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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

7 Kommentare zu “Entwurf für Ausbau der PSK belastet die GWK”

  1. Es ist unfassbar, was da geschehen soll. Als Mitarbeiter des ASB fahre ich täglich Menschen mit Behinderungen und darf mir deshalb eine dezidierte Meinung erlauben:

    Das Vorhaben der Stadt,auch in diesem Fall mit Forderung und Willen von Bürgermeister und 1. Beigeordneten ausgestattet, ist ein körperlich gefährlicher Akt und eindeutig gegen die dort arbeitenden Menschen mit Behinderung, deren Betreuer und Vorgesetzte und die Fahrer die – 36 an der Zahl, wie ich in einem Kommentar las – morgens und nachmittags mit ihren Fahrzeugen die ihnen Schutzbefohlenen bringen und holen, gerichtet. Es ist ein Hohn, mit welcher Begründung eine Kreispolizei-Behörde das zulässt und sich damit in höchstem Maße mitverantwortlich macht. Da wurde “eine Hand wäscht die andere” gespielt.

    Hier stehen wirtschaftliche, egoistische Interessen gegen Leib und Leben von Menschen, die ohnehin nicht auf der besten Seite des Lebens stehen. Es muss nur ein Unternehmen mit der Errichtung einer neuen Zentrale winken, sich den Kauf dieser Wiese wirklich etwas osten lassen oder mit Wegzug des Unternehmens drohen (Krüger/Neuborner Busch, in den meisten Fällen eine lehre Drohung)) und schon knicken Bürgermeister und 1. Beigeordneter mit $-Zeichen in den Augen ein. Wir alle werden den Plänen der Verwaltung und ihrer beiden Chefs untergeordnet, was in deren Duktus an manchen Stellen auch noch “Bürgerbeteiligung” heißt.

    Für dieses Beispiel und einige andere mehr schäme ich mich für diese Stadt bzw. deren 1. Bürger und seinen Steigbügelhalter, weil für die PKS unmenschliches geschehen soll.

  2. Wir sind total entsetzt, wie von Seiten der Kreispolizeibehörde über Menschen mit Behinderungen gesprochen wird … es ist absolut entwürdigend!

    Ganz lieben Dank, Anne Skribbe, für Deine ausfühliche Erläuterung zur richtigen Wortwahlfindung bzw Erläuterung das es in erster Linie um Menschen!!!!! geht…..und erst in 2. Linie haben diese Menschen eine Behinderung.

    Zitat “Zudem weist die Kreispolizeibehörde darauf hin,das die in der GWK arbeitenden erwachsenen “Behinderten” mehrheitlich bereits Mobilitätstraining im öffentlichen Straßenraum absolviert haben z.B. als Bestandteil des Unterrichtsprogramm als Schüler” hääääääää, dies ist bei vielen mehr als 100 gefühlte Jahre her…Hallllooooo , gehts noch??? Eine hochgradig dämliche Formulierung…..schlimmer gehts nimmer!!!!! Absolut das Thema verfehlt, liebe KPB…..bei soviel fehlender Empathie fehlen uns echt die Worte….

    Haben sich die PSK befürwortenden Behörden überhaupt persönlich und vor Ort ein Bild über den Bring- und Abholservice, morgens und nachmittags gemacht?? Augenscheinlich kann dies nicht der Fall sein denn sonst würde man zu einer ganz anderen Einschätzung, bezüglich des Gefahrenpotenzials kommen.

    Haaaalllloooooo, dort werden Menschen mit den unterschieldlichsten Behinderungen (teilweise mit Mehrfachbehinderungen und im Rollstuhl sitzend) zu ihrer Arbeitsstätte gebracht … dies geht nun mal nicht … Türe auf, Mensch raus … zack … und fertig … diese Organisation ist ein sehr komplizierter und zeitaufwendiger Vorgang … vielleicht sollte in der Tat mal ein Video über den ganzen Ablauf gedreht werden um das ganze Unterfangen den Behörden zu verdeutlichen.

    Ebenso kann ein Mensche, der im Rollstuhl sitzt, nicht mal eben zur Seite hüpfen wenn der Lieferverkehr um die Ecke “gebrettert” kommt … es kann zu lebensgefählichen Situationen kommen … und eigentlich bietet die GWK den Menschen mit Behinderungen einen “geschützten Arbeitsplatz” (dick unterstrichen)
    Die Vorgehensweise, wie schon Herr Fluscher angemerkt hat, das für die PSK von Seiten der Politik und Verwaltung alles möglich gemacht wird, ist in der Tat sehr fragwürdig und ärgerlich.

    Als ehemalige PSK Mitarbeiterin kann ich nur bestätigen, das der Einfluß auf Verwaltung und Politik nicht unerheblich war und bestimmt noch ist.

    Würde die Klinik in Dabringhausen aus den wirtschaflichen Gründen nicht geschlossen … wäre in BGL der ganze Neubau mit Eingriff für Natur und Mensch nicht erforderlich geworden.

    Leider stehen wieder einmal die wirtschaftlichen Interessen einiger Wenige im Vordergrund

  3. Ich möchte mich in dieser komplexen Auseinandersetzung mit einem Hinweis zur Wortwahl, z. B. der Kreispolizeibehörde, einbringen. Da heißt es: “Nach Auffassung der Kreispolizeibehörde können sich die in der Einrichtung beschäftigten Behinderten aufgrund ihres bisherigen Lebensweges im öffentlichen Straßenraum zurechtfinden.”

