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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

11 Kommentare zu “CargoCap kommt auf den Prüfstand”

  1. Zur Ermittlung der Entlastungsmöglichkeiten von „rund sieben Prozent des Verkehrs auf unseren Straßen…“ soll mit diesem Projekt 6-stellig Geld ausgegeben werden. Darüber hinaus sollen 1.800 Unternehmen in Bergisch Gladbach eingebunden sein.

    Das ist hoher Aufwand, finanziell, insgesamt für die beteiligten Unternehmen und sicherlich auch für die ohnehin sehr stark belastete Stadtverwaltung.

    Darüber hinaus ist sicherlich zu erwarten, dass eine spätere Einführung des CargoCap-Systems viele Millionen Euro Kosten bedeuten würde und Jahre der Projektarbeit. Und das alles, um ganze 7 Prozent des Verkehrs möglicherweise zu optimieren!

    Das klingt nicht vernünftig. Als würde man mit „Kanonen auf Spatzen schießen“ wollen.

    @Herr Flügge, @Herr Zalfen, vielleicht lesen Sie ja die Beiträge im Bürgerportal und diesen Kommentar (und natürlich auch die anderen): Eine Verkehrswende ist in Bergisch Gladbach sicherlich dringend notwendig, aber wäre es dazu nicht viel sinnvoller und näher an den realen Problemen, die mehr als 90 Prozent des Verkehrsaufkommens zu untersuchen, anstelle des von Ihnen vorgesehenen winzigen Anteils?

    Möglicherweise gibt es ja eine Erklärung…

  2. Da kann man nur lachen hat Gladbach keine anderen Probleme.
    Ich kann nur Empfehlen bei Langeweile einmal durch Gladbach zu laufen.

  3. Zu schön um wahr zu sein.1 April ,wohl!! Es ist ja noch nicht mal möglich ,die waren an der Autobahn in Elektro Fahrzeuge umzuladen!! Das zum Thema Umweltschutz für die Bevölkerung in Bergisch Gladbach!!

  4. Zitat aus iGL: „Weil sich bislang niemand getraut habe, antwortet Professor Stein. Und Bergisch Gladbach, weil sich Bergisch Gladbach traut. Daher ist er voller Hoffnung, dass der Start der Machbarkeitsstudie der erste Schritt zu einer nachhaltigen Verkehrswende ist. Als Ingenieur und Hochschullehrer sei er glücklich, dass das gerade hier, in Bergisch Gladbach, passiert. Und nicht in China.“

    Hierzu ein paar Anmerkungen und Fragen:

    Welche Verkehrswende erwarteten Herr Prof. Stein mit seiner CargoCap GmbH in Bochum und all die aufgeregten Lokalpolitiker unserer Heimatstadt, vorne weg unser SPD-Ratsherr Michael Zalfen, von diesem quasi „brandneuen (siehe folgend)“ Warentransportsystem, von dem seit mehreren Jahrzehnten bisher nur eine Modellversuchsanordnung im Maßstab 1:2 an der UNI Bochum für Forschung und Lehre verfügbar ist?

    Warum hat das CargoCap-System, als die angebliche 5. Transportalternative für den Gütertransport in Ballungsräumen, es seit über 20 Jahren nicht über den Testbetrieb dieser Modellstrecke im Maßstab 1:2 hinaus gebracht, der im Übrigen ja auch bereits eingestellt wurde? Hauptgegner für wirtschaftliche Anwendungen und dann zwischen wirtschaftlichen/logistischen Ballungszentren ist doch – bei heutiger gesamtpolitischer Lage -immer noch der doch sehr, sehr billige LKW-Transport, weil hoch subventioniert. Dem könnte z.B. die Verkehrspolitik in unserer Heimatstadt Bergisch Gladbach durch eine LKW-Maut entgegenwirken, der Städtetag sucht händeringend politische Unterstützung für Modellversuche in den Kommunen, bei der Landes- und Bundesverkehrspolitik. Wer unterstützt den Städtetag aus Bergisch Gladbach, wer meldet Bergisch Gladbach für einen Modellversuch an?

