Beim Brand im Marien-Krankenhaus ist niemand verletzt worden. Um 5:40 Uhr war in einem Patientenzimmer im 5. Stock ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr löst sofort einen Großalarm aus und schickte Personal aus dem ganzen Kreis in die Dr.-Robert-Koch-Straße.

Im 5. Stock des Marien-Krankenhauses war das Feuer ausgebrochen; das Gebäude ist 12 Etagen hoch

Als die Feuerwehr eintraf hatte das Klinikpersonal bereits mit der Evakuierung begonnen. Die Feuerwehr konnte das Feuer rasch löschen, allerdings gab es eine starke Rauchentwicklung.

Daher wurden die 5. und Teile der 6. Etage geräumt, die betroffenen 28 Patienten konnten zunächst im Foyer betreut und dann in anderen Etagen des MKH untergebracht werden, berichtete Feuerwehrsprecher Elmar Schneider vor Ort.

Unter Umständen müssen Sie im Video den Ton anstellen.

Die Anfahrt von Dutzenden Feuerwehrfahrzeugen führte im frühmorgendlichen Verkehr zu erheblichen Störungen. Die Polizei hatte Laurentiusstraße, Teile des Kreisverkehrs Schnabelsmühle und der Paffrather Straße gesperrt, um der Feuerwehr die Anfahrt zu erleichtern.

Die Feuerwehr hatte einen sogenannten Stadtalarm ausgelöst und unter dem Stichwort MANV II (Massenanfall von Verletzten) weitere, umfangreiche Rettungsdiensteinheiten aus dem Umland alarmiert. Denn zunächst war nicht klar, ob sich das Feuer und der Rauch im Gebäude ausbreitet und ob Verlegungen in andere Krankenhäuser nötig sind.

Die überörtlichen Kräfte mussten dann aber gar nicht eingesetzt werden, sie hatten sich auf dem Marktplatz für alle Fälle bereit gehalten.

Feuerwehrsprecher Elmar Schneiders

„Ein Brand im Krankenhaus ist das schwierigste, was es für die Feuerwehr gibt – daher sind wir sehr froh, dass es ohne Verletzte abging”, sagte Feuerwehr-Sprecher Elmar Schneiders. Das gehe vor allem auf die gute Zusammenarbeit von Klinik und Einsatzkräften zurück.

Die vorgeplanten vorbeugenden Brandschutzkonzepte hätten gegriffen, die Zusammenarbeit mit Polizei, Mitarbeitern und Geschäftsführung des Krankenhauses war vorbildlich, sagt Schneiders.
Am Vormittag kehrte die Klinik wieder zum Normalbetrieb zurück. Die betroffenen Patienten wurden auf andere Stationen verlegt. „Die Station 5 bleibt zwar zunächst noch gesperrt, das MKH ist aber voll funktionsfähig“, sagt der ärztliche Direktor Stefan Machtens.

Einsatzkräfte des Löschzugs Paffrath

Vertreter des Krankenhauses bedankten sich für den schnellen und professionellen Einsatz. „Heute ist zwar Freitag, der 13. – aber dennoch ein Glückstag”, sagte Jens Brockmann, Verwaltungsdirekt der GFO Rhein-Berg.

Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen einen Patienten.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.