Geschäftsführer Terje Haglund

Nach der Übernahme durch eine skandinavische Investorengruppe bekommt die Zanders GmbH einen weiteren Eigentümer. Es handelt sich um eine schwedische Dachgesellschaft, die Kapital und Erfahrung einbringen soll. 

„Die JOOL Invest AB ist neuer Co‐Investor der Zanders Paper GmbH”, teilte Zanders am Donnerstag in einer siebenzeiligen Presseerklärung mit. Es sei ein schwedisches Unternehmen mit Tochtergesellschaften in den Bereichen Papier, Holzprodukte und Finanzindustrie.

JOOL sei „klar industriell ausgerichtet” und werde als aktiver Partner weitere Erfahrungen und Kapital einbringen, um eine „solide Basis für das geplante Wachstum von Zanders Paper” zu schaffen. Nach Spekulationen in den vergangenen Monaten bekräftigt Zanders Paper erneut, dass alle Kernprodukte (Chromolux, Zanlabel, Zanbarrier, Zanpack, Zanjet, Silver Digital und RX Nature) weiter hergestellt werden sollen. Die Produktpalette werde in den kommenden Monaten sogar noch ausgebaut.

Unklare Eigentumsverhältnisse

Mit dem Einstieg des Co-Investors wird die Eigentümerstruktur von Zanders für Außenstehende noch unklarer. Die Fragen, wie hoch der Anteil von JOOL ist, ob das Unternehmen einen Kapitalanteil der bisherigen Eigentümer übernommen hat oder das Kapital aufgestockt wurde, beantwortet Zanders-Sprecher Tobias Müller nicht.

Zanders war im vergangenen Jahr in die Insolvenz gegangen und im November mit nur noch 300 Mitarbeitern an eine Investorengruppe verkauft worden. Diese Gruppe wird vom Norweger Terje Haglund angeführt. Er ist bei Zanders Geschäftsführer und engagiert sich in weiteren europäischen Papierfabriken. Zu seinem Netzwerk, erläutert Müller, gehören Berater und Geldgeber. Über die genauen Eigentumsverhältnisse bei Zanders macht er keine Angaben.

Auch der neue Investor JOOL gehört zu Haglunds Netzwerk. Eine der JOOL-Töchter ist die schwedische Lessebo Paper SA, die Haglund zuvor saniert hatte.

In Bergisch Gladbach hatte zuletzt ein Bericht des Kölner-Stadtanzeigers für Unruhe gesorgt, wonach Haglund aktuell nicht bei Zanders investiere und von der Stadt Bergisch Gladbach einen günstigeren Mietvertrag für das Grundstück fordere. Der Konflikt werde Ende des Monats bei einem Runden Tisch erörtert.

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