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Viele Helfer machen ersten Wildbienenpark in GL möglich

Auf der Lenawiese in Lückerath entsteht ein Wildbienenpark. Das ist das Ergebnis der Initiative „Blühendes GL” und der tatkräftigen Hilfe vieler Beteiligter. Ein ehrenamtliches Engagement, dass auch die NRW-Stiftung anerkennt und fördert.

Ein strahlend blauer Himmel und endlich wärmende Sonnenstrahlen erfreuten alle Beteiligten, die sich am Montag, auf der Lenawiese im Stadtbereich von Lückerath eingefunden hatten. Anlass waren nicht nur die nötigen Erdarbeiten für die hier entstehende Blumenwiese. Im Vordergrund des Treffens stand vielmehr die Übergabe einer Urkunde im Wert von 2500 Euro.

Günter Dieck von der NRW-Stiftung überreichte sie an Markus Bollen, dem Initiator der Aktion „Blühendes GL”. Er freut sich auch darüber, dass dieser Betrag von der Bethe-Stiftung verdoppelt wird.

5000 Euro für die Umsetzung „Blühwiese“ seien ein stolzer Betrag, sagt Markus Bollen. Bei der NRW-Stiftung hat er einen dauerhaften Antrag auf Unterstützung gestellt, um mit einer weiteren Förderung die Pflegekosten abzudecken.

Christian Nollen, Stephan Santelmann, Markus Bollen, Günter Dieck, Roswitha Bethe und Dominic Schneider, Friedrich Siekmeier

Die Aktiven der Initiative Blühendes GL engagieren sich für mehr Biodiversität im Rheinisch-Bergischen Kreis und der Stadt Bergisch Gladbach. Aus dem Bienenzuchtverein Bergisch Gladbach entstanden, fördert die Aktion die Privatinitiative der Bürgerinnen und Bürger.

Interessierte erhalten Saatgut, mit dem sie in ihren Gärten das Nahrungsangebot für Wildbienen und Schmetterlinge verbessern können.

Hinweis der Redaktion: Die Adressen der Ausgabestellen finden Sie in diesem Beitrag

Die Feldblumen werden übrigens nach dem Verblühen nicht abgemäht. Sie bleiben, auch wenn sie verdorrt sind. „Das ist Absicht und hilft den Insekten bei der Überwinterung im Winter,“ erläuert Bollen.

Nun errichtet die Initiatve unter dem Motto „Unsere Stadt deckt den Bienen den Tisch. Jede Blüte zählt“ auf dem Wiesenstück in Lückerath einen Wildbienenpark. Die Aussaat hatte sich um ein Jahr verzögert, weil nicht genug regionales Saatgut zur Verfügung stand. Das sei aber langfristig besser, „weil wir keine Pflanzen hierher holen, die nicht hierher gehören”, erklärt Bollen.

Günter Dieck, Regionalbotschafter der NRW-Stiftung, war bis zu seiner Pensionierung als Forstwirt für das gesamte Bergische Land zuständig. Er erzählt, dass Förderungen durch die NRW-Stiftung nur für Aktivitäten möglich sind, die ehrenamtlich umgesetzt werden. Dies seit oberste Prämisse der Stiftung, die vor allem Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege unterstützt.

Um dieses Projekt auf der von der Stadt Bergisch Gladbach zur Verfügung gestellten Wiese zu realisieren, sind viele Akteure, aber auch finanzielle Unterstützung notwendig. Deshalb ist die Freude bei Markus Bollen groß, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger hier mithelfen.

So richtet er einen ganz besonderen Dank an die Truppe rund um Dominic Schneider (Umweltschutzgruppe der Lebenshilfe). Die Helfertruppe der Lebenshilfe haben neben sehr intensiver Feldarbeit auch geholfen Saatgut einzutüten. Sie begleiten die Aktion „Blühendes GL“ schon seit Beginn und sind Helfer in der ersten Reihe.

Friedrich Siekmeier ist im Vorstand Bürgergemeinschaft Lückerath. Auch er ist heute zur Lenawiese gekommen. Er freut sich über den Fortschritt in Sachen Blühwiese und hält mit der Nachbarschaft ein waches Auge auf die frisch bepflanzte Feldlandschaft.

Oliver Fink (Baumschule Becker aus Refrath) ist als Nachbar dem Projekt sehr verbunden. Er hat mit Trecker und Fräse den Boden vorbereitet, alles auf der Grundlage „Was ist eine gute Nahrungsaufnahme für Bienen“.

Für ein prächtiges Blühergebnis setzten sich auch die Fachleute vom Landschaftsschutz ein, ebenso der Landwirt von Gut Lehrbach, der kräftig auf dem Feld half. Dann wurde in das feinkrümmelige Saatbeet eine spezielle Blütenmischung (Regionales Saatgut Name: Bergisches Blütenmeer) eingebracht.

Diese lokale Mischung zu nehmen war eine Vorgabe der Biologischen Station, die auch von NRW Stiftung gefördert wird. Der Grund: Es ist nicht gut Saatgut auszusäen, das z.B. aus Amerika kommt, hier keine passenden Bedingungen vorfindet.

Im Zusammenhang mit der Förderung des Wildbienenparks konnte Markus Bollen auch Roswitha Bethe (Bethe Stiftung), Landrat Stephan Santelmann, Christian Nollen, selbst Imker und Abteilungsleiter Amt für Stadt-Grün, begrüßen

Zur Stiftung: Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, kurz NRW-Stiftung, mit Sitz in Düsseldorf ist eine 1986 von der Landesregierung zum 40. Geburtstag des Bundeslandes NRW gegründete Stiftung privaten Rechts. Sie hilft gemeinnützigen Vereinen, Verbänden und ehrenamtlich arbeitenden Gruppen, die sich in NRW für den Naturschutz und die Heimat- und Kulturpflege einsetzen.

Aus dem Heft „Gefährdete Wildbienen“ zwei Fotos im Anhang. Mit wichtigen Hinweisen zum Thema Insektenhotels und ungeeignete Nisthilfen! Und Vorsicht bei der Saatmischung „Mössinger Sommer“.

Weitere Beiträge zum Thema:

Was kann ich gegen das Insektensterben tun?

Öko-Tipp im März: Mit Gratis-Saatgut Bienen füttern

10.000 Quadratmeter für Wildbienen

Lückerath bekommt den ersten Bienenpark der Stadt

Der Bienen- und Insektenschutz geht uns alle an

Wie legt man eine Blumenwiese für Bienen an?

Rettet die Bienen: Große Koalition für großes Gesumm

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ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

2 Kommentare zu “Viele Helfer machen ersten Wildbienenpark in GL möglich”

  1. Guten Abend Herr Chudalla,
    auf der Website des NABU gibt es nicht nur eine Bauanleitung für Wildbienenhotels, sondern auch eine für ein Überwinterungsquartier für Florfliegen. Viel Erfolg beim Nachbau!

  2. Der Warnhinweis, dass viele handelsübliche Insektenhotels ungeeignet sind ist ja gut, besser noch wäre eine Anleitung wie man ein richtiges Insektenhotel baut. Ich habe eines für Wildbienen aus Bambus im Garten, welches auch gut angenommen wird. Eigentlich wollte ich noch weitere für Marienkäfer, Florfliegen und Schmetterlinge bauen. Aber wie macht man es richtig…?!?!

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