    Bereits heute steht „unseren“ Unternehmen in Bergisch Gladbach ein Anschluss an das schienengebundene Güterfernnetz der DB mittels vorhandenen Gleisanschluss bis zur Stadtmitte und bis zum Gewerbegebiet Zinkhütte zur Verfügung. Der zweigleisige Ausbau der Anbindung steht bevor. Dieses schienengebundene, zukunftssichere Verkehrsnetz wird aber von „unseren“ Unternehmen abgelehnt, der Gleisanschluss soll, trotz des mittelfristigen zweigleisigen Ausbaus der Bahnanbindung der Stadtmitte an das S-Bahn-/Fernbahn-/Güterfernnetz der DB, umgewidmet und damit einfach für alle Zukunft gelöscht werden! Ich glaube der Wandel der mobilen Gesellschaft, die Verlagerung der Transporte auf schienengebundene Nah- und Fernverkehrssysteme ist hier bei uns in Bergisch Gladbach noch nicht angekommen. Der Zug rast schon wieder vorbei.

    Warum nun sollen in diesem Kontext „unsere“ Unternehmen mit dem CargoCap-System ein eigenes, ein neues, ein unterirdisches Verkehrssystem für ein paar Kilometer bis zur Autobahn nutzen, insbesondere dann, wenn dadurch/damit zusätzliche Kosten und Prozesszeiten für den Gesamtlogistikprozess, für den Güterumschlag wegen der Unterbrechung der Logistikkette, bedingt durch den Umschlag für den unterirdischen Transport verbunden sind?

    Wer kommt für diese zusätzlichen Kosten auf? Doch nicht die Chinesen, deren schienengebundene Landroute der neuen chinesischen Seidenstraße, quasi 10 km um die Ecke am „Wirtschaftszentrum“ Bergisch Gladbach vorbei, in Richtung Venedig oder in Richtung Duisburg und dann weiter nach Rotterdam zur Seeroute der neuen chinesischen Seidenstraße verläuft!

    Der Wandel findet zwar nicht in China statt, findet aber für China bereits heute bei uns statt. Und keiner will diese Veränderungen im Transportwesen zwischen China und dem „Rest der Welt“, forciert durch neue CO2-Abgaben im Verkehr, wahr haben.

    Wäre es daher nicht innovativer, nicht zukunftssicherer unseren heimatlichen Wirtschaftsstandort mit der Stadtmitte, mit dem Gewerbegebiet Zinkhütte u.a. direkt an in der Umsetzung, im Bau befindliche Landroute der neuen chinesischen Seidenstraße ohne zusätzliche Güterumschläge anzubinden? Die Infrastruktur hierfür ist vorhanden! Sie darf lokalpolitisch nicht „verspielt“ werden.

  5. @Rolf Havermann

    Postings von Menschen mit Realnamen sind bekanntlich Kompetenter als von Menschen ohne – daher Glückwunsch.

    Zum Thema zurück:
    Eine Kalkulation brauch zu diesem Thema auch niemand aufstellen, der gesunde Menschenverstand sollte einem schnell klar machen das ein Um/Verladen von Waren um 4km Wegstrecke zu sparen sich in Deutschland nun mal einfach Finanziell nicht rechnen kann.

    Aber Egal: Dieses Cargo-System kommt ganz ganz bestimmt eher als die Straße über den Bahndamm – selten so Gelacht.

  6. Herr Havermann, ich gebe Ihnen absolut Recht was den Zustand der Bahn angeht. Aber meiner Meinung nach löst “CargoCap” unsere Verkehrsprobleme nicht, sondern verlagert sie höchstens. Und dann kommt irgendwann auch fraglos der Moment, in dem dieses Transportsystem anfängt Geld zu kosten (Wartung und Instandhaltung eines unterirdischen Tunnel-Systems stelle ich mir recht aufwendig vor, muss jemand bezahlen- genau wie den Betrieb der Ver- und Entladestationen). Und in diesem Moment wird es für die Industrie wieder uninteressant, da der LKW-Transport dann wieder reizvoller – da (zu) billig – ist.

  7. Ja wo leben Sie denn, Frau, Frl., Herr, Initiative oder Verein “Frankenforster” und warum wollen Sie anonym bleiben? Schlechter Stil! Sind Sie oder seid Ihr Mathematiker, die mal schnell eine Kalkulation aufgestellt haben? Ist es unsere Verkehrs- und Umweltsituation nicht wert, mal genauer hinzusehen statt alles nur abzutun mit einem der schlimmsten Sätze gegen jeden Fortschritt: “Hammer noch nie jemaat un maache mer och jetz nit!” oder “Hammer nit, bruche mer nit, fott domit!”?

