Was für ein Tag! Die Bürgerportal-Redaktion ist ganz beseelt vom Europafestival auf dem Markplatz (und manche von uns summen immer noch die „Ode an die Freude“ vor sich hin). Für alle, die nicht live dabei sein konnten – und auch für alle, die da waren – fassen wir hier zusammen, wie es war.

Die Landeszentrale für politische Bildung NRW machte auf Einladung des Bürgerportals auf ihrer „Europa-Tour“ Halt in Bergisch Gladbach und hatte eine ganze Reihe von Mitmach-Aktionen im Gepäck: das Europa-Quiz mit spannenden Fragen zu allen Mitgliedstaaten, eine Umfrage („Europa bedeutet für mich…“), eine Fotosäule, riesige Europa-Bausteine und vieles mehr.

Foto: Klaus Hansen

Das Herzstück des Aktionsfeldes war der analoge Wahl-o-mat auf fünf gigantischen Stellwänden. Die BesucherInnen erhielten Papierbögen mit roten und grünen Aufklebern, die sie zu den 38 Thesen kleben konnten. Eine Scanner-Säule las am Ende den Bogen aus und druckte das Ergebnis in Sekundenschnelle auf einem Bon aus.

Der Wahl-o-mat zog viele Bergisch GladbacherInnen an und wurde den ganzen Nachmittag über rege genutzt.

Neben der Landeszentrale hatte das Team des städtischen Wahlbüros mit Wahlleiter Frank Bodengesser Stellung bezogen und beantworteten Fragen rund um die Wahl. Häufig wurde nach den Briefwahlbüros vor Ort gefragt, die in drei Stadtteilen eingerichtet wurden.

Und auch das Bürgerportal hatte sich mit seiner mobilen Redaktion auf dem Konrad-Adenauer-Platz positioniert.

Das Team des Bürgerportals war mit der mobilen Redaktion vor Ort. Es erklärt dem Reporter des Kölner Stadt-Anzeigers, warum es das Europa-Festival organisiert hat. Foto: Klaus Hansen

Ein paar Meter entfernt sorgte eine merkwürdige Installation für neugierige Blicke. Auf einem weißen Tischchen stand da ein rotes Drehscheiben-Telefon. Nach einem Anschluss-Kabel suchte man vergeblich, doch, man höre und staune: Nahm man den Hörer ab, ertönte ein Freizeichen.

Mein Schwager versuchte kurzerhand, sich selbst auf dem Handy anzurufen. Vergeblich. Aber kaum hatte er den Hörer aufgelegt, klingelte das Telefon. „Hallo?“, meldete er sich, und dann wurden seine Augen groß: „Hallo Europa!“

Mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie zum Instagram-Post. Dort finden Sie auch ein Foto von Karina Hauke-Hohl.

Parallel liefen im Rathaus zwei SchülerInnen-Workshops der Landeszentrale, zu dem zwei Oberstufen-Kurse des Nicolaus-Cusanus und weitere interessierte SchülerInnen gekommen waren.

Am späten Nachmittag waren noch einmal die jungen GladbacherInnen dran: Bei der Jugenddebatte im Wirtshaus am Bock diskutierten Vertreter von Fridays for Future, Jugendrat, Bezirksschülervertretung und der Jugendorganisationen der Parteien miteinander und mit dem Publikum.

Der 17-jährige Felix Naal unterstützte Bürgerportal-Chef Georg Watzlawek bei der Moderation und machte seine Sache richtig gut. Die Diskussion verlief auf einem hohen Niveau, war oft kritisch und kontrovers, aber stets respektvoll. Wunderbar, so viele junge Menschen nicht nur auf dem Podium, sondern auch im Publikum zu sehen. Auch eine ganze Reihe älterer BürgerInnen wollte wissen, was die Jugend zu sagen hat, und stellte interessierte Nachfragen.

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Und dann… Musik! So etwas hatte es auf dem Marktplatz bestimmt noch nicht gegeben. Die ersten Klänge ertönten vor dem Park der Villa Zanders, dann neben dem Waffeleisen, dann von links, rechts, vorne, hinten…

Der Flashmob formiert sich allmählich auf dem Platz. Foto: BergischSchön

Die NCG Schulband und die IGP-Schulband, die Quietschfidelen, Stadtstreicher, Saitentänzer, Kinderchor und Swinging Friends von der Städtischen Max-Bruch-Musikschule, die Evangelische Kantorei, die QuirlSingers und Musiker des Konzertchors, des Sinfonieorchesters und viele einzelne MusikerInnen hatten sich eingefunden.

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Organisiert hatte das alles Holger Faust-Peters, der die Streicher-Abteilung der Musikschule leitet und gleich drei Streichorchester unter seine Fittiche hat. Ein großes Lob für diese meisterhafte Leistung!

Den Höhepunkt bildete schließlich die Europa-Hymne, langsam angespielt von den vereinten Streichorchestern, nach und nach aufgenommen von allen anderen MusikerInnen und schließlich auch von den BesucherInnen, die zuvor Textblätter erhalten hatten.

Als der ganze Marktplatz von der „Ode an die Freude“ erfüllt war, war das für mich persönlich ein echter Gänsehaut-Moment.

Hier können Sie sich das ganze Happening vom Anfang bis zum Ende ansehen:

Noch beseelt von der Musik, ging es abends im großen Saal des Wirtshaus am Bock weiter – mit knallharter Politik: Beim Stammtisch XXL stellten sich die beiden lokalen KandidatInnen für das Europaparlament, Annina Frangeberg (FDP) und Uwe Pakendorf (CDU) sowie lokale VertreterInnen der anderen Parteien den Fragen des Publikums.

Hier gibt es den ganzen Stammtisch als Video:

Laura Geyer

Journalistin. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg, ein Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro. Jetzt glücklich zurück in Schildgen.

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