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Gärtnermeister Michael Becker

In unserem Beitrag im März haben wir einen zweiten Teil zum Thema „Pflegeleichter Garten“ angekündigt. Diese Fortsetzung beschäftigt sich intensiver mit dem Thema Pflanzenauswahl. Wichtigster Grundsatz: je dichter die Pflanzendecke, desto weniger Platz für unerwünschten Aufwuchs.

Der kundige Gärtner vermeidet den Terminus „Unkraut“. Allenfalls „Wildkraut“ wird als Begriff verwendet, besser ist „unerwünschter Aufwuchs“.

Wie Sie aus Teil 1 dieser Mini-Serie bereits wissen, empfehlen wir auf jeden Fall eine dicke Mulchschicht zwischen Gehölzen und Stauden. Diese reduziert die Verdunstung und erschwert das Aufkeimen von durch Wind oder Tieren eingetragenen Samen. Der Mulch kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen, wichtig ist, dass Nullanteile vorhanden sind. Tragen Sie die Mulchschicht dick genug auf, Rindenmulch 5 cm und Gartenfaser 3 cm.

Weitere Überlegungen, die Sie im Vorfeld einer Überarbeitung oder Neuanlage Ihrer Pflanzflächen noch anstellen müssen: Wie ist die Beschaffenheit Ihres Gartenbodens? Ist das Beet sonnig oder schattig? Vielleicht wechselt das Ganze im Tagesverlauf? Wie ist die zeitliche Aufteilung? Gibt es Schatten von Gebäuden oder Schattenwurf von Gehölzen oder Bäumen?

Hier gilt es auch den Wurzeldruck zu beachten, die Pflanzen stehen nachher in Konkurrenz um das lebenswichtige Wasser. Aus diesen Informationen ergibt sich dann der so genannte Lebensbereich der Stauden.

Genug Theorie, jetzt einige Pflanzen und Pflanzkombinationen für unterschiedliche Bedingungen. Da nicht für alle Pflanzen Bilder vorliegen, nenne ich jeweils die lateinischen Namen. Geben Sie diesen in eine Suchmaschine ein und Sie finden zahlreiche Bilder. Die deutschen Namen variieren je nach Gegend und bringen möglicherweise andere Ergebnisse.

Für die sonnigen Plätze

Für den sonnigen, eher trockenen Bereich ist der Lavendel (Lavandula angustifolia) gut geeignet. Er bereichert den Garten mit langer Blütezeit und Duft. Er ist ein Insektenmagnet und behält seine Blätter im Winter. Ist der Lavendel verblüht fördert ein leichter Rückschnitt die Nachblüte. Außer Lavendelblau gibt es auch die Blütenfarbe Weiß.

Sehr schön auch in Kombination mit Katzenminze (Nepeta x faassenii), Bergminze (Calamintha nepeta ssp. nepeta), Mehlsalbei (Salvia nemorosa). Diese sind auch flächendeckend, benötigen einen einmaligen Rückschnitt im Frühjahr und ansonsten keine Pflege. Hier ein Beispiel für Mehlsalbei, im Hintergrund Blütenbälle von Allium:

Teppichartig mit einer Wuchshöhe von ca. 10 cm breitet sich an sonnigen, trockenen Standorten das Sedum floriferum „Weihenstephaner Gold” aus. Im Juni, Juli mit zahlreichen gelben Blüten ein stark frequentierter Insektenmagnet, verfärben sich die Blätter im Winter ins bräunliche.

Anspruchslos und teppichartig auch der Schneckenknöterich (Bistorta affinis). Blüht reich von Juli bis September, je nach Sorte in rosa, weiß oder rot. Dieser ist allerdings im Winter laubabwerfend und dann nicht sichtbar.

Etwas mehr Bodenfeuchte und Nährstoffe benötigt das Goldkörbchen (Chrysogonum virginianum). Es blüht von Mai bis August mit kleinen, gelben Strahlenblüten, die Bienen anlocken. Es wird etwa 30 cm hoch und ist wintergrün.

Aus der Familie der Storchschnabel-Gewächse, finden sich einige Arten, die gerne in der Sonne stehen so z.B. Geranium sanguineum, Geranium x cantabrigiense in diversen Sorten, Geranium x pratense. Sie sind winterhart, teilweise auch wintergrün und haben nichts mit unserer Balkon-Geranie zu tun, die botanisch eigentlich eine Pelargonie ist.

