Im Rathaus tagt der Umweltausschuss, draußen treffen sich ganz unterschiedliche Klimaschützer: einige laute Jugendliche mit Megaphonen, deutlich mehr Erwachsene mit einer Klangschale. Ein Fotoreportage. 

Zunächst kamen die Jugendlichen der Fridays for Future-Bewegung, zu einer angemeldeten Kundgebung. Mit lauter Energie verkündeten sie unter anderem „Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle“.

Gundula Ludwig aus Moitzfeld hatte dagegen eine Kundgebung für den Erhalt der Bäume auf der Schlossstraße angemeldt. Sie lässt leise eine Tonschale surren – um der Bäume zu gedenken. Aber ihr ist es wichtig, dass sie und ihre älteren Mitstreiter das selbe Ziel verfolgt, wie die Jugendliche. Der Protest ist unterschiedlich, die Sorge um das Klima eint sie.


Einige der Demo-Teilnehmer bedauerten, dass die Ausschussmitglieder im Saal blieben: „Es ist schade, dass keiner von denen in der Sitzung mal zu uns rausgekommen ist. Wir hätten gerne z.B. gehört: „Wir haben Verständnis für euer Anliegen.”

Allerdings hatte der Ausschussvorsitzende Christian Buchen und Vertreter anderer Parteien schon vor der Sitzung Kontakt aufgenommen – und eine Unterschriftenliste der Jugendlichen entgegen genommen, die die Ausrufung eines Klimanotstandes fordern.

Einzelne Ausschussmitglieder haben auch zwischendurch die Sitzung verlassen, um sich das Spektakel anzuschauen, auch ein Mitglied der Verwaltung ging raus, um Kontaktdaten auszutauschen.

Im Saal wurde – trotz des hereindringenden Lärms der Jugendlichen – über Stunden hinweg ernsthaft über die Klimakrise beraten und entschieden. Aber das ist eine andere Geschichte.

Helga Niekammer

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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