  8. Nun, Herr Thomas B.,

    unsere DB scheint mir so weit entfernt von CargoCap, wie ZANDERS von seiner früheren Beschäftigtenzahl. Frage an Radio Eriwan: Gibt es effektiven Schienenverkehr in Deutschland? Antwort: Im Prinzip ja, aber nur auf Papier.

    Die Verantwortlichen für den deutschen Schienenverkehr, also die jeweilige Bundesregierung bzw. die Verkehrsminister (ha, ha, ha), Vorstände wie Mehdorn (ha, ha, ha) und eine wohlfaire Lobby aus Spediteuren und der Dieselindustrie verhindern seit 50 Jahren den Umzug der LKWs von der Straße auf die Schiene. Das wäre eine wirkliche Innovation gewesen, wie uns die Schweizer seit dem 2. Weltkrieg vormachen. Die heutige DB ist zu schwerfällig, sowohl in den Köpfen der Entscheider als in denen der Planer. Wer heute noch an obererdige, innovative und schnelle Veränderungen der Mobilität zum Positiven im Güterverkehr glaubt, hat ein Abo beim Nikolaus.

  9. Selten so einen Unsinn gelesen.

    Man liefert Paletten in Bensberg an und schickt sie durch einen 4km langen Tunnel nach Gladbach und läd sie da wieder aus.

    Und wer bezahlt diesen riesigen Aufwand ? LKW’s abladen – umladen – durch den Tunnel schicken – wieder umladen – wieder Einladen. Kostet jeder Transport für 4km dann 5€ ?

    Für 4km Distanz rechnet sich so etwas nicht in 100 Jahren. Wenn man das ganze richtung Köln bauen würde – dann könnte sich das Rechnen – Bergisch Gladbach, der Containerbahnof von Köln.

    Aber da möchte ich dann nicht leben.

  10. “Fantastisches Verkehrssystem”,
    “Welchen Vorteil dieses System für die Entlastung der Straßen, für den Kampf gegen Lärm, Feinstaub und Kohlendioxid, liegt auf der Hand. Immerhin besteht rund sieben Prozent des Verkehrs auf unseren Straßen aus Güterverkehr.”

    Fantastisch. Ein solches System gibt es aber bereits: nennt sich “Eisenbahn”. Interessanterweise hätten wir in Bergisch Gladbach sogar schon alles Notwendige dafür vorrätig. Sogar ein völlig ungenutztes Güterterminal und ungenutzte Bahndämme. Ist nur alles nicht gefragt, denn die Straße ist billiger. Und das wird sie auch bleiben wenn politisch nicht umgesteuert wird. So innovativ “CargoCap” auch klingen mag, ich fürchte an diesem Grundproblem würde es nichts ändern und es würde nur das nächste Millionengrab gebuddelt…

  11. Bergisch Gladbach als Vorreiterin für innovative Zukunfts-Technik, welch eine Chance. Natürlich vorausgesetzt, das lohnt sich, wobei nicht nur wirtschaftliche Aspekte eine ausschlaggebende Rolle spielen dürfen. An den kraftstoffgetriebenen Motor wollte auch niemand ran, Pferde, dachte man, würden in aller Zukunft die größeren Transportmittel bewegen. Heute nur noch mit Unverständnis betrachtet. Betrachtet man neben allen möglichen, positiven Effekten für Umwelt und Mobilität die Tatsache, dass ein solches Objekt mit Zuschüssen aus allen möglichen Töpfen bedacht wird – das ist schon länger bekannt – und nimmt den Imagegewinn für die Stadt hinzu, gerät der Einstieg in diese Art des Gütertransportes schon fast zur Verpflichtung. An dieser Stelle muss man auch nicht zum Arzt gehen, wie Helmut Schmidt einmal Leuten mit Visionen empfahl. Wenn sich nun noch eine ähnliche Lobby für Seilbahnen als Pendler-Reisemittel begeistern könnte, wäre zum Thema Mobilität in Bergisch Gladbach eine neue Zeit angebrochen.

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