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6 Kommentare zu “Widerspruch Gr7b: „Das hat mit Abwägung nichts zu tun””

  1. Das Sankt-Florian-Prinzip wird den Menschen, die sich für den Erhalt der Wiese einsetzen, hier und da gerne vorgeworfen. Dabei geht es nicht primär darum, nicht mehr Patienten dulden zu wollen. Es geht da viel mehr um die schützenswerte Landschaft im Thielenbruch. Sie darf für die geplante Zusammenlegung der beiden Klinikgebäude nicht weichen. Grundsätzlich ist Verdichtung zu begrüßen, aber nicht an dieser Stelle. Dort besteht z. B. die letzte Möglichkeit, die EU-Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie für die Strunde umzusetzen. Weiterhin hat die Wiese z. B. im Biotopverbund der Bergischen Heideterrasse eine wichtIge Funktion.
    Es mag unterschiedliche Ansichten geben, ob eine Entzugsklinik bei einem mehrwöchigen Aufentalt „zentral“ liegen muss. Fakt ist aber, dass der Thielenbruch trotz seiner ökologischen Bedeutung heute schon enormen Erholungsdruck unterliegt. Die geplante Klinikzusammenlegung wäre in Gummersbach ebenso denkbar wie ein Umzug z. B. in das Wachensdorffgelände. Das wäre eine sinnvolle Verdichtung.

  2. Hallo Herr Havermann, ich kapiere Ihren wirren Post nicht, so sehr ich mich auch bemühe. Kann es sein, dass Sie meine Anmerkung schlicht nicht verstanden haben?
    Natürlich sind wir alle gegen Flächenversiegelung und zusätzlichen Verkehr. Um beides zu minimieren, ist eine Zusammenlegung der Standorte an einem relativ zentralen Ort sinnvoll – das sind wir uns doch hoffentlich einig, oder?

  3. Dass Bergisch Gladbach sich den Expansionsplänen bzw. den gewinnmaximierenden Plänen der Zusammenlegung zweier Standorte dieser Klinik beugen soll, erschließt sich mir nun wirklich nicht. In vorauseilendem Gehorsam den Spitzen unserer Verwaltung gegenüber und dem Investorentum, der selbige sich verpflichtet fühlt, führen Sie, U. Kleinert, Argumente an, die Sie als Befürworter des FNP entlarven. Mit “Mal angenommen, die Klinik würde umziehen” führen Sie ein Scenario herbei, dass für Sie quasi schon Fakt ist. Um diesen Umstand herum, der m.E. längst nicht in trockenen Tüchern ist, platzieren Sie all die Argumente, die die Bürgerinitiativen als Negativbeispiele gegen den FNP-E. anführen. Sie bemühen sozusagen ein umgekehrtes Negativum, um etwas Falsches mit etwas Schlechtem zu guttieren.

  4. Wie berichtet muss für die Klinik wertvolle Natur an einem bedeutenden Standort weichen. Die Klinik legt auf dieser Wiese zwei Standorte zusammen. Da geht es rein um wirtschaftliche Aspekte. Im Gegenzug wird eine Klinik im Oberbergischen geschlossen, und die Leute aus diesem Einzugsgebiet können sich überlegen, wie sie in den Westen bon GL kommen. muss sich nicht vergrößern, die legt zwei Standorte zusammen.
    Es gibt andere Standorte mit freien Gewerbeflächen, z. B. das Wachendorff-Gelände, wo man auf Besstandsbauten zugreifen kann. Alternativ ginge auch ein Ausbau im Oberbergischen. Da treffen die aufgeführten Argumente gegen die Bebauung nicht zu.

  5. Es ist prima, wie lebhaft plötzlich über Stadtentwicklung diskutiert wird, ausgelöst durch den FNP. Beiträge wie dieser zeigen aber, dass das Sankt-Florians-Prinzip keine brauchbare Basis für die Stadtplanung ist.

    Mal angenommen, die Klinik würde umziehen. Dann müsste anderswo eine deutlich größere Fläche neu bebaut werden. Vermutlich wäre der neue Standort weniger zentral gelegen, führte also zu deutlich mehr Verkehr. Schlimmstenfalls müsste eine neue Straße gebaut werden, um diesen aufzunehmen. Unterm Strich also viel mehr Naturzerstörung, Flächenversiegelung und Lärm, von den Kosten mal ganz zu schweigen. Ähnlich sähe es bei einer Aufteilung auf zwei Standorte aus. (Ich kenne die Klinik-Interna nicht und gehe mal davon aus, dass eine Erweiterung tatsächlich notwendig ist.)

    Bergisch Gladbach ist eben kein Dorf mehr. Wenn wir akzeptieren, dass wir in einer “Großstadt” leben, dann müssen wir auch entsprechend planen und bauen: Möglichst zentral, möglichst verkehrsgünstig, möglichst intensiv die begrenzten Flächen nutzend. Die Alternative ist eine zunehmende Zersiedelung des Bergischen Landes, bis es in der Region überhaupt keine Naturflächen mehr gibt. Wer das möchte, bitte melden!

  6. Der Fall ist ein Paradebeispiel für Investorenhörigkeit, die Bevölkerung in der näheren Nachbarschaft hat hier keine Chance. Der Bauantrag wurde schon durch einen Kölner Baurechtsanwalt begleitet und mit erstellt.

    Und dass es unmöglich ist das eine Klinik umzieht, führt doch alle hinters Licht. Die Klinik wird ja gerade so groß, weil ein anderer Standort im oberbergischen geschlossen wurde!

    Selbst Baurat Flügge hat bei einer Bürgerfragestunde der CDU in der Berufsschule in Heidkamp vor gut einem Jahr erklärt, dass auch er nicht gerne neben der Klinik wohnen wollte.

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