    Es wäre gut, in diesem Zusammenhang von “Menschen mit Behinderung” zu sprechen. Denn zuerst sind die Beschäftigten der Werkstättten Menschen, dann folgt die Beschreibung “mit Behinderung”. Zur Wortwahl in der Berichterstattung über Menschen mit Behinderung ist bei http://www.leidmedien.de Aufschlussreiches zu finden:

    Behinderter Mensch, Mensch mit Behinderung

    „Darf ich Sie ‚behindert‘ nennen?“ Diese Frage ist für viele behinderte Menschen Alltag. Seitdem Teenager sie auf Schulhöfen als Schimpfwörter benutzen, sind die Worte „Behinderung“ und „behindert“ in Verruf geraten. Zu Unrecht, denn für viele behinderte Menschen ist es eine neutrale Beschreibung eines Merkmals. Wichtig ist nur das Wort “Mensch”, da mit dem Begriff “Behinderte” das Bild einer festen Gruppe entsteht, die in Wirklichkeit vielfältig ist. „Der/die Behinderte“ reduziert die Person auf ein Merkmal, das alle anderen Eigenschaften dominiert. Das ist auch der Fall, wenn von „den Blinden“ oder “den Gehörlosen” die Rede ist.

    Anne Skribbe, Inklusionsbeirat GL

  4. Ich fahre dort auch morgens mit dem Fahrrad und kann nur zustimmen. Zu den An- und Abholzeiten ist dort kein absolut kein durch kommen.
    Ich bin immer total erstaunt, wie durch organisiert das alles abläuft. Das ganze dauert auch ein ganze Weile und ich kann mir auch nicht vorstellen, wie man das anders organisieren kann, ohne die Leute zu gefährden. Als Fahrradfahrer muss dort zu diesen Zeiten absteigen oder kommt höchstens mit Schritttempo dort durch.
    Insofern halte ich die Lösung über die Straße eine zusätzliche Zufahrt anzulegen für vollkommen abwegig.
    Das würde man meiner Meinung auch sofort feststellen, wenn man zur betreffenden Zeit mal vor Ort sich das ganze ansehen würde.

  5. Wie sind Kreispolizei und die Inklusionsbeauftragte nur zu ihren Erkenntnissen gekommen?
    Sind sie sich wirklich im Klaren, welchem Risiko sie die Menschen mit Behinderung aussetzt? Es lassen sich bestimmt viele Schilder aufstellen und Barrieren einbauen, an die sich z. B. der Lieferverkehr (nicht nur Kleintransporter, sondern auch LKW) aus Zeitgründen am liebsten nicht halten werden. Und werden die Menschen mit Behinderung während der Bauphase der psychosomatischen Klinik aus Sicherheitsgründen weggesperrt? Wie sollen Bagger, Krane und LKW durch eine Verkehrsberuhigung kommen?

    Ich schließe mich meinem Vorredner an: Die Argumentation mit dem Radfahrern ist mehr als fadenscheinig.

    Jeder Privatmann und jedes Unternehmen, das augenscheinlich weniger Einfluss auf Politik und Verwaltung hat als die PSK, würde für dieses Bauvorhaben eine Absage erhalten.

    Aber für die PSK wird ärgerlicherweise alles möglich gemacht. Zur Erinnerung: Mit der Erweiterung der Klinik auf dieser Wiese schließt die PSK im Gegenzug aus wirtschaftlichen Interessen eine Klinik im Oberbergischen.
    Ich hoffe sehr, dass noch ein Umdenken stattfindet, damit die GWK nicht umziehen muss. Aber auch eine alternativen Zuwegung würde ein weiteres Stück Natur aus wirtschaftlichen Interessen eines einzelnen für immer zerstören.

  6. Die Entscheidung, die Erweiterung der PSK auf diser Wiese zu unterstützen ist der grundsätzlich falsche Ansatz von CDU und SPD. Die Frage muss lauten, wie kann Stadt und Verwaltung der GWK und der PSK den Rücken stärken, ohne beide gegeneinander aufzubringen. Die Lösung: Die Stichstrasse muss zum Parkplatz gewidmet und der GWK zum Verkauf angeboten werden. Für die PSK muss ein zukunftsfähiger Standort auf städtischem Gebiet gefunden werden. Z.B. in der Stadtmitte auf dem Zanders-Areal. Das würde den Wegzug verhindern und die Akzeptanz bei den Bürgern verbessern.
    Martin Freitag, Freie Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach

  7. Ich bin den beschriebenen Weg viele Jahre mit dem Fahrrad gefahren, auch morgens bei Arbeitsbeginn in den GWK, und kann den GWK-Standpunkt nur unterstützen: Zu den An- und Abholzeiten ist der Platz zwischen den Gebäuden “dicht”, und auch sonst herrscht dort ein reger Fußgängerverkehr. Dass die Radfahrer nun zur Begründung herhalten sollen, hier eine Autostraße einzurichten (“zumal die Straße schon heute vor allem von Fahrradfahrern rege als Durchgangsstraße genutzt wird”), halte ich – um es zurückhaltend zu formulieren – für fragwürdig. In ganz langsamen Tempo und nötigenfalls mit Schieben kommt ein Radfahrer zur Rush Hour ohne Gefährdungen durch, keinesfalls aber ein Auto. Im Übrigen hat mich die fröhliche Stimmung, die dort morgens herrscht, immer gefreut – es wäre sehr schade, wenn dies kaputtginge!

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