Michael Metten

CDU-Fraktionschef Michael Metten zeigt sich verwundert über „nahezu euphorische” Äußerungen zum interkommunalen Gewerbegebiet in Spitze. Zunächst müsse ein schlüssiges Verkehrskonzept her.  

Im Umgang mit dem „Interkommunalen Gewerbegebiet Spitze“ empfiehlt der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Dr. Michael Metten, die gebotene Sachlichkeit einzuhalten.

„Für eine nahezu euphorische Sichtweise dieses Projekts an der Grenze zur Gemeinde Kürten, wie sie in jüngsten Presseäußerungen durch Baurat Harald Flügge und noch mehr durch den Pressesprecher der Stadt, Martin Rölen, vermittelt worden sei, bestehe „keinerlei Anlass, da es noch eine Menge Ungereimtheiten gibt“, betont Metten in einer Erklärung der CDU-Fraktion.

Belastbare Verkehrsplanung fehlt

Welche Voraussetzungen zu erfüllen seien, „ist im gemeinsamen Änderungsantrag von CDU und SPD zum Flächennutzungsplan (FNP) für die gemeinsame Sitzung des Flächennutzungsplan-Ausschusses und des Ausschusses für Stadtentwicklung und Planung vom 26. September 2017“ nachzulesen.

Auszug aus dem Änderungsantrag. Mehr Details dazu finden Sie in diesem Beitrag

Auch nach dieser Eingabe habe er, Metten, eine „wesentliche Notwendigkeit wiederholend betont, nämlich die, dass vor allen anderen Maßnahmen ein schlüssiges Verkehrskonzept für die L 289 von Spitze nach Herkenrath bis zur Autobahn vorliegend muss“.

Schon jetzt sei die Zubringerstraße aus dem Bergischen Land besonders in Zeiten des starken Berufsverkehrs völlig überlastet. Diese Situation werde sich noch zuspitzen, sobald die Pendler des Neubaugebietes zwischen Dürscheid und Biesfeld hinzukämen.

„Eine belastbare Musterplanung für einen mehrspurigen Ausbau der L 289 mit einer eventuellen Busspur, mit Fahrradwegen und einem ‚Park + Ride‘-Platz in Spitze fehlt bislang, obwohl sie von meiner Fraktion mehrfach eingefordert wurde“, bedauert der Fraktionsvorsitzende der CDU.

Gewerbegebiet Spitze nur gemeinsam mit Kürten

In dem erwähnten Antrag der beiden kooperierenden Fraktionen, der in den Ausschüssen mehrheitlich so beschlossen wurde, wird zudem hervorgehoben, dass es eine „alleinige Entwicklung von Gewerbe“ auf Gladbacher Gebiet „mit uns nicht geben wird“. Ein Interkommunales Gewerbegebiet Spitze sei nur denkbar und möglich, wenn es als „Reaktion auf konkrete, realisierbare und beschlossene Planungen“ der Gemeinde Kürten auf deren Gebiet erfolge.

Metten: „Ob die bisherigen Planungen der Gemeinde Kürten konkret genug sind, müsste zunächst geprüft werden. Natürlich sind wir für Gespräche jederzeit offen, aber übereilte Zusagen wird es seitens meiner Fraktion nicht geben.“

Wichtige Bauvorhaben müssen abgearbeitet werden

Metten erinnert daran, dass es derzeit einige gewichtige Bauvorhaben wie die Schlossstraßen-Sanierung in Bensberg, die laufenden und geplanten Schulsanierungen oder auch die Vorbereitungen für den Bau des Neuen Stadthauses gebe, „die es allesamt sorgsam abzuarbeiten gilt“.

Die Erschließung des Interkommunalen Gewerbegebietes Spitze sei keineswegs „mit der linken Hand zu erledigen“, mahnt Metten. Sie verlange vielmehr „Umsicht und das notwendige Gefühl für wichtige Details“. Die CDU-Fraktion werde jedenfalls auf die strikte Einhaltung des von der Politik vorgegebenen Weges bestehen.

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