Jungfrau Marie (Pfister), Prinz Henri I (Wangen), Bauer Moritz (Stache)

In Scharen strömen am Sonntag kostümierte Kinder mit ihren Eltern in das Albertus-Magnus-Gymnasium zu Bensberg. Die Große Bensberger KG hatte zur Kindersitzung gerufen, um das neue Kinderdreigestirn einzusetzen.

Schon ab 13:30 wurden im Foyer des Gymnasiums Windräder gebastelt. Außerdem gab es Gelegenheit, sich vor dem Hintergrundfoto des Kinderdreigestirns fotografieren zu lassen. Die TSG Rot Weiß Bensberg, die Tanzgruppe der Großen Bensberger, sorgte unter Mithilfe einiger Erwachsener aus der Gesellschaft für das leibliche Wohl der Besucher. Und schließlich konnte jeder bei Spielen von der KSK Köln („Vier gewinnt“, Dosen werfen, „Heißer Draht“) sein Glück versuchen.

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Gegen 14:15 traf das neue Kinderdreigestirn ein, das unter Polizei-Eskorte vorfuhr und schon draußen von vielen Kindern empfangen wurde. Es gab Gelegenheit, sich mit den jungen Karnevals-Fürsten zu unterhalten, und so langsam nahm der Einzug seine Aufstellung.

Endlich erklang um 15 Uhr der Einmarsch, worauf sich, angeführt von der Prinzengarde des Kinderdreigestirns (TSG Rot Weiß Bensberg), ein wahrer Lindwurm durch den Saal bewegte. Alle Bensberger Gesellschaften gaben sich die Ehre, mit ihren Abordnungen, Tanzgruppen und Fahnen das Kinderdreigestirns zu seiner Proklamation zu begleiten. Die Bühne war fast zu klein, als dann alle Aufstellung genommen hatten, um dem großen Ereignis entgegenzufiebern.

Nun wurden das junge Trifolium und das ganze Publikum von Anna-Lena, Jannik und Ben, Mitglieder der TSG, die auch die ganze Veranstaltung moderierten, begrüßt. Sie stellten das

Gesamtstädtische Kinderdreigestirn
der Stadt Bergisch Gladbach
in der Session 2018/2019

Seine Tollität Prinz Henri I (Wangen),
Seine Deftigkeit Bauer Moritz (Stache) und
Ihre Lieblichkeit Jungfrau Marie (Pfister)

vor und nannten Lieblingsfächer, Lieblingsgerichte und Lieblingssportarten, so dass man einen guten Eindruck der Personen des künftigen Trifolium bekam.

Nach etlichen Beifallsstürmen und Alaafs zeigte die Prinzengarde, in diesem Fall die Jüngeren der TSG, die „Schlossstadtpänz“, ihren Tanz zu Ehren ihrer zukünftigen Regenten, wonach der denkwürdige Augenblick gekommen war.

Um 15:30 Uhr schritt Bürgermeister Lutz Urbach (Foto linkes) auf die Bühne, sandte einige launige Worte ans Volk und begrüßte als bisheriges Oberhaupt der Kinder unserer Stadt seine zeitweisen Nachfolger. Er lobte sie für Ihren Einsatzwillen und dankte für seine Entlastung.

Dann übergab er den Schlüssel von Bergisch Gladbach, „der auf alle Schlösser der Stadt passt“, womit die Proklamation vollzogen war. Nach wiederholten Alaaf-Rufen (Alaaf = „über alles“ oder hoch, hurra) und stürmischem Applaus verließ der Bürgermeister die Bühne und Prinz Henri sprach ein paar Worte zu seinem närrischen Volk, in der er den Dank an die KSK Köln als größten Sponsor, die Große Bensberger KG als Träger und das Festkomitee Bensberger Karneval als Mitverantwortliche einschloss.

Nun bekam das junge Trifolium seinen ersten Besuch. Das große Dreigestirn zog mit Prinzenführer Michael Hiltscher und eine kleinen Abordnung der Prinzengarde Bergisch Gladbach auf die Bühne. Die Großen im Lappenmann bzw. -frau, weil sie noch nicht proklamiert sind.

Prinz Hanno, Jungfrau Jutta und Bauer Manfred, jeweils in Lauerstellung und seit langen Jahren Mitglieder der GBK, begrüßten herzlich ihre jungen Kollegen, sangen zusammen den Drei und dem ganzen Saal, überreichten Geschenke an das Kinderdreigestirn und wurden mit einem Tanz der älteren Mitglieder der TSG, den „Klabautermännern“, belohnt.

Als dat janze Schmölzje die Bühne freigenmacht hatte, begann das Programm. Ein Hunde- und Comedy-Künstler brachte zusammen mit seiner Begleiterin alle Besucher zu Begeisterungsstürmen. Sein Programm war aber auch sehr kindgerecht und sein Hund außerordentlich putzig.

Anschließend brachte die Grundschule Hand, die Prinz Henri I besucht, allerlei Gesang und Tanz auf die Bühne, was sehr große Zustimmung im Saal fand. Den Lehrerinnen, die die temperamentvollen Kindern zu diesem Vortrag geführt haben, gebührt ein hohes Lob.

Nun kam ein Zauberer auf die Bühne, der die Kinder staunen ließ und so manche Ahs und Ohs den Zuschauern entlockte. „Wenn ich das auch könnte“ stand in viele Gesichter geschrieben.

Zum guten Schluss zeigten noch einmal die „Schlossstadtmäuse“ Ihr Können mit einem 2. Tanz. Voller Begeisterung wegen Proklamation und Programm zogen Kinder und Eltern fröhlich von dannen und freuten sich auf 2020, wenn die Kindersitzung am 19. Januar wieder ein neues Trifolium hoch leben lässt.

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Rolf Havermann

wohnt seit 1982 in Bergisch Gladbach. Hat hier 30 Jahre lang sein eigenes Unternehmen geführt. War elf Jahre Vorsitzender eines Bensberger Karnevalsvereins. Ist nun dessen Ehrenvorsitzender und Rentner - und beschätigt sich seit Februar 2016 mit wachsender Intensität mit dem FNP.

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