Die Stadtverwaltung reagiert auf den Aufruf Bensberger Bürger, für den Erhalt der Bäume auf der Schlossstraße zu kämpfen, mit einer detaillierten Bestandsaufnahme. Tatsächlich fallen 34 Bäume: einige sind ohnehin nicht mehr zu retten, gegen andere sprechen planerische Gründe. Gleichzeitig seien 57 Neupflanzungen vorgesehen. 

Sachstand zum Thema Baumbestand bei der Neugestaltung der Schloßstraße im Rahmen des InHK Bensberg:

Mit einem Offenen Brief sowie einem Flugblatt haben Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Bensberg die Frage aufgeworfen, ob die Umgestaltung der Schloßstraße in Bensberg nicht erfolgen kann, ohne dass der bisherige Baumbestand verändert wird.

Mit einer Bildcollage wurde ein Flyer mit der Überschrift „Hilferuf der Bensberger Bäume“ verteilt. Die Stadtverwaltung reagiert verwundert über die Aufmachung und die Behauptung, dass das Grün der Schloßstraße verschwinden könnte.

Betrachtet man sich den Flyer näher, so stellt man fest, dass auf einigen der 13 Fotos Bäume abgebildet sind, die auch künftig an ihrem Standort verbleiben. „Wir haben die Sorge, dass durch den Flyer beim neutralen Betrachter eine falsche Vorstellung hervorgerufen werden könnte“, erläutert Elisabeth Sprenger als zuständige Fachbereichsleiterin für den Bereich Planung und Bauen.

Hinweis der Redaktion: Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Stellungnahme der Stadtverwaltung.

Die Stadtverwaltung nimmt die angekündigte Demonstration am Mittwoch, den 11. September 2019, zum Anlass, konkret Stellung zu nehmen. Denn Experten der Stadtplanung und Fachleute von StadtGrün haben sich – unabhängig von den Protesten – bereits vor Ort ein Bild von der Baumsituation gemacht. In dem Rundgang wurde erläutert, welche Bäume aufgrund ihrer aktuellen und prognostizierten Vitalität als nicht nachhaltig erhaltenswert einzustufen sind und wo es aufgrund der Planung gut begründbare Änderungen gibt. Um das zu erläutern, hat die Abteilung Öffentlichkeit der Stadt Bergisch Gladbach die Fotos auf der Collage nummeriert.

Nummerierung 1a bis 1c:

Auf dem Flyer gibt es drei Ansichten von Sankt Nikolaus und den davor auf kirchlichem Grundstück stehenden Kastanien. In dem ursprünglichen Wettbewerbsentwurf konnte sich das Gestaltungsbüro grundsätzlich eine Entfernung der Bäume vorstellen, um die Sichtachse zur Kirche zu erhalten und den sehr schmalen Querschnitt der Nikolausstraße aufzuweiten. Die Eigentümer der Bäume können sich dieser Idee aber nicht anschließen, so dass der Ist-Zustand bleibt. Keine Kastanie wird gefällt.

Dieser Bereich ist weiterhin nicht einmal Bestandteil des Planungsgebietes und wird daher in der aktuellen Bearbeitung in keinster Weise betrachtet.

Nummerierung 2a und 2d:

Mehrfach fotografiert wurden die Robinien am unteren Wendehammer. Hier standen zu Beginn des Jahres noch vier, jetzt nur noch drei, da eine im Winter wegen Wurzelhalsfäule dringend gefällt werden musste.

„Auch die restlichen drei weisen bereits jetzt Schäden wie Eschenbaumschwamm, Hallimasch und/oder Stammnekrosen auf und sind aus baumphysiologischer Sicht nicht als nachhaltig erhaltungswürdig einzustufen“, so die Experten von StadtGrün.

Als Ersatz für diesen Verlust sehen das Planungsbüro, wie auch die Verwaltung einen großkronigen Solitärbaum, der etwas nördlich positioniert wird und die Platzsituation auch im Bereich des kleinen Spielplatzes aufwertet. Ein weiterer Solitärbaum im Wendehammerbereich ist zudem in Prüfung.

Nummerierung 3a und 3b:

Keine Zukunft haben leider die Wildbirnenbäume auf dem Stück der Schloßstraße zwischen Haunummer 3 und 15 sowie die gegenüber stehenden Bäume. „Aus Sicht von StadtGrün sind die Bäume bereits jetzt schadhaft, teils sogar abgängig“, erläutert Christian Nollen als Leiter von StadtGrün die Entscheidung alle elf Bäume zu entfernen.

