Mit dem Schulversuch Talentschulen sollen die Schulen dabei unterstützt werden, ihre Aufgabe noch besser wahrzunehmen.

An den Talentschulen soll exemplarisch erprobt werden, wie die Entkoppelung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg an Schulstandorten mit besonderen Herausforderungen gelingen kann. Die am Schulversuch teilnehmenden Schulen sollen ein besonderes fachliches Förderprofil auf- oder ausbauen.  Kernelement des Konzeptes ist eine Förderung, die fachlich angebunden auf sprachliche Kompetenzentwicklung fokussiert, das Selbstkonzept der Schülerinnen und Schüler stärkt, ihre Potenziale wertschätzt, systematisch in die Entwicklung mit einbezieht und nutzt.

Die aufgenommenen Schulen werden im Schulversuch gezielt dabei unterstützt, sich in diesen Feldern weiterzuentwickeln. Hierzu erhalten sie zusätzliche Ressourcen und weitere Angebote.

Mehr Infos und Bewerbungsunterlagen gibt es hier.

„Natürlich wollen wir niemanden etwas aufzwingen aber es wäre schade, diese Chance einfach verstreichen zu lassen“, meint die schulpolitische Sprecherin Annette Glamann. Es gehe nicht darum, andere Schulen zu benachteiligen, sondern darum, Schülerinnen und Schülern, die per se benachteiligt sind, mehr Chancengleichheit zu bieten.

Für eine Gesamtschule würde die Teilnahme am Förderprogramm rund acht Lehrerstellen mehr bedeuten, mehr praktisches Arbeiten und mehr Lernmöglichkeiten. Hier kann die Schule ihren Schwerpunkt selbst wählen, wie zum Beispiel MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) oder kulturelle Bildung und Sprachförderung.

Diese Begründung überzeugte auch die SPD-Fraktion, deren Vorsitzender Klaus Waldschmidt unserer Stadträtin Annette Glamann in der Sitzung spontan zur Seite sprang.

Ergebnis: Die Verwaltung sagte zu, alle Schulleiter/innen nun schriftlich befragen zu wollen. Die Bewerbungsfrist endet am 07.12.2018, so der abschließende Hinweis von Annette Glamann.

Mehr Infos und die Bewerbungsunterlagen des Landes gibt es hier.

Hier veröffentlichen die Ratsfraktion und der Parteivorstand der FDP Bergisch Gladbach ihre Beiträge. Kontakt: Anita Rick-Blunck, Parteivorsitzende. Mail: rick-blunck@fdp-bergischgladbach.de

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