Die Bürgerinitiative „Neuborner Busch“ will m Fortgang des FNP-Verfahrens Verantwortung übernehmen – und weiter für den Erhalt des Waldes als Frischluftschneise, Naherholungsgebiet und Schutzgürtel kämpfen – bis der letzte Baum gefällt ist.

Mit Bestürzung reagieren wir auf die von der CDU und SPD getragene Entscheidung des Rates der Stadt Bergisch Gladbach, den Wald „Neuborner Busch“ im neuen Flächennutzungsplan (FNP) zu belassen.

Damit rückt die Abholzung dieser vitalen Waldfläche zur Nutzung für neue Büro- und Laborgebäude sowie Parkhaus durch die Firma Krüger einen großen Schritt näher. Die absehbare Zerstörung der Waldfläche ist unverantwortlich und zeugt von einer vasallenhaften Haltung gegenüber einem einzigen Antragsteller.

CDU und SPD ignorieren dabei vollkommen, dass es Ausweichflächen für die Firma Krüger gibt, die die Firma allein deshalb nicht erwerben möchten, weil es billiger ist, den Wald „Neuborner Busch“ auf Kosten der Allgemeinheit abzuholzen.

Von Anfang an hatten weder der Bürgermeister noch die beteiligten Fraktionen von CDU und SPD Interesse, den Wald „Neuborner Busch“ als Frischluftschneise und für die Bürger zu erhalten. Hinweise auf Alternativen und absehbare Nachteile für das Klima, die Natur, die Anwohner und Erholung suchenden Bürger der Stadtteile Heidkamp, Lückerath, Gronau und darüber hinaus wurden nicht angehört oder mit einer gewissenlosen Arroganz verworfen.

Stattdessen wurde die Entscheidung zur Änderung des FNP in verdeckten Runden unter dem Motto „Tarnen, Täuschen und Ignorieren“ vorbereitet. Jetzt ist die „Feuerwalze im Neuborner Wald“ entzündet.

Der Bürgermeister und die Fraktionen von CDU und SPD sind nicht willens, die Stadt im Zeichen des Klimawandels zu gestalten und dabei Verantwortung zu übernehmen. Stattdessen wird ein reines Prestigeprojekt der Firma Krüger unterstützt.

Aus Angst vor der Firma Krüger, wird die Verantwortung jetzt über den FNP jetzt auf die reine Bürokratieebene, namentlich die Bezirksregierung, verschoben. Die gewählten Ratsmitglieder als Repräsentanten der Bürger verspielen damit das Vertrauen grob fahrlässig.

Die Bürgerinitiative „Neuborner Busch“ wird – anders als der Bürgermeister und die Fraktionen von CDU und SPD – im Fortgang des Verfahrens Verantwortung übernehmen. Die Initiative wird weiter für den Erhalt des Waldes „Neuborner Busch“ als Frischluftschneise, Naherholungsgebiet und Schutzgürtel kämpfen – bis der letzte Baum im Auftrag der Firma Krüger gefällt ist.

Die Bürgerinitiative bleibt weiter gesprächsbereit. Aber eines ist nach der gestrigen Entscheidung klar: Weder der Bürgermeister, die CDU- und SPD-Fraktionen noch die Firma Krüger werden mit der gestrigen Ratsentscheidung glücklich!

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6 Kommentare

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  1. Nun wissen wir es. Die Bezirksregierung hat die Abholzung des Neuborner Busches abgelehnt. Gleichzeitig öffnet sich aber eine neue Tür. Zielabweichungsverfahren heißt der Bürgerwillen Umgehungsbegriff. Na ja, clever agiert die Stadt schon, wenn auch der Artikel 20, GG, Absatz 2, sehr alt dabei aussieht. Ein nicht sehr vertrauenswürdiges agieren. Schade das Herr Urbach mit diesem Geschehen in den Ruhestand geht.

  2. Das Schweigen ist im Neuborner Busch eingekehrt. Für die Erbauung des Hochlagers wurde ein Kuhhandel mit der Pferdewiese, dem heutigen Anger, getätigt. Nun hat die Stadt auf die Bebauung auf der Lena Wiese verzichtet. Man weiß es nicht aber könnte es , dass die Bienenweide und der Verzicht auf Bautätigkeit zustande kam damit der Protest im Busch schweigsam wird.

  3. Noch ist die Sache nicht endgültig entschieden. Aber ich stimme mit jenen überein, die alles weitere nur noch als Formsache ansehen. Es sei, die Stadt begreift endlich das riskante Spiel könnte im Geschichtsbuch der Stadt evtl. für einen negativen Eintrag sorgen. Jeder Vermieter verlangt doch heute Gewissheit über die Bonität des Mieters. Ich bin der Ansicht die Stadt handelt fahrlässig. Die Zahlen müssen auf den Tisch. Wenn ein Bürger von der Stadt was will, muss er auch Hemd und Hose ausziehen.

  4. Können jetzt die alteingesessenen Parteien erleichtert sein? Denn , dass von der Gründung einer Wählergemeinschaft ist erstmal keine Rede mehr ist , wie das Bürgerportal schreibt, mag bei so manchen kommunalen Politiker für Erleichterung gesorgt haben……Ich hoffe dem ist nicht so !!!

  5. Ihr seid nicht allein! Sobald der B-Plan vorliegt, wird Bergisch Gladbach eine wirklich große Demonstration erleben. Krüger hat das einmal geschafft, ein zweites Mal wird kein Wald mehr geopfert werden. Die Zeiten, in der Verwaltungen und Parteien sich gegen den Umweltschutz stellen, sind vorbei. Hambach hat es vorgemacht – der Wald ist gerettet. An dem Neuborner Busch wird sich nicht nur Krüger die Zähne ausbeißen. Nach den nächsten Kommunalwahl werden die Mehrheiten anders sein, da freue ich mich schon drauf.