Zudem stehen sie für die Parkplatzgestaltung ungünstig. „Wir benötigen mehr Abstand zwischen den Bäumen, da die Autos immer größer werden“, erklärt Landschaftsarchitekt Frank Flor vom Planungsbüro Club L94.

Das Hauptargument sehen die Stadtplaner in dem verbindenden Element der Baumsetzung vom Deutschen Platz aus zum Schloss hoch. „Wir haben hier eine Lindenallee aus geschnittenen Kopflinden, die auf dem Zwischenstück fortgeführt werden soll und so die historische Achse betont“, erläutert Wolfgang Honecker als Leiter der Stadtplanung.

Daher werden 14 neue Linden gepflanzt, die wesentlich robuster und langlebiger sind als die bisherigen Bäume an der Stelle. Weiterhin ermöglichen die geschnittenen Kopflinden aufgrund ihrer kompakteren Form ein problemloses Anleitern für die Feuerwehr im Brandfall.

Nummerierung 4a und 4b:

Die Reihe von Kugelahorn, die bei der Gestaltung der Straße vor rund 40 Jahren auf der Südseite vor den Geschäften zwischen Hausnummer 56 und 70 gepflanzt worden sind, ist ebenfalls nicht erhaltenswert. „Das scheint auf den ersten Blick unlogisch, da es sich um gesunde Bäume handelt“, gibt Elisabeth Sprenger zu.

„Aber diese Baumart hat eigentlich bei der Straßengestaltung keine Daseinsberechtigung. Es sind Gartenzierbäume ohne besonderen ökologischen Wert und nachhaltige Nutzung.“ Auch die Hochbeete, in denen die Bäume teilweise stehen, sind für die heutige Zeit nicht mehr standardgemäß. Zudem sind die aktuellen Baumgruben für die Bäume zu klein bemessen.

Daher wird für die Gestaltung der gesamten Schloßstraße eine neue einheitliche Baumart ausgewählt. „Wir nehmen dafür die GALK-Liste“, erläutern die Experten von Club L94. GALK steht für Gartenamtsleiterkonferenz. In der Liste sind die Baumarten aufgelistet, die sich aus Sicht der bundesweiten Kommission für die Gestaltung einer Verkehrsfläche eignen. Zukünftige Stadtklimaeignung, Anleitern für die Feuerwehr, nachhaltige Baumart sowie größerer Wuchs sind die Hauptargumente für die Entfernung der Bäume.

Nummerierung 5a und 5b:

Die Baumhaseln vor den Hausnummern 75 bis 83 sind aufgrund ihrer Wuchsform stadtklimatisch nur von geringer Relevanz und weisen bereits jetzt deutliche Vitalitätsverluste auf. Trotzdem ist es möglich einen der Bäume in das Gestaltungskonzept zu integrieren und in Verbindung mit einer aufwändigen Standortverbesserung im Untergrund nachhaltig zu sichern und in seiner Vitalität zu steigern.

Auch der Weißdorn (nicht auf der Collage abgebildet) vor dem Progymnasium wurde von den Experten besichtigt. Hier sind von den sechs vorhandenen Bäumen nicht alle gesund. Aber auch der Wunsch nach einer einheitlichen Baumgestaltung hat zur Folge, dass sie ersetzt werden. „Der Weißdorn“, so der Planer, „soll nicht der Baum sein, der auf der gesamten Straßenfläche gepflanzt wird“.

Aktuell stehen auf der gesamten Nordseite der Schloßstraße zehn Bäume, von denen drei erhalten bleiben und mindestens fünf weitere Solitärbäume neu gepflanzt werden. „Hier ist wichtig, dass die Bäume einen angemessenen Abstand zueinander haben“, erläutert Landschaftsarchitekt Frank Flor. Denn diese Seite der Schloßstraße dient als Veranstaltungsfläche, dichte Baumreihen verhindern eine Nutzung der Freiräume für Aufbauten oder Eventflächen.

Und es gibt noch die Fläche von Hausnummer 16b bis 44, auf der bislang keine Bäume standen. Hier sind zwölf Neuanpflanzungen geplant. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen lediglich drei Bäume gegenüber auf der Nordseite, von denen zwei erhalten werden.

In der weiteren Planung wurde die Straßenachse auf der gesamten Schloßstraße in Richtung Norden verschoben, sodass Verdeckungen und Schattenwurf durch Bäume optimiert werden konnten.

Insgesamt ist festzustellen, dass mit der Maßnahme „Umgestaltung der Schloßstraße“ der Baumbestand vor Sankt Nikolaus, die Kopflindenallee in der Achse zum Schloss sowie vier wertvolle Bäume der Schloßstraße in Verbindung mit einer Standortverbesserung erhalten werden.