Eine Auswahl für schattige Flächen

Für den schattigen Bereich gibt es auch zahlreiche empfehlenswerte Pflanzen. Für die Immergrünen sei genannt die Golderdbeere (Waldsteinia ternata) mit gelber Blüte im Frühjahr, allerdings ohne Früchte.

Trockenen Schatten verträgt die Bergenie (Bergenia cordifolia) mit verschiedenen Sorten. Hier empfehlenswert die Sorte ‘Herbstblüte’, die zusätzlich zur Blüte im März/April noch eine Nachblüte im Herbst hat.

Weitere wintergrüne Flächendecker im schattigen Bereich sind die Elfenblumen Epimedium x perralchicum ‘Frohnleiten’ und Epimedium x versicolor ‘Sulphureum’.

Auch sehr hübsch die Kriechspindel (Euonymus fortunei). Sie ist immergrün mit gelb-grünen oder weiß-grünen zierlichen Blättern.

Die große Familie der Storchschnabel hat auch für den Schatten einiges zu bieten: Geranium endressii und Geranium macrorrhizum jeweils mit diversen Sorten.

Die Schaumblüte (Tiarella cordifolia) gehört zu meinen Favoriten für den Schatten. Im Frühjahr macht sie Ihrem deutschen Namen alle Ehre und bezaubert mit einem weißen Blütenteppich und im Winter verfärben sich die Blätter sehr attraktiv von grün zu kupferfarben. Auf der übernächsten Abbildung der kombinierten Pflanzung ist der „Schaumteppich“ schön zu sehen. Keine weitere Pflege nötig.

Für diesen Bereich auch empfehlenswert sind die immergrünen Gräser Luzula nivea, Schneemarbel, mit hübschen weißen Blütenständen und Luzula sylvatica, Waldmarbel.

Beide müssen lediglich hin und wieder in ihrem Ausbreitungsdrang beschränkt werden.

Auch das kleine Immergrün (Vinca minor) deckt zügig und blüht blau im zeitigen Frühjahr. Hier ein Beispiel für eine kombinierte Pflanzung.

Wie Sie lesen, ist die Auswahl groß und eine Beratung durch einen kundigen Gärtner kann auf jeden Fall hilfreich sein.

Für weitere Beratungen besuchen Sie die GartenBaumschule BECKER in Refrath oder vereinbaren Sie einen Termin mit BECKER Garten- und Landschaftsbau. Unsere Kontaktdaten finden Sie unten.

Ihr Michael Becker

BECKER, das ist das Team GartenBaumschule und Garten- und Landschaftsbau unter einer Marke: Oliver Fink und Michael Becker arbeiten seit 1999 in enger, in der Branche einzigartiger Kooperation auf dem Gelände der GartenBaumschule Becker in Refrath zusammen.

Die beiden Meister- und Ausbildungsbetriebe arbeiten aus der Überzeugung: ein Garten braucht Aufmerksamkeit, um seine Wirkung zu entfalten. Und diese Aufmerksamkeit gibt er „seinem” Gartenbesitzer in Form von Erholung, Energie und Wohlbefinden zurück.

Gärtnermeister Michael Becker führt mit seinem Team BECKER Garten- und Landschaftsbau seit 1999 alle Arbeiten rund um die Gartengestaltung mit Pflanzen, Steinen, Holz aus.

Gärtnermeister Oliver Fink leitet seit 1995 die GartenBaumschule Becker in Refrath. Regelmäßig informiert er im Radio (WDR 5), regionalen Medien (z.B. Bürgerportal und Kölner Stadt Anzeiger) sowie weiteren Medien Hobbygärtner über Themen rund um die Pflanzen für Terrasse, Balkon und Garten.

Kontakt:

BECKER Garten- und Landschaftsbau GmbH
Höffer Weg 10 a, 51519 Odenthal
Telefon: 02202 981777
E-Mail: info@galabau-becker.de
Website

GartenBaumschule BECKER
Bernard-Eyberg-Str. 16, 51427 Bergisch Gladbach
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GartenBaumschule und Garten- und Landschaftsbau unter einer Marke: Oliver Fink und Michael Becker arbeiten seit 1999 in enger, in der Branche einzigartiger Kooperation auf dem Gelände der GartenBaumschule Becker in Refrath zusammen.

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