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Stadt will alle Bürgerbüros in den Stadtteilen schließen

In Refrath ist die Entscheidung schon gefallen: Die Kreissparkasse hat keinen Platz mehr für das mobile Bürgerbüro der Stadt. Nun will die Verwaltung auch alle anderen dezentralen Standorte schließen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung wird der Service des Mobilen Bürgerbüros im Stadtteil Refrath Ende des Jahres eingestellt. Bisher waren die MitarbeiterInnen des Bürgerbüros dienstags und mittwochs nachmittags sowie freitags morgens in den Räumen der Kreissparkasse Köln zu Gast.

Nun benötige die Bank die Räume aber für eigene Zwecke. Der Mietvertrag zwischen der Stadt Bergisch Gladbach und der Kreissparkasse Köln laufe damit nach über zehn Jahren aus. Ein alternativer Standort, so die Stadtverwaltung lapidar, „war nicht verfügbar”.

Die RefratherInnen müssen nun den Weg in die Innenstadt ins zentrale Bürgerbüro am Konrad-Adenauer-Platz auf sich nehmen, wenn sie Verwaltungsangelegenheiten erledigen wollen.

Was geschieht in Bensberg, Herkenrath, Schildgen?

Das könnte auch den BürgerInnen in Bensberg, Herkenrath und Schildgen drohen. Denn die Stadt will alle dezentralen Standorte dicht machen. In der Beschlussvorlage für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 13.12. heißt es  knapp:

Die mobilen Bürgerdienste des Bürgerbüros der Stadt Bergisch Gladbach werden mit Ablauf des 31.12.2018 eingestellt. Die Mobilen Bürgerbüros in den Stadtteilen Schildgen, Refrath, Herkenrath und Bensberg werden dauerhaft geschlossen.”

Hintergrund sind zum einen räumliche und zunehmend auch technische Probleme. Die städtischen Mitarbeiten nutzen Büros und Schreibtische der lokalen Bankfilialen, dort fehle eine feste (gesicherte) Internetanbindung, es komme zu Problemen mit den Arbeitsabläufen der Banken und viel Zeit gehe für Auf- und Abbau der Ausrüstung sowie für Fahrtzeiten drauf, heißt es in der Vorlage.

Nur eine Anmietung von eigenen Räumen mit fest installierten Geräten könne Abhilfe schaffen.

Umgekehrt könnten mit einer Schließung und der damit verbundenen personellen Stärkung des zentralen Bürgerbüros pro Jahr 10.000 Euro eingespart werden. Ohnehin würden die dezentralen Büros immer weniger in Anspruch genommen.

Diese Besucher-Zahlen werden für 2017 genannt:

Stadtmitte  Refrath  Bensberg  Schildgen  Herkenrath 
80.530  5.288  2.934  1.067  366 

In Zukunft könnte die Stadt womöglich eine Reihe der Dienste, die bislang noch eine Fahrt ins Bürgerbüro erfordert, digital zur Verfügung stellen. Bislang gibt es solche Angebote allerdings noch nicht.

Die Entscheidung über die Schließung der Bürgerbüros fällt der Haupt- und Finanzausschuss am 13.12. in öffentlicher Sitzung.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

4 Kommentare zu “Stadt will alle Bürgerbüros in den Stadtteilen schließen”

  1. Mal wieder ein wunderbares Beispiel für Bürgernähe. Und eine reife Leistung des Rates. Was man da streicht, beschreibt die Stadt Bergisch Gladbach selbst noch ganz vollmundig auf Ihrer Website:

    „Eine Vielzahl von städtischen Leistungen aus einer Hand, in räumlicher Nähe und zu erweiterten Öffnungszeiten: Das ist die denkbar einfache Philosophie der Bürgerbüros in Bergisch Gladbach. Wofür Bürgerinnen und Bürger in der Vergangenheit bisweilen “von Pontius zu Pilatus” laufen mussten, kann nun auf kurzen Wegen in den städtischen Dienstleistungszentren erledigt werden.“

    Will man nicht mehr. Da sollen die Bürger lieber wieder von Pontius zu Pilatus laufen. Macht so einem Ratsherren ja nichts aus. Allein in Refrath gibt es zwei große Seniorenheime – die Leutchen dort lässt man dann lieber mal mit dem Rollator Bus fahren, statt das eigene Gehirnschmalz ein wenig anzustrengen.

    Und dass ein Mietvertrag mit der Sparkasse ausläuft, das hat man natürlich nicht schon seit Jahren gewusst. Und nach freien Räumlichkeiten scheint man sich auch nicht besoners intensiv umgesehen zu haben.

  2. ..wer sucht der findet
    Die Polizei hat ein nur stundenweise ausgenutztes Büro, jede Menge leerstehende Ladenlokale in Refrath und so weiter

  3. Bürgernähe geht anders!
    Ein Armutszeugnis für die Stadtverwaltung…
    Noch ein Grund mehr, bei der nächsten Wahl sein Kreuz an der richtigen Stelle zu machen…

  4. Wir Bürger stören offenbar die Stadtverwaltung in vielen Belangen. Man sollte uns Bürger insgesamt abschaffen, dann gäbe es auch keine Diskussionen zu FNP und Co.
    Ich kenne keine Zahlen zur Frequenz der Nutzung, stelle jedoch hier in Schildgen fest, dass das mobile Bürgerbüro gefühlt häufig genutzt wird, auch sicher aufgrund des Umstandes, dass hier viele ältere Bürger wohnen. Aber die wollen wir ja nicht mehr, die sind nicht urban genug für die Zukunftspläne der Verwaltung.
    Wenn ich die Begründung lese, kann ich kaum glauben, dass diese so „urbane“ Stadtverwaltung tatsächlich im 21. Jahrhundert angekommen ist. Tausende von Arbeitnehmern arbeiten ausserhalb ihrer Firma zu Hause oder unterwegs auch drahtlos mit Laptop und VPN auf dem Server ihrer Arbeitgeber. Da gibts oft keine feste Internetverbindung oder niemals stundenlangen Auf – und Abbau!
    Wer ist eigentlich für wen da? Wir für die Verwaltung oder doch – wie vorgesehen – umgekehrt?
    Und es können tatsächlich 10.000€/Jahr dadurch gespart werden? – das haut mich wirklich um!

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