Im gesamten Plangebiet der Schloßstraße müssen 34 Bäume gefällt werden. Hierbei ist zu beachten, dass diese Summe auch diejenigen Gehölze umfasst, die bereits abgestorben, abgängig, nicht nachhaltig erhaltungswert oder gar keine Bäume im Sinne eines Straßenbaumes sind und somit jetzt und zukünftig keine ökologische oder stadtklimatische Relevanz aufweisen.

Als Neupflanzungen sind 57 Bäume in der Schloßstraße vorgesehen. Diese Summe wiederum setzt sich aus 31 Straßenbäumen in der südlichen Baumreihe, 14 Kopflinden in der Verlängerung der Schloßachse, sieben zusätzlichen Solitärbäumen auf der nördlichen Seite der Schloßstraße sowie fünf Bäumen in der Böschung oberhalb der Freitreppe zusammen. Ein 58. Baum befindet sich zudem in Prüfung.

Dieser Planungsstand ist das Resultat der permanenten Weiterentwicklung und Qualifizierung des Wettbewerbsentwurfes inklusiv einer Verschiebung der Straßen- und Baumachse in Richtung Norden. Nicht nur die Anzahl der Bäume wird sich positiv auf die neue Schloßstraße auswirken, sondern auch die ökologischen und stadtklimatischen Funktionen, wo allem voran die in Summe deutlich größere, beschattete Grundfläche zu Buche schlagen wird.

Zur nachhaltigen Entwicklung der neuen Bäume werden zudem nach aktuellsten Regeln der Technik ausreichend große Wurzelräume mit speziellem Baumsubstrat gebaut. Neben der reinen Betrachtung der Bäume wird zudem oberhalb der Freitreppe eine circa 275 Quadratmeter große intensiv begrünte Vegetationsfläche entstehen.

Weitere Beiträge zum Thema:

Bensberger wollen Bäume der Schlossstraße retten

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Pressestelle Stadt BGL

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14 Kommentare

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  1. In dem Text der Pressestelle befinden sich mindestens 4 weitere Fragwürdigkeiten, die ich hier zitiere:

    1. „In dem ursprünglichen Wettbewerbsentwurf konnte sich das Gestaltungsbüro grundsätzlich eine Entfernung der Bäume vorstellen, um die Sichtachse zur Kirche zu erhalten“ Hier ist wieder von dem Sichtachsen-Wahn vieler heutiger Städteplaner oder Landschaftsarchitekten die Rede. Aber ist es nicht bedenklich, dass es sich weniger auf Neugestaltung als auf Abriss von Bäumen oder Sträuchern bezieht? Siehe dazu auch den Bürgerportal-Artikel https://in-gl.de/2011/06/17/regionale-2010-zielsetzungen/
    2. „ermöglichen die geschnittenen Kopflinden aufgrund ihrer kompakteren Form ein problemloses Anleitern für die Feuerwehr“ Heißt das, dass in Zukunft nur noch Bäume und Gebäude möglich sind, die ein „probemloses Anleitern“ (Was für ein Deutsch!) ermöglichen? Ich frage mich auch, welche Brände in Bäumen in unserer Stadt bisher gelöscht werden mussten. Doch dockt man hier nicht an einen übertriebenen Sicherheitswahn an? Von wem auch immer er stammt.
    3. „Daher wird für die Gestaltung der gesamten Schloßstraße eine neue einheitliche Baumart ausgewählt“ Hier kommt der Einheitlichkeitswahn hinzu. Einheit statt Vielfalt wird hier gepredigt. Die Vielfalt der Bäume in der Gladbacher Fußgängerzone wird von vielen Bürgern schmerzlich vermisst.
    4. „dichte Baumreihen verhindern eine Nutzung der Freiräume für Aufbauten oder Eventflächen.“ Hier kommt nun der Eventwahn ins Spiel, der sich so gebärdet, als könnten kurzfristige Interessen einfach nur mal so über seit vielen Jahren gewachsene Strukturen und Gebräuche hinweggehen. Häufig von rein kommerziellen Interessen geprägt.

