Am Samstag folgten zahlreiche Bensbergerinnen und Bensberger dem „Hilferuf der Bensberger Bäume” zu einem Spaziergang durch die Schlossstraße, um die der Kettensäge zum Opfer fallenden Bäume anzuschauen.

Manche sind krank, manche sind „nicht erhaltenswert”, „ohne besonderen ökologischen Wert und nachhaltige Nutzung”, manchmal stören einfach nur: „Wir benötigen mehr Abstand zwischen den Bäumen, da die Autos immer größer werden.” Kein Jux, sondern die Aussage des beauftragten Landschaftsarchitekten. Bergisch Gladbach wird den Vorschlag wohl brav exekutieren.

Beim Umbau der Schlossstraße sollen 57 Bäume gepflanzt werden, unter anderem Bäume, die sich „für die Gestaltung einer Verkehrsfläche eignen” und eine „ökologische oder stadtklimatische Relevanz aufweisen”. Klingt gut.

Zu der Kundgebung am Samstag hatten Klimaschützer, Anwohner und andere Bensberger Bürger gemeinsam aufgerufen.

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Klaus Hansen

ist Fotograf, Designer und Kommunikationsberater.

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1 Kommentar

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  1. Lieber Herr Hansen, herzlichen Dank für Ihre Berichterstattung und die tollen Bilder und das trotz Ihres „Kunst-Aufschlags“, Chapeau.

    Abgesehen davon gab es für uns zwischenzeitlich viel zu tun, es wird sich zeigen. Wir hoffen natürlich durch unsere Aktionen noch auf Änderungen in der Planung und Umsetzung des InHK Schlossstraße. Wir wollten nicht tatenlos zusehen, wie ein weiteres Mal eine Innenstadt „nicht optimal“ gestaltet wird und das ganz ohne Hysterie zum Klimaschutz. Eine solche Chance, ein zweites Mal eine Innenstadt gestalten zu können, erhalten sie nur in einer bipolaren Stadt.

    Wir hoffen, durch unser gemeinsames Engagement können wir der Verwaltung dabei helfen, diesmal die sich bietende Chance zu einer attraktiven Umgestaltung mit hoher Aufenthaltsqualität zu nutzen, unter Berücksichtigung des aktuellen Stellenwertes zum Klimaschutz in unserer Stadt.

    Et bliev nix wie et wor oder wie der Zukunftsforscher Robert Jungk es einmal formuliert hat, die Welt kann verändert werden, Zukunft ist kein Schicksal.