    Und diese fatalen Fehler wurden ja in Bergisch schon einmal begangen, in der Gladbacher Fußgängerzone. Folge: Einheitliche Bäume statt Baum-Vielfalt, auf einer Straßenseite, auf der bei unserem zunehmend wärmeren Klima am Nachmittag kein Schatten vorhanden ist. Sollen diese Fehler nun alle wiederholt werden, womöglich auch noch mit Pflasterungen einer Gladbacher Firma, die wir alle kennen? Die Pflasterung im Forumspark wird sogar von Herrn Unrau, dem Ausrichter der Laurentiuskirmes, heute als unnötig bezeichnet, wie er mir persönlich vor kurzem versicherte. Vor allem darf man nicht vergessen: Neupflanzungen brauchen Jahre, bis sie die Baum- und Schattenqualität erreicht haben, die ältere Bäume hatten. Ein Baum ist eben ein Baum und kein Schrank, wie auch schon einmal in einem alten Artikel im Bürgerportal dargestellt wurde: https://in-gl.de/2013/10/01/ein-baum-ist-ein-baum-und-kein-schrank/

  2. Abgesehen davon, dass wir zu dieser Pressemitteilung der Stadt Bergisch Gladbach inhaltlich noch dediziert Stellung beziehen werden, kann aber bereits hier und heute festgestellt werden, dass unsere „Wortmeldung“ großen Anklang gefunden hat und wie man am Ergebnis sehen kann, längst überfällig war.

    Ganz besonders freut uns dabei natürlich, dass wir mit unserer Arbeit und der erstellten Collage der Baumbilder der Schlossstrasse der Stadt ein Arbeitsmittel an die Hand gegeben haben, das uns alle im Hinblick auf Planungstransparenz einen riesen Schritt vorwärts gebracht hat.

    Irreführungen durch falsche bildliche Darstellungen und Intransparenz zum Sachstand eines solch großen Veränderungsprojektes mit so vielen Beteiligten und sehr unteschiedlichen Interessen, die sind in der Regel der Tod des Projektes.

    Es gibt noch viel zu tun, wir bleiben dran und erhoffen uns für Morgen, Samstag den 14. September 2019, um 10 Uhr am Kinderspielplatz auf der Schlossstrasse eine große Schar an Unterstützern. Kommen Sie, nehmen Sie die Örtlichkeit in Augenschein, diskutieren Sie mit uns die Veränderungen und engagieren Sie sich für unsere Bäume, den Klimaschutz und die Aufenthaltsqualität für die Zukunft auf dieser Straße.

  3. Um den Parkraum in Bensberg zu optimieren und mit den zunehmenden Abmessungen der Autos Schritt zu halten, plant die Stadtverwaltung, Bäume zu fällen.

    Mich verwundert, dass einerseits die Kanzlerin zu einer Herkulesaufgabe für die nächsten Jahre auffordert, das CO2 insbesondere beim Verkehr zu senken, dass andererseits das Fußvolk sich davon überhaupt nicht beeindrucken lässt. Ja, man leistet einem höheren CO2-Ausstoß auch noch Vorschub, indem den größeren Autos noch großzügigerer Parkplatz eingeräumt wird.
    Das Argument, die zukünftigen Autos würden ja mit elektrischer Energie betrieben, zieht nicht, denn für diese Autos steht der Auspuff dort, wo der Strom erzeugt wird; mit der Behauptung, dass der Strom zukünftig durch erneuerbare Energie erzeugt würde, lügt man sich ein gutes Gewissen. Inzwischen sollte jedem bewusst sein, dass der zur Herstellung eines elektrisch betriebenen Autos erforderliche CO2-Ausstoß so hoch ist, dass er nur mit einer sehr hohen Laufleistung kompensiert werden kann. Dummerweise sind die Batterien kaputt, bevor diese Laufleistung erbracht sein wird. Je schwerer und größer die Autos werden, desto ungünstiger wird das Verhältnis.
    All diese Infos gehen aus Studien des ADAC, aus Lehrbüchern für Physik und aus Unterlagen der Solarindustrie hervor. Sie sollten einem Architekten, der Abstellflächen für Autos plant, bekannt sein. Schade, dass die Stadtverwaltung wider besseres Wissen in das Horn dieses Architekten pustet.

    In dem Elaborat der Stadt ist nicht behandelt, was mit den gefällten Bäumen geschieht. Wird das Holz verbrannt? Ich gehe davon aus, dass sowohl dem Architekten als auch der Stadt bekannt ist, dass die Bäume CO2 gebunden haben. Dieses wird beim Verbrennen oder Verrotten wieder in die Umwelt entlassen. Frage: Wurde abgeschätzt, wie lange es dauert, bis dieses CO2 durch die Neuanpflanzungen wieder gebunden sein wird?
    Lothar Sütterlin

  4. Wenn ein von der Stadt beauftragter Landschaftsplaner derartige rürückwärtsgewandte Infrastrukturplanungen vertritt, sind da doch die Planungsvorgaben der Stadt Bergisch Gladbach zu hinterfragen.
    Es sieht so aus, dass Waldsterben, Klimaveränderungen und ein absehbares Ende der immer mehr Raum fressenden Automobilität dort unbekannt sind.
    So wird erneut auch bei diesem Infraprojekt durch unsere Kommune in der Schlossstrasse eine ökologische Chanze für die Zukunft verspielt.
    Man könnte tatsächlich glauben, im Bensberger Bauamt ist die Zeit stehen geblieben.

  5. Erst die Bäume für uns Menschen. Wer so ein großes Auto haben will muss eben da Parken wo er passt, oder eben ein Stück laufen.

  6. Meines Erachtens lohnt sich ein Blick auf die Website von Club L94. Auf dem Foto, mit dem sich diese Firma dort anpreist, kann man sehen, was hier offensichtlich unter Landschaft verstanden wird. Mir jedenfalls fiel es dabei wie Schuppen von den Augen. Die interessantere Frage aber ist eigentlich, wie unsere Verwaltung bzw. unser Rat auf die Idee kommen, diese Firma zu beauftragen. Vielleicht muss man häufiger so eine Frage stellen.

  7. Alle Erklärungen der Stadtverwaltung und des Planungsbüros strotzen von der Aussage: „Bürgerinnen und Bürger, lasst uns in Ruhe mit Euren Vorbehalten. Wir haben geplant, nach bestem Wissen ohne Gewissen, wobei unser bestes Wissen relativ ist. Wir verlassen uns ohne weitere Prüfung auf die Beurteilungen der Abt. Stadtgrün, die die meisten Bäume, die nicht in unseren Planungen stehen, freundlicherweise auch als schon krank oder gar tot erklärten.“

  8. „Wir benötigen mehr Abstand zwischen den Bäumen………“
    Wir sind total schockiert über solche öffentlichen Aussagen……frecher und dreister geht es nicht…..was maßt sich dieser Mensch …..“Landschaftsarchitekt??“ hier bloß an????
    Falls sich die Berufsbezeichnung tatsächlich auf die „Landschaft“ beziehen sollte…..läuft hier etwas grundlegend schief……
    Warum möchte man die Landschaft bzw Natur den SUV fahrendem Volk anpassen……wird damit der Obrigkeit gedient??
    Man, man , man…..überall auf der Welt ist die Klimapolitik die Schlagzeile Nr.1 und es wird versucht, soviel „Grün“ wie möglich zu erhalten…nur in GL fährt man einen anderen Kurs…..denn hier werden die Autos immer größer…..seeeeehr speziell……
    Die Natur braucht den Menschen nicht aber wir brauchen die Natur….hat ganz bestimmt auch für Bergisch Gladbach seine Richtigkeit und vielleicht kommt es auch mal hier an…..na ja….die Hoffnung stirbt zuletzt

  9. Lasst sie doch die Bäume fällen, ich fälle dafür mein Urteil in einem Jahr und zwei Tagen bei der nächsten Kommunalwahl. Leider wird nur über die oberste Spitze und nicht über die gesamte Verwaltung entschieden.

  10. „Wir benötigen mehr Abstand zwischen den Bäumen, da die Autos immer größer werden“. Welche Dreistigkeit im rückwärtsgerichteten Denken unserer Stadtplaner. Der Zeitgeist sagt mittlerweile „Wir benötigen mehr Abstand zu den Autos, da die Bäume uns näher sind!“. Das sollte sich doch auch langsam im kleinen Dorf Bergisch Gladbach auch herumsprechen … oder doch noch nicht ?

  11. Wie hieß es schon in den 80ern zum Thema Waldsterben? „Mein Auto fährt auch ohne Wald!“ Warum sollte sich das in GL jetzt, wo Waldsterben 2.0 im Gang ist, geändert haben …

  12. Hallo Herr Müller, genau über diesen Satz bin auch ich mit Entsetzen gestolpert.
    Liebe Stadtverwaltung: In die Schloßstraße passen viel mehr Fußgänger als SUV-Fahrer. Warum sollte man die Straße dann für Großraumautos passend machen? Wie lebenswert ist eine SUV-Welf für diejenigen, die nicht permanent hinter dem Steuer sitzen?

  13. Herr Müller, wo Sie recht haben, haben Sie recht. Dieser Satz ist entlarvend und schlägt dem Fass den Boden aus.

  14. „Wir benötigen mehr Abstand zwischen den Bäumen, da die Autos immer größer werden“, erklärt Landschaftsarchitekt Frank Flor vom Planungsbüro Club L94. Das muss man sich einmal genau vor Augen und Ohren halten. Sagt dieser Satz nicht alles über die Mentalität heutiger sogenannter Landschaftsarchitekten?!